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Stockschießen
11.06.2024

Zielwasser und Gefühl im Händchen sind beim Stockschießen gefragt

Ronja Schmid aus Pfaffenhausen kam über ihre Eltern zum Stockschießen.
5 Bilder
Ronja Schmid aus Pfaffenhausen kam über ihre Eltern zum Stockschießen.
Foto: Axel Schmidt

Von wegen Alt-Männer-Sport: Das Stockschießen boomt. Das merkt BLSV-Kreisvorsitzender Benjamin Adelwarth bei seinem Trainingsbesuch in Pfaffenhausen.

16 Sportarten aus "seinem" BLSV-Sportkreis hat Benjamin Adelwarth bereits getestet und dabei 16 unterschiedliche Vereine besucht. Seine 17. Station ist so etwas wie eine Zeitreise in die eigene Vergangenheit. 

Beim Stockschießen in Pfaffenhausen warten nämlich nicht nur Spieler des TSV Pfaffenhausen und des SV Egelhofen auf ihn, sondern auch seine Eltern. 

Stockschießen boomt - nicht nur in Pfaffenhausen

Wilhelm Schaule beruhigt seinen Trainingsgast: "Das verlernt man nicht. Das ist wie Radfahren", sagt der 65-jährige Abteilungsleiter der Pfaffenhausener Stockschützen. Gemeint ist das Stockschießen, sein Gast ist Benjamin Adelwarth. Der Vorsitzendes des BLSV-Kreises Unterallgäu-Memmingen wird sich an diesem milden Mai-Abend in die Geheimnisse des boomenden Sports einführen lassen.

Besuch beim Trainingsspiel: Benjamin adelwarth (Mitte) ließ sich vom TSV Pfaffenhausen (grüne Jacken) und dem SV Egelhofen (hellblaue Jacken) in den Stocksport einweisen.
Foto: Axel Schmidt

"In den letzten drei, vier Jahren sind sehr viele Mannschaften dazugekommen", sagt Thomas Platzer. Er ist Abteilungsleiter der benachbarten Stockschützen vom SV Egelhofen und hat einige Spieler zu einem Freundschafts-Vergleich mitgebracht. Warum der Stocksport derart an Beliebtheit gewinnt? Platzer hat so eine Vermutung: "Wenn Fußball nicht mehr geht, dann brauchen die Männer etwas anderes." So habe sei beispielsweise die Stockschützenabteilung des TSV Kammlach von ehemaligen AH-Spielern aufgebaut worden. 

Auch Wilhelm Schaule kommt vom Fußball, war von 2019 bis 2021 Trainer der ersten Mannschaften in der A-Klasse. Schon in dieser Zeit aber verbrachte er viel Zeit auf der Asphaltbahn bei der Ölmühle, direkt neben den Tennisplätzen des TC Pfaffenhausen. Seit 2007 ist er Abteilungsleiter der Stockschützen. "Als ich anfing, gab es sieben Herren-Mannschaften in der Gegend", sagt er. 

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Die Trainingsrunde hat mittlerweile 17 Mannschaften

Mittlerweile gibt es eine Trainingsrunde mit 17 Herren-Mannschaften und eine Mixed-Runde mit sieben Teams. Denn auch die Frauen haben die Sportart kennen und lieben gelernt. "Es ist ein Sport, den jeder betreiben kann. Egal, ob jung oder alt, ob Frau oder Mann", sagt Platzer. Zwischen 15 und 20 Spieler kämen zu den Trainingsabenden in Pfaffenhausen und Egelhofen, sagen Schaule und Platzer. 

Von Hektik keine Spur: Das Stockschießen kann man guten Gewissens als anspruchsvoll, aber auch gemütlich bezeichenn.
Foto: Axel Schmidt

Und es ist ein Sport, der auch Anfängern von Beginn an Spaß macht. Die Ausführung ist dabei in der Theorie ebenso einfach, wie die Regeln: Der schwere, runde Eisstock wird am Stiel mit einer Hand genommen und schwungvoll auf den Asphalt gesetzt, auf dem er dann im besten Fall ganz nah an die Daube (eine runde Gummischeibe mit Loch) in der Mitte des Zielfeldes rutscht. 14 Meter liegen zwischen dem Standfeld, von wo aus man schießt, und dem Zielfeld, in dessen Mitte die Daube liegt. Ist ein Durchgang zwischen zwei Mannschaften, die aus je vier Spielern besteht, beendet, geht es in die andere Richtung zurück. Die erste von sechs Kehren ist damit abgeschlossen. 

