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Fußball

09.11.2019

Das Fernduell um die Kreisliga-Spitze fällt aus

„Es ist schön da oben.“Die Kreisliga Mitte steht aktuell im Zeichen des TSV Kammlach um Patrick Funk (links) und des TSV Mindelheim (rechts: Christian Beigl).
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„Es ist schön da oben.“Die Kreisliga Mitte steht aktuell im Zeichen des TSV Kammlach um Patrick Funk (links) und des TSV Mindelheim (rechts: Christian Beigl).
Bild: Andreas Lenuweit

Plus Mit dem TSV Kammlach und dem TSV Mindelheim stehen zwei heimische Teams in der Kreisliga Mitte ganz vorn. Am Sonntag ist jedoch nur einer der beiden Klubs im Einsatz.

An diesen Anblick könnte man sich gewöhnen: In der Kreisliga Mitte stehen mit dem TSV Kammlach und dem TSV Mindelheim gleich zwei Mannschaften aus dem Altlandkreis Mindelheim auf den Plätzen eins und zwei. Eine Konstellation, die es seit Jahren nicht mehr gab. In den Ligen darunter startet die Rückrunde.

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Kreisliga Mitte 30 Punkte haben der TSV Kammlach und der TSV Mindelheim nach 15 Spielen auf dem Konto. Dritter im Bunde der punktgleichen Topteams ist die DJK Ost-Memmingen – und die wäre am Sonntag Gastgeber für den TSV Mindelheim gewesen.

Spiel zwischen Ost-Memmingen und Mindelheim abgesagt

Wie gesagt: wäre. Denn gestern Nachmittag entschied das Sportamt in Memmingen, dass aufgrund der zu erwartenden Wetterlage sämtliche städtischen Sportplätze mit Ausnahme der Arena und des Platzes in Steinheim am Wochenende für den Spielbetrieb gesperrt sind.

Das Fernduell um die Kreisliga-Spitze fällt aus

Damit hat der TSV Mindelheim ein freies Wochenende. „Ich werde den Spielern pünktlich zum Bayern-Spiel am Abend dann freigeben“, scherzte TSV-Trainer Benedikt Deigendesch, nachdem er gestern von dieser Entscheidung erfahren hatte. Die Mindelheimer wären mit breiter Brust nach Memmingen gefahren, dank des 4:1-Hinspiel-Sieges und des aktuellen Laufs von drei „Zu-Null-Siegen“ in Folge. Dass seine Mannschaft nun mit Kammlach und Ost-Memmingen zumindest bis Sonntag an der Tabellenspitze steht, sei für Deigendesch jedoch erst einmal nur eine Momentaufnahme.

Der TSV Kammlach will den Platz an der Sonne natürlich verteidigen. Am Sonntag kommt der SVO Germaringen nach Kammlach. „Es ist schon schön da oben“, sagt Trainer Manuel Neß und lacht. Eine Prognose für das Spiel gegen Germaringen falle ihm aber schwer: „Gegen Germaringen ist es immer tagesformabhängig. Da kann am Sonntag jeder gewinnen“, so Neß. Er will bis zur Winterpause ungeschlagen bleiben, muss aber wohl in den noch ausstehenden drei Spielen auf seinen Torjäger Reinhold Haar verzichten. Der laboriert an einem Innenbandanriss. „Er soll sich vollständig auskurieren“, sagt Neß.

Ein wichtiges Spiel hat auch der SV Oberegg vor der Brust. Gewinnt der Tabellenzehnte gegen den FC Blonhofen (12.), dann wären es mindestens sieben Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz – für einen Aufsteiger ist dies aller Ehren wert.

Kreisklasse Allgäu 1 Den Negativlauf hat der FSV Dirlewang durch den 2:1-Erfolg vergangene Woche gegen den TSV Ottobeuren 2 beendet. Nun soll gegen den SSV Markt Rettenbach am Sonntag der nächste Dreier her, um den Relegationsplatz endlich verlassen zu können.

Noch schlechter stehen der SV Bedernau und der FC Loppenhausen da. Während Bedernau mit einem 5:3-Sieg gegen den SV Lachen seine Sieglos-Serie von fünf Spielen beendete, wartet der FC Loppenhausen seit nunmehr acht Spielen auf einen Erfolg. Sollte dieser nun auch gegen den SV Lachen ausbleiben, dann droht das Überwintern auf dem letzten Platz. Seit sieben Spielen ungeschlagen ist dagegen der SV Schöneberg. Und das bleibt vorerst so. Denn die Partie am Sonntag beim Tabellenzweiten, dem SV Dickenreishausen, wurde gestern abgesagt.

