Fußball

09.09.2019

Oberriedens perfekter Start

„Daheim läuft es bei uns zurzeit. Ich hoffe, dass wir auch gegen Fellheim vorlegen können.“Spielertrainer Florian Huber (rechts) kann mit dem Saisonstart des SV Oberrieden sehr zufrieden sein. „Mich beeindruckt, dass auch in der A-Klasse eine Menge richtig guter Fußballer unterwegs sind.“
Bild: Andreas Lenuweit

Der SV Oberrieden hat nach vier Spielen immer noch keinen Punkt abgegeben. Neu-Trainer Florian Huber freut’s, sagt aber auch: „Die schweren Brocken kommen noch“.

Gut, dass am kommenden Wochenende wieder ein Heimspiel für den TSV Mindelheim ansteht (gegen den ASV Fellheim). Denn im Julius-Strohmayer-Stadion fühlt sich der Fußball-Kreisligist in dieser Saison offensichtlich wohler, als auf fremden Plätzen.

So gewannen die Mindelheimer in der Vorwoche ihr Heimspiel gegen den damaligen Spitzenreiter, die DJK Ost-Memmingen mit 4:1. Am Sonntag nun ging es wieder gegen einen Tabellenführer, diesmal aber eben auswärts. Und in Ungerhausen klappte es mit dem Toreschießen nicht, sodass am Ende eine 0:4-Niederlage zu Buche stand. „Wir waren im Abschluss zu schwach“, sagt Trainer Benedikt Deigendesch. „Ungerhausen hat verdient gewonnen, weil es zielstrebiger gespielt hat.“ Knackpunkt sei der Platzverweis und der Strafstoß nach der Halbzeit gewesen. „Danach haben wir zu zehnt versucht, wieder heranzukommen. Dann läufst du halt in Konter. Aber das macht das Kraut dann auch nicht mehr fett.“ Deigendesch ist nun jedenfalls froh, dass es mit einem Heimspiel wieder weitergeht. „Da läuft es bei uns zurzeit. Ich hoffe, dass wir auch gegen Fellheim vorlegen können.“

Der TSV Kammlach muss am Dienstagabend ran

Wieder nachsitzen muss der TSV Kammlach. Zum zweiten Mal binnen einer Woche müssen die Kammlacher in der Kreisliga Mitte am Dienstagabend ran. Diesmal geht es nach Woringen, Anstoß ist um 18.30 Uhr. Die Hochzeit von Kammlachs Nummer zwei im Tor, Max Rolf, war der Grund für die Spielverlegung. Auf Rolf wird es am Dienstag nun auch ankommen, denn er wird in Woringen zwischen den Pfosten stehen. Stammkeeper Florian Hofmann sitzt nämlich seine Rot-Sperre ab.

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Er flog in Mauerstetten wegen eines Handspiels außerhalb des Strafraums vom Platz, das der Schiedsrichter als Verhinderung einer klaren Torchance gewertet hat. Doch Rolf ist nicht der einzige Rotsünder, auch Manuel Funk flog vom Platz. „Der Platzverweis von Florian Hofmann ist vertretbar, die Rote Karte gegen Manuel Funk dagegen war nie und nimmer eine“, sagt Kammlachs Trainer Manuel Neß. Gleichwohl muss Neß nun umbauen. Denn neben den beiden Rotsündern fehlt auch Patrick Funk aus beruflichen Gründen. „Unser Kader ist durch die zwei Roten Karten schon recht dünn“, sagt TSV-Trainer Manuel Neß. Trotzdem ist der TSV Kammlach gegen den Tabellen-13. auf dem Papier Favorit. „Das ist so, allerdings werden wir Woringen nicht unterschätzen.

Die haben in der Offensive mit Diallo, Mayeb und Tobler drei Spieler, die ein Spiel alleine entscheiden können“, sagt Neß. Vor allem vor Aboubacar Diallo hat er Respekt: „Der könnte auch in der Bayernliga spielen.“ Gegen die schnellen Stürmer der Woringer dürfe sein Team keine Fehler im Aufbauspiel machen. Mit einem Sieg in Woringen ginge es für den TSV Kammlach wieder weiter nach oben: Rang zwei lockt.

Vier Spiele, vier Siege - so lautet die Bilanz des SV Oberrieden

Noch einen Tick besser steht der SV Oberrieden da. Der A-Klassist hat den perfekten Saisonstart hingelegt. Unter dem neuen Spielertrainer Florian Huber (kam vom Landesligisten SV Egg) verzeichnet der SV Oberrieden nach vier Spielen noch keinen Punktverlust und ein Torverhältnis von 18:2. „Ich habe die Mannschaft in der vergangenen Saison ein paar Mal gesehen und wusste schon, dass da was Gutes dabei rauskommen kann“, sagt Huber. „Aber dass es gleich so gut läuft, ist natürlich super.“ Am Sonntag war seine Mannschaft im VG-Duell vom Kellerkind SV Salgen/Bronnen gefordert.

Die Ausgangslage war angesichts des Tabellenstandes klar: Oberrieden war klarer Favorit. Entsprechend agierte der SVO in der ersten Halbzeit konzentriert und konsequent und stellte durch zwei frühe Tore die Weichen auf Sieg. Doch ein Schützenfest wie vor zwei Wochen beim 9:0-Sieg gegen Türkiyemspor Mindelheim wurde es nicht. „Was mich wirklich beeindruckt ist, dass auch in der A-Klasse richtig gute Fußballer unterwegs sind. Jede Mannschaft hat so ihre zwei, drei starke Einzelspieler“, sagt Huber.

Der SV Oberrieden hat den Schwung aus der Vorbereitung in die Saison voll und ganz mitgenommen. Unter anderem hatten die Oberrieder im Sommer das prestigeträchtige VG-Turnier in Pfaffenhausen gewonnen. „Den Erfolg hat man der Mannschaft schon angemerkt, der hat ihr gut getan. Damit haben die Spieler richtig Selbstvertrauen getankt“, sagt Huber. Und das merkte man in den ersten Saisonspielen.

Die schweren Brocken kommen erst noch

Allerdings ist sich der 30 Jahre alte Abwehrspieler auch im Klaren darüber, dass die richtig schweren Brocken erst noch kommen werden. Kommendes Wochenende etwa, wenn es zum TSV Pfaffenhausen geht. „Die sind auch gut gestartet aber haben jetzt verloren. Die haben was gutzumachen“, warnt Huber. Wieder ein VG-Derby, allerdings dann gegen einen Gegner, der in der vorderen Tabellenregion zu finden ist.

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