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Eishockey

29.01.2019

Bad Wörishofen: 79 Strafminuten im einem Drittel

Auch Wölfe-Torhüter Andreas Nick war nicht vor Unfällen gefeit: Er musste sich einen neuen Halsschutz besorgen, nachdem der alte zu Bruch gegangen war.
Bild: Andreas Lenuweit

In der Abstiegsrunde der Landesliga liefern die Wörishofer Wölfe und die Falcons aus Pfronten ein denkwürdiges Spiel ab.

Ein gebrochener Schlittschuh, eine demolierte Torwartmaske und noch dazu ein Rekord an Strafminuten – das erste Drittel im Spiel der Landesliga-Abstiegsrunde zwischen dem EV Bad Wörishofen und dem EV Pfronten hatte einiges zu bieten. Im weiteren Spielverlauf wurde es ruhiger – aber für den EVW endete die Partie erneut mit einer Enttäuschung.

Gleich in der ersten Spielminute mussten die Schiedsrichter nicht nur die erste Strafe aussprechen, sondern auch die Partie gleich einmal unterbrechen: Die Kufe am Schlittschuh eines Referees war gebrochen. Mit einem Leihschuh am Fuß konnte dieser das Spiel dann aber fortsetzen.

Kurz darauf traf ein Schuss Bad Wörishofens Goalie Andreas Nick derart hart am flexiblen Halsschutz seiner Torwartmaske, dass dieser zerbrach. Erneut wurde unterbrochen, um einen Ersatz anzulegen. Und weil es so schön war mit diesen ganzen Unterbrechungen, sorgten auch die Spieler dafür, dass kaum Spielfluss aufkam. Immer wieder sorgten sie mit Fouls für Zeitstrafen auf beiden Seiten. Insgesamt sollten die Offiziellen 79 Strafminuten zählen – nur im ersten Drittel! Höhepunkt war ein Check an einem Wörishofer, der daraufhin einige Minuten brauchte, um wieder auf die Beine zu kommen. Der Übeltäter bekam eine Matchstrafe aufgebrummt, auch zwei Wölfe mussten auf die Strafbank.

Ein Tor fiel in Bad Wörishofen erst kurz vor Drittelende

Und Tore? Da fiel im ersten Drittel nur eins für Pfronten. Einen Konter in Unterzahl schloss Joel Titsch zum 0:1 für die Falcons ab (19.). Bevor es dann in die Kabinen ging, lieferten sich noch zwei Spieler einen Faustkampf, was beide schließlich mit 14 Minuten in der Kühlbox absaßen. Wesentlich ruhiger ging es dann ab dem zweiten Spielabschnitt auf der Strafbank zu. Beide Mannschaften konzentrierten sich wieder auf das Spiel auf dem Eis.

Nach gut zwei Minuten war Franziska Albl im Tor der Gäste der sichere Rückhalt, an dem nicht nur Patrick Münch ein ums andere Mal scheiterte. Im Gegenzug waren es die Falcons, die durch Yannik Baier auf 0:2 erhöhten. Andreas Nick verhinderte in der Folge einen höheren Rückstand bis der Puck nach einem Konter von Dennis Gröger zum 0:3 durch seine Schoner rutschte (38.). Per Schlagschuss sorgte Matthias Höldrich nur Sekunden später für den 1:3-Anschlusstreffer (39.).

Im letzten Drittel erwischten die Wölfe den besseren Start und Jos Busch verwandelte einen Pass von Franz Schmidt zum 2:3 (43.). Doch nur zwei Minuten später stellte Matthias Ziegler den alten Abstand und zugleich den 2:4-Endstand her (45.). Zwar kämpften die Wölfe bis zum Ende, vergaben jedoch regelmäßig ihre Chancen. (koll)

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