In Kirchheim steigt das Spitzenspiel

Kreisklasse Allgäu 2 Zum Start der Rückrunde in die Kreisklasse Allgäu 2 kommt es in Kirchheim zum Topspiel: Der Tabellenführer aus dem Fuggermarkt empfängt den FC Buchloe (3.). Von den Buchloern hatten die Kirchheimer die Tabellenführung vor drei Spieltagen übernommen und seitdem den Vorsprung ausgebaut. Fünf Punkte liegen nun zwischen beiden Mannschaften – und doch ist die Mannschaft von Trainer Karl Kögel gewarnt.

Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften torreich 4:4 unentschieden. „Das Spiel war genauso, wie es das Ergebnis aussagt“, meint Karl Kögel. „Ich als Trainer freue mich natürlich weniger über vier Gegentore.“ Und doch ist dieses Ergebnis Ausdruck dessen, was sich in Kirchheim entwickelt: Die junge Mannschaft spielt unter Kögel einen attraktiven, mitreißenden und mitunter torreichen Fußball. „Wir spielen befreit auf und stehen auch am Sonntag nicht unter Druck“, versichert Kögel. „Wir gucken auf uns und wollen einfach so weiterspielen, wie in der Vorrunde.“ Trotz einiger verletzungsbedingter Ausfälle. So fehlen Manuel Mayer, Michael Wieser und Max Ziegler-Freisinger.

Beim FC Buchloe sah bis Oktober alles nach dem Wiederaufstieg in die Kreisliga aus. Sechs Siege und zwei Unentschieden sammelte die Mannschaft von Trainer Thomas Göttle in dieser Zeit und führte die Tabelle an. Dann folgte ein 1:3 gegen Pforzen – und die Tabellenführung war dahin. Mittlerweile ist der Abstand auf den TSV Kirchheim gar auf fünf Punkte angewachsen. Eine Niederlage würde die Buchloer Aufstiegsambitionen empfindlich stören. Nach einigen Ausfällen zuletzt hat FCB-Trainer Göttle personell wieder mehr Alternativen. So kehrt etwa Michael Drexl nach seiner Rotsperre wieder zurück.

Das Derby des Tages steigt in Türkheim: Das Hinspiel endete mit einem überraschend hohen 4:1-Sieg für den SVS Türkheim. Entsprechend hat die SG Amberg/Wiedergeltingen am Sonntag im Derby einiges gutzumachen. Zudem könnte die Mannschaft mit einem Sieg zum SVS Türkheim nach Punkten aufschließen und würde sich damit im vorderen Tabellendrittel wiederfinden.

Einen herben Dämpfer hat der SV Mattsies am vorvergangenen Wochenende hinnehmen müssen. Ausgerechnet gegen Schlusslicht TV Waal kassierten die Mattsieser nach zuvor fünf Spielen ohne Niederlage wieder eine Pleite. Dass dies ein Ausrutscher war, bewiesen die Mattsieser zuletzt, als sie dem FC Buchloe ein 2:2-Unentschieden abtrotzten. Am Sonntag kommt nun Aufsteiger SC Eppishausen (12.) an den Wartberg. Für Mattsies ist es die Gelegenheit, sich von der Abstiegszone etwas abzusetzen.

Der SV Schlingen will den SV Oberrieden erstmals schlagen

A-Klasse Allgäu 2 Zweiter gegen Erster, SV Schlingen gegen SV Oberrieden. Auch wenn das Ergebnis dieses Topspiels am Sonntag nichts an der Tabellensituation ändern wird – Brisanz steckt dennoch in der Partie. Bleibt der SV Oberrieden weiter ungeschlagen? Oder kann sich der SV Schlingen für die 0:3-Niederlage am ersten Spieltag revanchieren und den Punkteabstand verringern? „Es wird jetzt schon langsam mal Zeit, dass sie ein Spiel verlieren“, sagt Yücel Güler, Trainer des SV Schlingen. Vielleicht ja schon am Sonntag. „Oberrieden ist eine starke Mannschaft, die zurecht ganz oben steht. Aber sie hat auch schon Punkte liegen gelassen.“

Gülers Mannschaft ist seit neun Spielen ungeschlagen. „Wir haben und peu à peu in die Saison reingearbeitet und stehen nun da, wo wir hingehören“, sagt Güler selbstbewusst. Allerdings: Bei einer Niederlage droht dem SV Schlingen das Abrutschen auf Rang vier, da die Verfolger ein vermeintlich leichtes Programm haben: So tritt der SC Unterrieden (3.) gegen den Tabellenvorletzten aus Frechenrieden an, während die SG Kirchdorf/Rammingen (4.) bei Türkiyemspor Mindelheim 2 zu Gast ist.

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