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Fußball

13.09.2020

FC Memmingen: Wer darf zu Spielen ins Stadion?

1000 Zuschauer kamen in dieser Saison bislang im Schnitt zu Heimspielen des FC Memmingen. Nun sind nur noch 400 in der Arena zugelassen.
Bild: Kurt Kraus

Plus 400 Zuschauer dürfen ab 19. September wieder Fußballspielen im Amateurbereich beiwohnen. Beim FC Memmingen sehen im Schnitt 1000 zu. Wie der Regionalligist dies händeln will.

Mit der Freigabe des Wettkampfbetriebes für Mannschaftssportarten ab 19. September mit Zuschauerbegrenzung machen sich die Vereine an die Umsetzung. Auch der FC Memmingen hat sich an seine Hausaufgaben gemacht. Zwar steht der Spielbetrieb der Regionalliga-Mannschaft im Vordergrund, aber auch die 13 Nachwuchsteams ab der U21 abwärts müssen organisiert werden.

Rein sportlich kann das bestehende Hygienekonzept für den Trainingsspielbetrieb vermutlich im Prinzip auf den Wettkampfbetrieb übertragen werden. Dazu will der Bayerische Fußballverband (BFV) noch Näheres vorlegen. Für die Zuschauer bei den Regionalliga-Spielen braucht es jedenfalls ein eigenes Konzept. Zwar hat die bayerische Staatsregierung den Spielbetrieb freigegeben, allerdings gleich mit der Maßgabe, dass es vom örtlichen Infektionsgeschehen und den Vorgaben der kommunalen Gesundheitsbehörden abhängig sei. Aktuell ist in Memmingen der Corona-Warnwert überschritten, ohne dass es bislang – im Gegensatz beispielsweise zu Landshut – Einschränkungen zur Folge hat.

Schritt für Schritt wollen die Verantwortlichen des FC Memmingen in den nächsten Tagen rational eine Vielzahl von Punkten abarbeiten, teilt der Vorsitzende Armin Buchmann mit. Zu allererst ist die Stadt Memmingen als Stadioneigner gefordert: Der FCM wartet auf eine Genehmigung und einen genauen Zuschauer-Belegungsplan für die Arena. Und hier beginnen schon die Probleme: Grob überschlagen springen mit den geltenden Abstandsregeln wohl nicht mehr als um die 170 Sitzplätze auf der eigentlich 990 Besucher fassenden Tribüne heraus.

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Auch die Gesamtbeschränkung auf 400 Fans ist eine Herausforderung. Allein die Zahl der VIP- und Dauerkarten beim FCM ist deutlich höher. Es tun sich viele Fragen auf, die gelöst werden müssen: Wer darf rein, wer muss draußen bleiben? Der bisherige Schnitt liegt bei knapp 1000 Zuschauern.

Reservierung, Bewirtung, Datenerfassung - großer Aufwand ist programmiert

Wie kann ein Reservierungssystem für die möglicherweise 400 zugelassenen Zuschauer kostengünstig und sinnvoll umgesetzt werden? Wie können die Stadionbewirtung und das VIP-Catering aussehen und räumlich organisiert werden? Zudem müssen bei allen Heimspielen die Daten aller Anwesenden erfasst werden. Es wird nur mit großem personellen Mehraufwand in der Organisation gehen, ohne dass es vermutlich Einnahmen durch Tagesgäste geben wird. Der FC Memmingen hat diesen Fall für sich aber schon bereits durchgerechnet, genauso wie ein Worst-Case-Szenario mit komplettem Zuschauerausschluss.

Die FCM-Verantwortlichen hoffen, schnell alle erforderlichen Informationen zu bekommen und werden alle Anforderungen Stück für Stück abarbeiten. Der Spielplan lässt zumindest gegenüber den Konkurrenten etwas mehr Luft für die Planung, denn für die erste und zweite Mannschaft geht es erst am 26. September los. Die Woche zuvor ist spielfrei.

Die Regionalliga startet mit einem Liga-Pokal-Spiel

Begonnen wird in der Regionalliga mit den ersten Begegnungen im neuen Liga-Pokal. Anschließend soll der erste Teil der noch ausstehenden Punktspiele der Saison 2019/2020 abgewickelt werden. Der Rest ist für Frühjahr 2021 geplant.

Im sportlichen Lager hebt sich natürlich die Stimmung, dass fast sieben Monate nach dem letzten und einzigen Punktspiel in diesem Jahr der Ball wieder rollt. „Es wird spannend, hoffentlich mit einem Happy-End für uns mit dem sportlichen Regionalliga-Erhalt“, hofft Buchmann. (ass)

Mehr zum Fußball in der Region lesen Sie hier:

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