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Senden

02.11.2017

Angeblicher Microsoft-Mitarbeiter überweist Geld von fremdem Computer

Die Polizei warnt vor Betrügern, die per Fernzugriff die Kontrolle über fremde Computer übernehmen.    
Bild: Symbolfoto Ralf Lienert

Ein Bürger aus Senden ist Opfer eines Betrügers geworden. Weil sich jüngst ein ähnlicher Vorfall in Weißenhorn ereignet hat, gibt die Polizei jetzt Tipps.  

Die Betrugsmasche ist nicht neu, doch schon wieder hat ein Unbekannter in Senden mit ihr Erfolg gehabt und viel Geld ergaunert. Wie die Polizei mitteilt, erhielt ein Bürger aus Senden am Mittwoch gegen 15 Uhr einen Anruf von einem angeblichen Microsoft-Mitarbeiter. Dieser erklärte dem Mann in englischer Sprache, dass die Lizenz seines Betriebsprogrammes wegen eines Trojaners angeblich abgelaufen sei. Dann verschaffte sich der Unbekannte mit einem sogenannten Fernwartungsmodul Zugriff auf den PC des Sendeners.

Anschließend sollte der Mann, der nun Anzeige erstattet hat, einen Betrag von 49 Euro für die Lizenzverlängerung des Betriebsprogrammes überweisen, was er über Homebanking auch tat. Dabei schaffte es der Betrüger jedoch, einen Betrag von 1250 Euro zu überweisen. Seitdem hat der Geschädigte keinen Zugriff mehr auf sein Konto.

Da sich ein ähnlicher Fall bereits im Oktober in Weißenhorn ereignet hat, gibt die örtliche Polizeiinspektion folgende Hinweise und Empfehlungen: Die Firma Microsoft ruft keine Endkunden an, um sie auf einen Virenbefall hinzuweisen. Bürger sollten Unbekannten niemals Zugriff mit einem Fernwartungsmoduls auf den eigenen PC gestatten. Auch sollten niemals Geldbeträge an unbekannte Personen überwiesen werden. Betroffenen rät die Polizei, im Zweifelsfall lieber das Telefonat zu beenden, sich stattdessen an die örtlich zuständige Polizeidienststelle zu wenden und dort die Bedenken zu schildern. (az)

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