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07.11.2017

13-jähriger Neu-Ulmer spielt groß auf

Ein großes Talent: Emil Bakiev spielte Mozarts A-Dur-Klavierkonzert.
Bild: Hub

Pianist Emil Bakiev zu Gast beim „Studio“

Bei seinem diesjährigen Herbstkonzert in der Pauluskirche präsentierte das Studio Ulmer Musikfreunde einen gerade erst 13-jährigen Solisten: Emil Bakiev, in Neu-Ulm geboren, Schüler der 8. Klasse des Wiblinger Albert-Einstein-Gymnasiums, erstaunte mit technischer Brillanz und einer riesigen Konzentrationsleistung im Wolfgang Amadeus Mozarts A-Dur-Konzert für Klavier und Orchester. Vom lang andauernden Applaus ein wenig schüchtern gemacht, lächelte Bakiev, „Jugend musiziert“-Bundespreisträger 2017, in den Beifallsstürmen sympathisch und auch ein wenig stolz.

Im vergangenen Jahr feierte das Studio Ulmer Musikfreunde, ein Zusammenschluss aus musikbegeisterten Laien-Musikern und aus Profi-Musikern, sein 70-jähriges Bestehen. Im Vorfeld dieses Ereignisses übernahm Albrecht Schmid, Kirchenmusiker, Dirigent und Komponist, die Leitung des Orchesters. Der Deutsch-Schweizer, seit 1985 Leiter der Wiblinger Bachtage, führte das Orchester feinfühlig durch die Franz Schuberts Ouvertüre der Vertonung des verlorenen gegangenen Ritter-Stückes „Die Zauberharfe“ von Georg von Hofmann. Schmid betonte die Dynamik und Rhythmik der schwungvollen Ouvertüre, die wegen des verschollenen Melodrams lange fälschlicherweise einem anderen von Schubert vertonten Werk zugeordnet worden war.

Virtuos spielte sich Emil Bakiev, der neben dem Klavierunterricht auch Geigenunterricht hat und bei den „Ulmer Spatzen“ singt, mit Mozarts Klavierkonzert in die Herzen des Publikums.

Nach der Pause widmete sich das „Studio“ einem umfangreichen Werk, Ludwig van Beethovens erster Sinfonie, entstanden 1799/1800. Das viersätzige Werk weist noch relativ deutlich auf Mozart und Haydn als musikalische Vorbilder hin. Zwischen lyrischer Empfindsamkeit und Lebensfreude changierend und mit einem stürmisch-übermütigen Menuett als dritten Satz wechselt die Sinfonie häufig die Stimmung, was zu betonen Albrecht Schmid mit dem Orchester hervorragend gelang. „Bravo!“-Rufe am Ende! (köd)

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