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Landkreis Neu-Ulm

09.12.2020

Ausgangssperre im Landkreis Neu-Ulm: Diese Corona-Regeln gelten ab sofort

In Bayern gelten ab sofort schärfere Corona-Regeln.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

In Bayern darf die Wohnung ab sofort nur mit triftigem Grund verlassen werden. Im Landkreis Neu-Ulm sind die Corona-Regeln sogar noch schärfer.

Angesichts der hohen und regional sogar extremen Corona-Zahlen sind in Bayern seit Mittwoch schärfere Regeln und Auflagen in Kraft. Landesweit gelten nun Ausgangsbeschränkungen wie im Frühjahr, wenn auch mit einer Vielzahl von Ausnahmen. In Landkreisen und kreisfreien Städten mit einer Inzidenz von mehr als 200 gilt zudem eine nächtliche Ausgangssperre von 21 bis 5 Uhr. So auch im Landkreis Neu-Ulm.

Diese Corona-Regeln gelten ab Mittwoch, 9. Dezember, im Landkreis Neu-Ulm

Denn der Kreis Neu-Ulm hatte in den vergangenen Tagen die Sieben-Tage-Inzidenz von 200 Fällen pro 100.000 Einwohnern mehrmals überschritten und war nicht sieben Tage in Folge unter dem Wert von 200 geblieben. Das heißt von 21 bis 5 Uhr ist der Aufenthalt außerhalb der eigenen Wohnung untersagt. Ausgenommen in folgenden Fällen:

  • medizinischer oder veterinärmedizinischer Notfalls oder andere medizinisch unaufschiebbare Behandlung,
  • Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder unaufschiebbarer Ausbildungszwecke,
  • Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts,
  • unaufschiebbare Betreuung unterstützungsbedürftiger Personen und Minderjähriger,
  • Begleitung Sterbender,
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren,
  • Teilnahme an Gottesdiensten und Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften im Zeitraum vom 24. bis 26. Dezember 2020 oder
  • von ähnlich gewichtigen und unabweisbaren Gründen.

Die Regelungen gelten bis auf Weiteres. Das Landratsamt hat nach eigenen Angaben die Möglichkeit, diese außer Kraft zu setzen, wenn die Sieben-Tage-Inzidenz mindestens sieben Tage in Folge den Wert von 200 unterschreitet.

Bayern verschärft die Corona-Regeln: Verlassen der eigenen Wohnung nur noch mit triftigem Grund

Doch auch dann gelten in Bayern und somit auch im Landkreis Neu-Ulm rund um die Uhr Ausgangsbeschränkung: Das Verlassen der eigenen Wohnung ist nur noch mit triftigen Gründen möglich. Zu den triftigen Gründen gehören nach Angaben des Landratsamtes insbesondere:

  • die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten,
  • die Inanspruchnahme medizinischer und veterinärmedizinischer Versorgungsleistungen,
  • der Besuch bei Angehörigen therapeutischer Berufe
  • Blutspenden,
  • Versorgungsgänge, der Einkauf in den geöffneten Geschäften und der Besuch der geöffneten Dienstleistungsbetriebe (inklusive Weihnachtsbesorgungen),
  • der Besuch eines anderen Hausstands, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird (die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht),
  • der Besuch bei Lebenspartnern, Alten, Kranken oder Menschen mit Einschränkungen,
  • die Wahrnehmung des Sorge- und Umgangsrechts im jeweiligen privaten Bereich,
  • die Begleitung von unterstützungsbedürftigen Personen und Minderjährigen,
  • die Begleitung Sterbender sowie Beerdigungen in engem Kreis,
  • Sport und Bewegung an der frischen Luft, alleine, mit dem eigenen Hausstand und mit einem anderen Hausstand, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt fünf Personen nicht überschritten wird,
  • Handlungen zur Versorgung von Tieren,
  • der Besuch von Kinderbetreuungseinrichtungen, Schulen, Hochschulen und sonstigen Ausbildungsstätten,
  • Ämtergänge,
  • die Teilnahme an Gottesdiensten und Zusammenkünften von Glaubensgemeinschaften,
  • die Teilnahme an zulässigen Versammlungen nach dem Bayerischen Versammlungsgesetz.

Für die Weihnachtsfeiertage gibt es vom 23. bis 26. Dezember Sonderregelungen. Während dieser vier Tage ist der gemeinsame Aufenthalt mit den Angehörigen des eigenen Hausstands und weiteren Personen erlaubt, solange dabei eine Gesamtzahl von insgesamt höchstens zehn Personen nicht überschritten wird. Die zu diesen Hausständen gehörenden Kinder unter 14 Jahren bleiben für die Gesamtzahl außer Betracht. Ab dem 27. Dezember und damit für Silvester gelten diese Sonderregelungen nicht mehr.

Bei Gottesdiensten besteht Maskenpflicht auch am Platz und ein Gesangsverbot. Es besteht eine durchgängige Maskenpflicht für alle Beteiligten bei Versammlungen. Der Konsum von Alkohol ist in Innenstädten und an sonstigen Orten unter freiem Himmel untersagt. (az)

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