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  3. Mindelheim: Eine Mindelheimerin macht mit "Speiki" Eltern das Leben leichter

Mindelheim
17.06.2023

Eine Mindelheimerin macht mit "Speiki" Eltern das Leben leichter

Weil ihr mittlerer Sohn Roman ein Speikind war, hat Karin Mehling, hier mit ihrem jüngsten Sohn Lorenz, ein spezielles Lätzchen entwickelt – und sich inzwischen mit "Speiki" selbstständig gemacht.
Foto: Sandra Baumberger

Plus In der Elternzeit hat sich Karin Mehling aus Mindelheim mit einem Unternehmen selbstständig gemacht. Wie aus einem Problem ein Geschäft wurde.

Ohne ihren mittleren Sohn Roman, so viel steht fest, gäbe es das Unternehmen von Karin Mehling aus Mindelheim nicht. Der war nämlich ein Speikind, also eins der Babys, die nach dem Trinken einen Teil der Milch schwallartig wieder von sich geben – ein Problem, das viele Eltern kennen. Mit ihrer Erfindung will die dreifache Mutter ihnen das Leben ein bisschen leichter machen. 

Weil der Pförtner am Magen der Babys noch nicht ganz ausgereift ist, fließt der Mageninhalt bei Speibabys einfach in die Speiseröhre zurück. "Das kann man sich wie bei einer offenen Milchflasche vorstellen, die umkippt", erklärt Karin Mehling. Für die Babys ist das im Normalfall nicht weiter schlimm, sie behalten trotzdem genügend Nahrung bei sich. Der Spruch "Speikind, Gedeihkind", kommt nicht von ungefähr. Doch nervig ist es allemal, wenn man das Baby und eventuell auch sich selbst mehrmals am Tag komplett umziehen muss, weil die Kleidung mal wieder milchgetränkt ist. Dabei sind nicht nur die Nässe und der Geruch unangenehm: Durch Kontakt mit der Luft bildet die Milch Milchsäure, die die empfindliche Babyhaut angreift. Deshalb musste die heute 42-Jährige ihren Sohn oft genug nicht nur umziehen, sondern auch baden.

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