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Kirchheim
26.01.2024

Raritäten und besondere Pflanzen beim 2. Unterallgäuer Saatgutmarkt

Saatgutmarkt In Kirchheim findet der 2. Unterallgäuer Saatgutmarkt statt, bei dem es so manch besondere Obst-, Gemüse oder Blumensorte zu kaufen gibt.
Foto: Kreisverband F�r Gartenbau Und Landespflege Unterallg�u

Beim Saatgutmarkt in Kirchheim gibt es viele besondere Obst-, Gemüse- und Blumensorten zu entdecken. Und es ist noch weitaus mehr geboten.

Nach einer gelungenen Premiere im vergangenen Jahr wird es auch heuer wieder den Unterallgäuer Saatgutmarkt in Kirchheim geben - und zwar am Samstag, 3. Februar, von 10 bis 17 Uhr. Pflanzenfreunde kommen hier voll auf ihre Kosten und können so manche Besonderheit entdecken. Denn für sie gibt es samenfestes Saatgut: alte, wertvolle Sorten, die ihre Geschichte und ihre ganz eigenen Geschichten haben. Ein paar von ihnen haben wir hier zusammengefasst: 

  • Die Herzsame oder Ballonrebe ist eine hübsche, gut wachsende einjährige Rankpflanze zum Begrünen von Zäunen und Rankgittern mit zartfiedrigen Blättern. Früher nutzte man sie als Cortison-Ersatz bei Hautkrankheiten. Weil sich auf dem schwarzen Samenkorn ein weißer Fleck in Herzform befindet, erhielt sie den Namen "Herzsame".
  • Der "Rote Pferdezahn" ist eine alte ungarische Landmais-Sorte mit dunkelroten Körnern. Sie wurde entweder als Viehfutter verwendet oder zur Herstellung von Polenta genutzt.
  • Die Scheiben- oder Inkagurke ist eine einjährige, exotische und stark rankende Gemüsepflanze, die ab Juli viele Früchte trägt, die wie Gurken schmecken und roh oder eingelegt gegessen werden können. Ältere Früchte können ausgehöhlt mit Fleisch, Käse oder Fisch gefüllt werden. Die Inkagurken wirken cholesterin- und blutdrucksenkend.
  • Das einjährige Silberblatt, auch Mondviole genannt, ist eine hübsche, zweijährige Bauerngarten-Blume, deren Blätter begehrtes Raupenfutter für den Aurorafalter sind. Lässt man die Schotenhülsen im zweiten Jahr ausreifen, erhält man mit den innen liegenden, hauchdünnen und silbrigen Schotenwänden hübschen haltbaren Vasenschmuck oder Bastelmaterial.
  • Die Stangenbohne Dusslinger Beckerschürzle ist ein Paradebeispiel für eine sogenannte Lokalsorte. Sie wird schon seit über 60 Jahren von einer Familie in Dußlingen (Kreis Tübingen) angebaut. Ursprünglich, um selbst angebautes Gemüse auf einem kleinen Bauernhof direkt zu vermarkten und heute nur noch für den Eigenbedarf und zum Sortenerhalt.
  • Um die Monstranzbohne oder Engelsbohne ranken sich einige Legenden. Sie stammt aus dem kleinen Ort Merkershausen in Unterfranken, der 1631 im 30-Jährigen Krieg vom schwedischen Heer verwüstet und niedergebrannt wurde. Die meisten Einwohner kamen dabei ums Leben und das Dorf blieb für Jahrzehnte unbewohnt. Umso mehr wunderte man sich, als plötzlich in der Nähe des zerstörten Ortes einige Bohnenpflanzen wucherten. Man besah sich diese Stelle genauer und fand dort die vergrabenen Wertgegenstände aus der Kirche von Merkershausen. Vermutlich hatte der Pfarrer das Unheil geahnt, die sakralen Gegenstände vergraben und die Stelle mit Bohnensaat „markiert“, um sie später wiederzufinden. Die Zeichnung der Bohne erinnert an eine Monstranz – daher ihr Name. Man könnte sie aber auch als „Engelsflügel“ deuten und so wird sie mancherorts auch „Engelsbohne“ genannt. Die getrockneten Bohnen wurden gerne als Schmuck getragen oder zur Rosenkranz-Herstellung genutzt, indem man die Bohnen mit heißen Nadeln durchstach und sie auffädelte. Bauern säten die Monstranzbohnen früher oft an den Rändern ihrer Felder, um diese vor Hagel und Unwetter zu schützen.
  • Färberwaid ist heute eine beliebte Ruderalpflanze und Insektenpflanze für Naturgärten, eigentlich aber eine uralte Färberpflanze - sie war durch das gesamte Mittelalter die wichtigste Pflanze für textile Blaufärberei. Die Anbaugebiete lagen im Elsass, in der Gegend um Köln, um Braunschweig und in Thüringen, wo man vom Waid als vom „goldenen Vlies Thüringens“ sprach, was sich sicher nicht nur auf die goldgelb blühenden Waidfelder, sondern auch auf den Gewinn bezog, den Anbau und Vermarktung abwarfen. So konnte mithilfe der Gelder aus den Waidabgaben 1392 in Erfurt die erste deutsche Universität mit vier Fakultäten gegründet werden.
  • Das einjährige Bohnenkraut war im Mittelalter eines der wichtigsten Würzkräuter und galt lange Zeit als Allheilmittel und Pfefferersatz der kleinen Leute. Es wirkt verdauungsfördernd, appetitanregend, entkrampfend, schleimlösend und keimtötend. Als Gewürz passt es besonders gut zu allen Bohnengerichten, kann aber auch als Tee (10 Min. ziehen lassen) bei Husten oder Blähungen getrunken werden.

Der 2. Unterallgäuer Saatgutmarkt wird organisiert vom Kreisverband für Gartenbau und Landespflege Unterallgäu. Im Kirchheimer Rathaus, Marktplatz 6, gibt es Aussteller mit samenfestem und nachbaufähigem Saatgut, Infostände, einen Saatgut-Tauschtisch und Vorträge. Ergänzt wird das Marktprogramm durch den Biohof Besthans im Kirchheimer Ortsteil Derndorf, Bergstr. 1, mit weiteren Ausstellern, der an diesem Tag geöffneten „Besthans-Ladenstube“, Musik und Gesang im Klangturm und der Bewirtung mit Kaffee & Kuchen. Der Eintritt ist frei. Ausführliche Informationen unter www.gartenbauvereine-ua.de (mz, home)

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