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Neu-Ulm

30.01.2014

Adenauer-Brücke ist abbruchreif

Mit deutlichen Worten hat Bauamtsleiter Wilhelm Weirather darauf hingewiesen, dass die Adenauerbrücke in Neu-Ulm so bald wie möglich neu gebaut werden muss.
Bild: Archivbild: Alexander Kaya

Konrad-Adenauer-Brücke in Neu-Ulm ist eine der meistbefahrenen Brücken in Bayern – und gleichzeitig so marode, dass Experten eine Gefahr sehen, wenn sie nicht bald abgerissen wird.

Sie ist eine der meistbefahrenen Brücken in Bayern – und gleichzeitig so marode, dass Experten eine Gefahr sehen, wenn sie nicht bald abgerissen und ersetzt wird. Die Rede ist von der Konrad-Adenauer-Brücke, die mit Ulm und Neu-Ulm nicht nur zwei Städte, sondern auch Bayern und Baden-Württemberg miteinander verbindet.

Mehr als 90.000 Fahrzeuge überqueren auf der im Jahr 1954 gebauten Brücke täglich die Donau und hinterlassen dort ihre Spuren. Risse ziehen sich durch die Stützpfeiler, Anker rosten, Tausalz frisst sich in den Beton. Eine Bewertung im Jahr 2012 ergab, dass der Zustand der Brücke mit einer Note von 3,4 als kritisch anzusehen ist. Ab einer 3,5 sprechen Gutachter von „ungenügend“. Passiert ist seit dieser letzten Untersuchung nicht viel. Im vergangenen Jahr wurde unter anderem der Fahrbahnbelag erneuert. An der grundsätzlichen Baufälligkeit der Brücke änderte das freilich nichts.

Erweiterung auf acht Spuren?

Das rief zuletzt auch Wilhelm Weirather, den Leiter des Staatlichen Bauamtes in Krumbach, auf den Plan. Mit deutlichen Worten wies er darauf hin, dass „schnellstmöglich“ gehandelt werden müsse, um zu verhindern, dass die Brücke eines Tages nur noch eingeschränkt oder überhaupt nicht mehr befahrbar ist. Für den Verkehr durch Ulm und Neu-Ulm auf den Bundesstraßen 10 und 28 wäre das eine „Katastrophe“. Er empfiehlt daher einen Neubau der Brücke, die auch gleich von sechs auf künftig acht Fahrspuren erweitert werden sollte. Doch genau an diesem Punkt kommt die Politik ins Spiel, was die ganze Sache verlangsamt.

Auf der Ulmer Seite ist man sich nicht sicher, ob man wirklich eine breitere Brücke haben möchte und damit noch mehr Durchgangsverkehr riskiert. Zudem ist noch nicht einmal klar, wer bei einem Neubau zuständig wäre: die baden-württembergische Stadt Ulm oder doch das bayerische Bauamt in Krumbach. Eine entsprechende Planungsvereinbarung solle „noch in diesem Jahr“ unterzeichnet werden, so heißt es. Für Planung und Bau einer neuen Brücke rechnen die Experten mit weiteren acht bis zehn Jahren. So lange wird der Verkehr also noch über eine baufällige Brücke rollen müssen.

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