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Eishockey

26.01.2020

Bad Wörishofen wechselt den Trainer in der Abstiegsrunde

Boris Zahumensky (Dritter von links) ist seit vergangener Woche nicht mehr Trainer des EV Bad Wörishofen. Das teilte der Verein am Sonntag mit. Spiel eins ohne Zahumensky gewannen die Wörishofer Wölfe am Freitagabend gegen den SC Forst mit 7:4.
Foto: Michael Lindemann

Plus Der EV Bad Wörishofen trennt sich überraschend von Trainer Boris Zahumensky. Die Mannschaft wird nun von einem Spieler gecoacht – und feiert sogleich einen Heimsieg.

Mitten in der Landesliga-Abstiegsrunde trennen sich die Wege vom EV Bad Wörishofen und seinem Trainer Boris Zahumensky. Wie der Verein erst jetzt mitteilte, übernahm bereits Anfang vergangener Woche EVW-Stürmer Frank Kozlovsky das Traineramt. Er ist ausgebildeter Trainer und durfte gleich in seinem ersten Spiel einen Heimsieg feiern. Auch der ESV Türkheim durfte jubeln: In der Bezirksliga gelang dem ESVT ein wichtiger Sieg in Oberstdorf.

Landesliga „Der EV Bad Wörishofen und Trainer Boris Zahumensky trennen sich im gegenseitigen Einvernehmen.“ – So steht es seit Sonntagmittag auf der Facebook-Seite des EV Bad Wörishofen. Gleichzeitig wird bekannt gegeben, dass Stürmer Frank Kozlovsky seit Anfang vergangener Woche das Training leitet. Er genieße „das vollste Vertrauen der Mannschaft und der Vorstandschaft“.

Zahumensky sollte den EV Bad Wörishofen sportlich stabilisieren

Zahumensky war erst im vergangenen Sommer zum EV Bad Wörishofen gestoßen und hatte damals die Nachfolge des glücklosen Andreas Nuffer angetreten. Zusammen mit den anschließend verpflichteten slowakischen Landsmännern Lubomir Vaskovic und Patrik Janac sollte Zahumensky den Neuaufbau der sportlich eigentlich abgestiegenen Wölfe angehen.

EV Bad Wörishofen setzt auf slowakische Hilfe

Das gelang durchaus. Zwar spielen die Wölfe in der Abstiegsrunde, dürften hier aber in diesem Jahr nichts mit den Abstiegsspielen zu tun haben. „Von sportlicher Seite her waren wir mit seiner Arbeit einverstanden“, sagt EVW-Vorsitzender Marcus Schmidt auf Nachfrage. „Die Trennung war einvernehmlich und hatte andere, private Gründe“, sagt er. Zahumensky selbst war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

In Bad Wörishofen ist das Wölfe-Rudel bereit

Derweil durfte Kozlovsky seinen ersten Sieg als Cheftrainer bereits am Freitagabend im Heimspiel gegen den SC Forst bejubeln. Mit 7:4 (3:2, 2:1, 2:1) bezwangen die Wölfe die Nature Boyz. Gleich in der ersten Minute traf Franz Schmidt zur Wörishofer Führung. In der Folge entwickelte sich ein intensives erstes Drittel, in dem die Führung noch zweimal wechseln sollte. Zunächst traf der SC Forst doppelt zur 2:1-Führung, dann glich Maxim Wilaschek für den EVW aus, ehe Franz Schmidt in der Schlussminute des ersten Drittels zum 3:2 traf.

Im zweiten Drittel erhöhte Wilaschek auf 4:2. Den Anschlusstreffer von Forst beantwortete Schmidt mit dem 5:3. Und als Lubomir Vaskovic gleich zu Beginn des Schlussdrittels auf 6:3 erhöhte, waren die Wölfe auf der Siegerstraße. Eine Minute vor Schluss kam Forst zwar noch zum 6:4, doch Franz Schmidt mit seinem vierten Treffer an diesem Tag sorgte für den 7:4-Endstand.

Der ESV Türkheim siegt in Oberstdorf

Bezirksliga Ohne Felix Furtner, Joel Sirch, Moritz Lerchner und Dominik Hiemer reiste des ESV Türkheim nach Oberstdorf. So ließ Trainer Michael Fischer mit drei Reihen spielen. Die Anfangsphase gehörte den Hausherren, die unter anderem einmal an der Latte scheiterten. Weil auch die Türkheimer noch keinen Torerfolg feiern konnten, ging es mit dem 0:0 in die erste Drittelpause. Umso schneller klingelte es im zweiten Durchgang: Trotz Unterzahl gingen die Oberstdorfer durch Denis Adebahr in Führung. In der Folge wurde das Spiel härter – und war gespickt von vielen nicht regelkonformen Aktionen. Dennoch kam Türkheim durch einen schon herausgespielten Angriff in Führung. Darius Sirch beendete die Passstafette mit dem 1:1.

Das Schlussdrittel wurde sehr intensiv weitergeführt, diesmal sollte der ESV Türkheim das erste Tor erzielen. In der 47. Minute schickte Andreas Pross mit einem gelungenen Pass aus dem eigenen Drittel Maximilian Döring auf die Reise. Der zog mit einem scharfen Schuss ab und der Puck ging aus der Fanghand des Goalies in die Maschen zur 2:1-Führung für Türkheim.

Eine Auszeit beruhigt das Spiel

In den folgenden Minuten musste zunächst Wagner auf Oberstdorfer Seite verletzt vom Eis, dann ging bei Maximilian Sams nach einem Check von hinten nichts mehr. Nachdem der Druck der Hausherren immer mehr zunahm, schwor ESVT-Coach Michael Fischer in der 55. Minute seine Mannschaft in einer Auszeit auf die Schlussphase ein. Das half, Türkheim agierte jetzt sehr diszipliniert und geschickt und ließ nichts mehr zu. Mit drei Punkten im Gepäck und drei angeschlagenen Spielern trat der ESVT die Heimreise an. Trainer Fischer war zufrieden: „Wir haben uns einen großen Kampf gegen starke Oberstdorfer geliefert und wurden dafür endlich wieder belohnt. Die Jungs haben jeden Schuss geblockt, gekämpft, intelligent und geduldig agiert. Ein großes Kompliment an mein Team.“

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