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Fußball

23.01.2021

Einige Unterallgäuer Vereine wechseln im Sommer ihre Trainer

Manuel Neß packt im Sommer seine Koffer und verlässt den TSV Kammlach als Trainer. In seiner Amtszeit entwickelte sich der TSV Kammlach zu einem ambitionierten und spielstarken Kreisligisten, der immer noch die Chance auf den Aufstieg in die Bezirksliga hat.
Foto: Robert Prestele

Plus In der Winterpause stellen einige Vereine bereits die Weichen für die neue Saison und werden ihre Trainerstühle neu besetzen. Einer gehört dabei einem echten Erfolgscoach.

Die Winterpause ist gemeinhin die Zeit, in der sich Fußballvereine Gedanken über die neue Spielzeit machen. Welche Ziele wollen wir erreichen? Gibt es Spieler, die der Mannschaft weiterhelfen? Ist der Trainer noch der Richtige? Eine frühe Planung ist auch im Amateurbereich unerlässlich. Wenn dann eine Winterpause aufgrund einer Virus-Pandemie noch zusätzlich verlängert wird, bleibt noch mehr Zeit, um nachzudenken. In einigen Vereinen aus der Region tut sich etwas.

So wird der Kreisligist TSV Kammlach zur neuen Spielzeit (mutmaßlich im Sommer) einen neuen Trainer präsentieren. Manuel Neß, der seit der Saison 2016/17 die Mannschaft seines Heimatvereins trainiert, hört zum Saisonende auf. Der 39-jährige Lehrer, der in München arbeitet, hat vor einiger Zeit die Landwirtschaft seiner Eltern übernommen. Außerdem trainiert er noch die D-Jugend des Vereins und ist Trainer am DFB-Stützpunkt in Mindelheim. „Es wurde irgendwann zuviel“, sagt der Familienvater. So habe er den Entschluss gefasst, den TSV Kammlach nach fünf erfolgreichen Jahren – unter anderem klopfte man 2018 an die Tür zur Bezirksliga – am Saisonende zu verlassen.

Kammlach holt einen Trainer aus der A-Klasse

Sein Nachfolger steht bereits fest: Roland Zellhuber (37) kommt vom A-Klassisten SV Breitenbrunn. „Ich hatte ein paar Angebote, aber als Kammlach anfragte, musste ich nicht lange überlegen“, sagt Zellhuber und spart nicht mit Komplimenten: „Kammlach ist sportlich die vielleicht interessanteste Möglichkeit in unserer Region.“ Eine junge, spielstarke und verschworene Mannschaft, die in der höchsten Liga des Allgäus spielt – für Zellhuber eine große Chance. Die könnte sogar noch größer werden, nämlich dann, wenn Manuel Neß seine Mannschaft in die Bezirksliga führt. „Ich würde auch die Bezirksliga machen. Natürlich wäre die Aufgabe dann noch schwieriger. Aber ich habe vor nichts Angst“, sagt Zellhuber selbstbewusst.

Roland Zellhuber tritt zur neuen Saison die Nachfolge von Manuel Neß in Kammlach an.
Foto: Andreas Lenuweit

Der 37-Jährige hat zuletzt drei Jahre beim A-Klassisten SV Breitenbrunn seine ersten Trainerschritte gemacht. „Das war mein Plan von Anfang an: Erst einmal niedrig anfangen und lernen. Dafür war Breitenbrunn optimal. Ich bin dem Verein dankbar für die Chance. Es war hervorragend: toller Verein, super Sportgelände, starke Typen. Ich war mit allem sehr zufrieden.“

Der so gelobte SV Breitenbrunn ist derweil noch auf der Suche nach einem Nachfolger, wie Abteilungsleiter Raphael Rogg bestätigt.

Oliver Rödl verlässt den SV Tussenhausen

Auch bei einem anderen A-Klassisten tut sich in der Trainerfrage etwas. So wird Oliver Rödl den SV Tussenhausen nach nur einer Spielzeit wieder verlassen. Der 31-jährige Spielertrainer war 2019 gekommen, will sich nach der Saison aber umorientieren. „Ich habe nicht mehr allzu viele Möglichkeiten, um als Spielertrainer zu arbeiten“, sagt Rödl. Angebote habe er schon einige, eine Entscheidung, wo es ihn hinzieht, sei jedoch noch nicht gefallen.

Oliver Rödl verlässt den SV Tussenhausen und sucht eine neue Herausforderung.

Schon länger klar ist, dass der FC 98 Auerbach/Stetten einen neuen Trainer bekommt. Bereits vor knapp einem Jahr hat Spielertrainer Hermann Herz bekannt gegeben, sein Amt nach der Saison zur Verfügung zu stellen. Daraufhin suchte der FC 98 und wurde fündig: Werner Habigt, der im Herbst 2019 den TV Sontheim verließ, sollte der neue Mann an der Seitenlinie werden und Herz nach der Saison beerben.

Seit Dezember hat der FC 98 Auerbach/Stetten einen neuen Coach

Die zog sich jedoch bekanntermaßen hin und so entschieden Herz, Habigt und Verein, den Trainerwechsel im Dezember zu vollziehen. „Ich hatte auch Anfragen aus dem Württembergischen. Aber der Vorteil hier ist, dass der FC 98 Auerbach/Stetten praktisch nebenan ist“, sagt Habigt, der in Sontheim wohnt. Dort hatte er auch seine letzte Trainerstation. „Im Heimatort ist es immer schwierig. Manchmal läuft es halt nicht.“ Deshalb habe er September 2019 dort aufgehört.

Werner Habigt ist der neue Trainer beim FC 98 Auerbach/Stetten.
Foto: Erich Wörishofer

„Aber ohne Fußball geht es bei mir halt doch nicht“, sagt er und freut sich auf die Aufgabe beim A-Klassisten. „Es sind lauter nette Leute dort, es passt alles. Jetzt habe ich noch fünf, sechs Spiele Zeit, die Mannschaft kennenzulernen. Im Sommer geht es dann richtig los. Ich freue mich auf die Arbeit mit jungen Spielern, denen ich etwas mitgeben kann.“

Noch relativ neu im Amt sind zwei Trainer, die ihre ersten Spiele im neuen Klub noch kurz vor dem zweiten Lockdown erlebten: Patrick Böck (SC Eppishausen, Kreisklasse Allgäu 2) und Jürgen Streit (FC Loppenhausen, Kreisklasse Allgäu 1) saßen beide je vier Mal auf der Bank. Beim TSV Markt Wald übernahm Thomas Andexinger (54) den Posten von Sahin Kara, der im Oktober sein Amt zur Verfügung gestellt hatte. Andexinger stand bislang bei zwei Partien an der Seitenlinie – und ist noch ungeschlagen.

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