Mama Adelwarth gibt dem Junior noch ein paar Tipps

Soviel in aller Kürze zur Theorie, jetzt gilt es für Benjamin Adelwarth und Thomas Leinauer, Bürgermeister der Marktgemeinde Pfaffenhausen. "Ich bin einmal pro Jahr hier zum Stockschießen - beim Vereineturnier", sagt Leinauer. "Letztes Jahr hat der Marktgemeinderat sogar gewonnen", schiebt er stolz hinterher. Sein Können mit dem Stock sei aber ausbaufähig, gibt er zu. 


Das beweist er dann auch: Denn bei einigen Versuchen fällt sein Stock auf die Seite, statt über den Asphalt zu schlittern. Auch Adelwarths erster Versuch geht ähnlich daneben, per Handy gefilmt von seiner Mutter Roswitha. Auch Adelwarths Vater Anton ist mit von der Partie. "Seit 18 Jahren bin ich nun hier, mein Mann sogar schon seit 22 Jahren", sagt Roswitha Adelwarth. "Es ist ein netter Mannschaftssport", sagt Roswitha Adelwarth. 

Ronja Schmid aus Pfaffenhausen kam über ihre Eltern zum Stockschießen.
Foto: Axel Schmidt

Neben ihr schwingt Ronja Schmid ihren Stock. Die 25-jährige Pfaffenhauserin ist eine der jüngsten Spielerinnen an diesem Abend. Sie kam über ihre Eltern mit dem Stocksport in Berührung - und ist seit zwei Jahren fest dabei. "Es macht einfach Spaß", sagt sie. Und Roswitha Adelwarth ergänzt: "Stockschießen ist kameradschaftlich, aber auch anspruchsvoll - ein richtiges Konzentrationsspiel." Ihrem Sohn Benjamin gibt sie nach dem Videostudium noch ein paar Tipps - und prompt klappt es besser. 

Team Adelwarth gewinnt das Trainingsspiel

Bei der dritten Kehre gelingt dem BLSV-Kreisvorsitzenden dann sogar ein Traumschuss. "Besser kann man den nicht machen", sagt sein Vater Anton. "Ich habe gerade ein Lob von meinem Vater bekommen", frohlockt Adelwarth und grinst. In diesem Stil geht es auch weiter. Schließlich geht das Team Adelwarth als Sieger vom Asphalt. 

Pfaffenhausens Bürgermeister Thomas Leinauer hatte zu Beginn noch Probleme, den Stock über die Bahn schlittern zu lassen.
Foto: Axel Schmidt

Obwohl das Stockschießen ein immer beliebterer Volkssport ist, gibt es aber relativ wenige beim Verband gemeldete Vereine. Die Vorgaben und Auflagen für einen Verbandsspielbetrieb seien manchmal abschreckend. "Stocksport ist nicht ganz billig", sagt Schaule und rechnet vor: "Ein Stock kostet rund 400 Euro, der Stil etwa 80 Euro, dazu kommt noch die Scheibe mit rund 80 Euro. Davon hat jeder Spieler etwa fünf oder sechs Scheiben." Diese drei Komponenten müssen bei offiziellen Wettkämpfen vom Verband in Person des Schiedsrichters genehmigt werden. Nach zehn Jahren läuft die Genehmigung aus - und man muss sich wieder neu eindecken. 

Stockschützen spielen lieber in Privatrunden als im offiziellen Ligabetrieb

Das umgehen viele Vereine und Abteilungen und nehmen weniger an offiziellen Ligaspielen und Meisterschaften teil, sondern organisieren sich in privaten Trainingsrunden oder Turnieren. Man bekomme die Leute eher auf den Stockschützenplatz, wenn man zwanglos gegen ein paar Nachbarvereine antritt, als dass man zu einem Verbandsturnier nach Sonthofen fahre, um dort um einen Aufstieg zu spielen, meint Schaule. "Unsere Trainingsrunde ist eine gemütliche Spielrunde, in der auch ein guter Zusammenhalt herrscht", sagt Schaule. 

Jeder Verein hat einmal ein Heimspiel, am Ende wird ein Pokal beim Finalturnier ausgespielt. Den will natürlich auch jeder gewinnen, so viel Ehrgeiz ist bei den Feierabendsportlern dann schon vorhanden. Im vergangenen Jahr triumphierte der TSV Pfaffenhausen in der Herren- und in der Mixed-Runde. In der laufenden Runde führen die Pfaffenhauser Herren ihre Gruppe aktuell an. In der Mixed-Runde stehen die Schöneberger Stockschützen oben. 

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