1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Abends wartet bald der Pfiffibus

Senden

11.11.2017

Abends wartet bald der Pfiffibus

Ab dem 10. Dezember wartet auch am Bahnhof in Senden abends ein Pfiffbus auf Zugfahrer, die nach Witzighausen, Illerberg oder Vöhringen wollen. 

Nach 20 Uhr lohnt sich der Linienverkehr in Senden nicht mehr, weil zu wenige Fahrgäste ihn nutzen. Jetzt steht fest, wo der neue Rufbus fährt.

Wer kennt das nicht: Man würde gerne mehr die öffentlichen Verkehrsmittel nutzen. Doch oft steigt man gerade aus dem Zug und der Bus fährt einem vor der Nase weg. Vor allem abends ist das ärgerlich. Das ändert sich nun für Zugfahrer in Senden – zumindest für die, die aus Ulm kommen. Denn der Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (Ding) führt eine neue Linie des Pfiffibus ein. Der Rufbus fährt schon in anderen Teilen des Landkreises, insgesamt gibt es mit Senden sechs Linien.

Die neue Pfiffibus-Linie sechs verbindet ab dem Fahrplanwechsel am 10. Dezember Senden mit Vöhringen. Und je nachdem, wo die Fahrgäste aussteigen wollen, fährt er auch nach Witzighausen, Wullenstetten, Aufheim, Hittistetten, Illerberg und Emershofen.

Der Pfiffibus fährt auf Bestellung

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Das Besondere am Pfiffibus: Er fährt nicht stur die festgelegten Haltestellen ab, an denen ohnehin oft niemand steht. So funktioniert das Rufbus-System: Fest installiert wartet der Bus nur in Senden am Bahnhof auf mögliche Weiterfahrer, die aus dem Zug aus Ulm einsteigen wollen. Und zwar stündlich zwischen 20 und 24 Uhr, also fünf Mal pro Tag. Vorher fahren die normalen Linienbusse. Der Busfahrer bringt die zugestiegenen Leute dort hin, wo sie hinwollen. Einen Fahrplan gibt es trotzdem noch. Wer an einer Haltestelle einsteigen möchte, muss den Pfiffibus aber eine Stunde vor der planmäßigen Abfahrt buchen. Nur dann kommt er zur gewünschten Haltestelle. Die Buchung funktioniert telefonisch, per Handy-App oder online. Die Busse fahren zum normalen Ding-Tarif.

Der Nahverkehrsverbund und der Landkreis haben den Pfiffibus auch für Senden eingeführt, weil die Strecken abends seltener genutzt wurden. Maximal vier Fahrgäste seien in den Linienbussen mitgefahren, sagt Andreas Reimann vom Landratsamt Neu-Ulm, der die neue Linie mit zwei Vertretern von Ding im Stadtrat vorgestellt hat. Der Einsatz großer Linienbusse lohne sich so auf Dauer einfach nicht, deswegen habe man sich zum Umstieg auf den Pfiffibus in den Abendstunden entschieden.

Der Kleinbus schont die Umwelt und macht weniger Lärm

Der Kleinbus spart nicht nur Kosten, weil er meist direkte Strecken zurücklegt, sondern schont auch die Umwelt. Wie Reimann sagt, stößt der Pfiffibus im Vergleich zu großen Fahrzeugen deutlich weniger CO2aus. Zudem verursachen die größeren Busse deutlich mehr Lärm, was die Anwohner besonders in den Abendstunden stört – das Thema kam auf zahlreichen Bürgerversammlungen zur Sparache.

Die Vertreter von Ding stellten in der Vorstellung in den Vordergrund, dass der Pfiffibus barrierefrei ist. Im Kofferraum des Neunsitzers ist eine Hebebühne für Rollstuhlfahrer installiert. Und wenn in seltenen Fällen einmal mehr als neun Leute am Sendener Bahnhof warten und den Pfiffibus nutzen wollen, dann fährt der Kleinbus eben erst eine Gruppe und holt dann die anderen in Senden ab, so Reimann.

Themen Folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Lesen Sie dazu auch
ABR_9434.jpg
Ulm

Im Münster bröckelt es von der Decke

ad__nl-chefredakteur@940x235.jpg

SECHS UM 6: Unser neuer Newsletter

Die sechs wichtigsten Neuigkeiten um 6 Uhr morgens sowie ein Ausblick auf den
aktuellen Tag – Montag bis Freitag von Chefredakteur Gregor Peter Schmitz.

Newsletter bestellen