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Schießen

12.06.2019

Der Schützenverein Westernach feiert sein Jubiläum

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Der Schützenverein Westernach feiert heuer seinen 125. Geburtstag. Die aktiven Mitglieder planen dabei schon seit gut einem Jahr das Festwochenende. Das soll nun den familiären Akzent des Vereins unterstreichen.
Bild: Archiv SV Westernach

Die Westernacher Schützen feiern ihren 125. Geburtstag. Nicht mit einem Gauschießen, dafür aber mit einem familienfreundlichen Festwochenende.

Wer einen wesentlichen Teil der 125-jährigen Geschichte des Schützenvereins Westernach auf einen Blick erhaschen möchte, sollte sich die Schützenscheibe zum 120-jährigen Geburtstag ansehen. Dort abgebildet sind der Reihe nach die bisherigen Schießstätten der Westernacher Schützen: Die Wirtshäuser Löwen und Tannenbaum ebenso wie die ehemalige Schule und das aktuelle Vereinsheim, das seit 1999 die Schützen beheimatet.

Gegründet wurde der Schützenverein im März 1894 von 14 Männern, darunter auch Pfarrer Johann März, als „Zimmerstutzen-Schützenverein“. Seitdem haben sich nicht nur der Name und die Schießstätte geändert. Der Schützenverein Westernach ist stets mit der Zeit gegangen. Man wusste, dass man als kleiner Verein nicht die größten Sprünge machen konnte. Dennoch richtete der SV Westernach in seiner Geschichte zwei Gauschießen aus: 1954 zum 60. Geburtstag samt Fahnenweihe.

Der Festzug war wichtiger als das WM-Finale

Heute wohl unvorstellbar: Parallel zum legendären WM-Finale in Bern fand der Festumzug mit mehreren Tausend Besuchern statt. „Ein unbeschreiblicher Jubel brach aus, als Musikleiter Hebel durch den Lautsprecher verkündete, die deutsche Fußballmannschaft hat in Bern die Weltmeisterschaft errungen“, heißt es in der Vereinschronik.

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Zum zweiten und bislang letzten Mal wurde 1963 ein Gauschießen ausgetragen, als man zur Vorbereitung für das Fest ganze vier Wochen Zeit hatte. „Das ginge heute nicht mehr“, sagt Rainer Lutz. Er ist stellvertretender Vorsitzender des Vereins und ist in die Vereinsgeschichte eingegangen als erster Schütze, der 100 Ringe geschossen hat. „Für das 125-Jährige stecken wir seit gut einem Jahr in Vorbereitungen“, sagt Lutz und präsentiert zum Beweis einen mehrmals gefalteten Plan der Festhalle. Jede Kleinigkeit, von Parkplätzen über Länge der Küchentheke bis hin zu den Wasseranschlüssen sind darauf dokumentiert und mussten genehmigt werden.

Ein Gauschießen hätte den Rahmen gesprengt

„Ein Gauschießen hätte den Rahmen unseres Vereins gesprengt“, sagt Tobias Keppeler. Der 34-Jährige ist 2. Schriftführer im Verein und rechnet vor: „Am Festwochenende sind rund 180 Helfer im Einsatz.“ Der Schützenverein selbst hat nur 135 Mitglieder, sprich: Auch Nicht-Mitglieder helfen mit. „Westernach hilft und feiert zusammen“, sagt Keppeler. Für ein Gauschießen aber hätte man über mehrere Wochen zahlreiche Helfer gebraucht. Das wollte man keinem Vereinsmitglied zumuten.

So wird das Festwochenende in der Festhalle (zwischen Westernach und Unterauerbach gelegen) eher ein kleines Volksfest: Am Freitag, 14. Juni, spielen die Bätscher Buam zum Auftakt des Wochenendes, am Samstag, 15. Juni, steht die Gruppe Notausgang auf der Bühne. Familiär wird es am Sonntag, 16. Juni, wenn das feierliche Protokoll samt Kirchenzug, Festgottesdienst und der Einlage der Böllerschützen aus Nassenbeuren beendet ist. Dann kommen Jung und Alt beim Familiennachmittag mit Schiffschaukel, Karussell und Kinderschminken auf ihre Kosten.

Die Jubiläumsscheibe hat einen besonderen Durchmesser

Außerdem wird dann auch noch der Sieger der Jubiläumsscheibe bekannt gegeben. Diese hat, passend zum Jubiläum, einen Durchmesser von 1,25 Meter und ist „die größte Scheibe, die wir je hatten“, so Rainer Lutz. Einen Platz, um sie aufhängen zu können, haben die Westernacher in ihrem Vereinsheim schon gefunden: Im Treppenhaus soll sie nach den Feierlichkeiten hängen.

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