Leichtathletik

04.07.2019

Schneller und weiter

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Leonie Bartsch gewann im Weitsprung den Allgäuer Titel.
Bild: Hepke

Erstmals stellt der TV Türkheim eine Frauenstaffel über 4x400 Meter – und wird prompt Schwäbischer Meister. Eine Sportlerin dieses Quartetts lässt einen weiteren Titel folgen

Höher, schneller, weiter – das inoffizielle Motto des olympischen Sports gilt vor allem für die Leichtathleten. Und hierbei machte zuletzt der TV Türkheim von sich reden. Schneller als die schwäbische Konkurrenz war etwa die 4 x 400-Meter-Staffel. Und weiter als alle anderen Allgäuer Athletinnen sprang Leonie Bartsch.

Zum ersten Mal in der langen Geschichte der Leichtathletik-Abteilung des TV Türkheim war eine 4 x 400-Meter-Staffel bei den schwäbischen Meisterschaften in Augsburg am Start. In einem gemischten Rennen zeigten Sophie Muthmann, Leonie Bartsch, Jasmin Weiß und Irina Gorr eine geschlossene Mannschaftsleistung und wurden für ihren Einsatz belohnt. In 4:36,19 Minuten gewannen sie den Titel bei den Frauen.

Mit diesem Erfolg im Rücken ging es dann zu den Allgäuer Einzel-Meisterschaften nach Marktoberdorf. Auch in der Hitzeschlacht von Marktoberdorf zeigten sich die Athleten des TV Türkheim gut aufgelegt und mauserten sich zu richtigen Medaillen-Sammlern.

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Allen voran Irina Gorr, die gleich zwei Goldmedaillen mit nach Hause nehmen konnte. Zum Auftakt ging Gorr über die 100 Meter bei den Frauen an den Start. In 12,83 Sekunden gewann sie nicht nur ihren Lauf, sondern war damit auch insgesamt die schnellste Frau an diesem Tag. Das gleiche Kunststück gelang Gorr dann auch über die 400 Meter. Hier wurde sie ihrer Favoriten-Rolle gerecht und gewann in 57,83 Sekunden mit großem Vorsprung den Allgäuer Meistertitel. Mit dieser tollen Zeit rangiert Gorr aktuell unter den Top Ten in Bayern und könnte bei der bayerischen Meisterschaft um eine Medaille mitkämpfen.

Ebenfalls über zwei Medaillen freute sich Leonie Bartsch bei den Frauen. Gold gab es für die Athletin, die selbst auch schon als Trainerin in der Kinderleichtathletik tätig ist, im Weitsprung (4,86 Meter) mit deutlichem Vorsprung. Ganz knapp wurde es dann allerdings im Sprint über die 200 Meter. In 28,12 Sekunden erkämpfte sich Bartsch mit zwei Hundertstelsekunden Vorsprung den zweiten Platz.

Bei den Männern testete Matthias Weidinger seine Form und wurde am Ende mit drei Mal Bronze dekoriert. 27, 53 Sekunden über die 200 Meter, 5,33 Meter im Weitsprung und 32,79 Meter im Speerwurf bedeuteten jeweils Platz drei für Weidinger, der sich momentan in der Vorbereitung für die bayerischen Fünfkampf-Meisterschaften der Senioren befindet. In seinem ersten Rennen über die 400 Meter musste Yannick Unglert den heißen Temperaturen Tribut zollen. 60,49 Sekunden spiegelten nicht Unglerts Leistungsfähigkeit wider, reichten aber am Ende trotzdem für Platz zwei. Komplettiert wurde das gute Abschneiden der Türkheimer Leichtathleten durch Platz vier von Jasmin Weiß über die 400 Meter und Platz acht von Rebecca Hartweg über die 100 Meter.

Obwohl die ganz großen Namen gefehlt haben, war die Allgäuer Leichtathletikmeisterschaft durchwegs von starken Leistungen geprägt. Vertreten waren insgesamt knapp 240 Aktive, etwas weniger als bei den letzten Titelkämpfen in Lindau, was aber auch daran lag, dass einige Parallelveranstaltungen stattfanden. Edith Ott (Burgberg), Stadionsprecherin und für die Statistik im Kreis Allgäu zuständig, fand es schade, dass bekannte Namen wie Hochspringerin Lavinja Jürgens (Kranzegg) fehlten, aber dafür rückten andere in den Mittelpunkt. So zum Beispiel in der M14 Lennart Gebhard von der DJK Memmingen, der gleich mit vier Meistertiteln für Aufsehen sorgte, oder in der M13 Daniel Blana (TV Kaufbeuren), der im Speerwerfen starke 31 Meter schaffte. Mehrere Athleten aus dem Allgäu schafften auch die Qualifikation zur „Bayerischen“, die am 13./14. Juli in Augsburg stattfindet.

Susanne Rossmanith, Trainerin beim gastgebenden TSV Marktoberdorf, sagte, dass es bei den jüngeren Jahrgängen größtenteils die erwarteten Sieger gab. Nachwuchsprobleme habe das Allgäu derzeit übrigens kaum, so Rossmanith. Das liege vor allem an den neu eingeführten Veranstaltungen der Kinder-Leichtathletik, bei denen Mädchen und Buben spielerisch an die einzelnen Sportarten herangeführt würden. (mit fm, khw)

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