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  3. Kirchheim: Viel Unterstützung vor Ort: Dogan Bilmez soll in Kirchheim bleiben dürfen

Kirchheim
16.02.2024

Viel Unterstützung vor Ort: Dogan Bilmez soll in Kirchheim bleiben dürfen

Sie lächeln, obwohl ihnen nicht danach zumute ist: Bürgermeisterin Susanne Fischer und der Kirchheimer Jürgen Mendheim setzen sich dafür ein, dass Dogan Bilmez (Mitte) hierbleiben und arbeiten darf.
Foto: Melanie Lippl

Dogan Bilmez ist von der Türkei nach Deutschland geflüchtet - und soll nun wieder abgeschoben werden. In Kirchheim kämpft man für den jungen Mann.

Kirchheims Bürgermeisterin Susanne Fischer kann ihren Ärger nicht verhehlen: "Wir suchen händeringend nach Arbeitskräften und jetzt hätten wir hier jemanden, der arbeiten kann und will, der sogar einen Ausbildungsplatz hätte, und der soll abgeschoben werden, bloß, weil er auf dem falschen Weg nach Deutschland gekommen ist." Zusammen mit Jürgen Mendheim, der sich in Kirchheim um Geflüchtete kümmert, hat sie einen Pressetermin anberaumt, um auf den Fall von Dogan Bilmez aufmerksam zu machen.

Der heute 22-Jährige kam vor zwei Jahren nach Deutschland. Er ist Kurde, stammt aus Viranşehir im Südosten der Türkei, nahe der syrischen Grenze. Die extremistische PKK habe dort Druck auf ihn gemacht, berichtet er. "Entweder seid ihr für uns oder ihr werdet sterben", habe es geheißen. Also verließ Bilmez sein Zuhause und machte sich mit dem Bus auf den Weg ins rund 1400 Kilometer entfernte Istanbul. Doch auch dort habe ihn die PKK nicht in Ruhe gelassen. "Hier hast du keine Chance, wenn du nach Europa gehst, hast du vielleicht eine Chance", sagten ihm die Mitbewohner in seiner Unterkunft. Er hörte auf sie.

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