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Senden

17.06.2019

Automobil-Geschichte am Sendener Möbelhaus

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Ein Stück Amerika erlebten die Besucher am Samstag auf dem Parkplatz von Möbel Inhofer in Senden: Auffallende Automobile aus US-Produktion gab es dort zu bestaunen.
Bild: Roland Furthmair

Tausende Besucher bestaunen 500 Fahrzeuge beim US-Car- und Oldtimer-Treffen bei Möbel Inhofer. Leistungsstarke Modelle und Rostlauben gehören dazu.

Besser hätten die Stimmung und das Wetter beim zweiten US-Car- und Oldtimer-Treffen auf dem Parkplatz von Möbel Inhofer in Senden kaum sein können: Tausende Besucher amüsierten sich dort am Samstag und erlebten zu den Klängen von drei Rock-’n’-Roll-Bands ein Stück Amerika mit Autos, passendem Essen und Getränken.

Nicht nur chromblitzende amerikanische Straßenkreuzer und Pick-ups mit riesigem Hubraum oder mit mehr als acht Metern Fahrzeuglänge gab es zu bestaunen. Kopfschütteln lösten bei manchen Besuchern auch einzelne Rostlauben aus, die so wohl nur noch in Kuba auf der Straße zu finden sind. Andere Gäste freuten sich über das Zweitakt-Knattern eines Schwalbe-Mopeds mit Anhänger inklusive Grillaufbau aus der ehemaligen DDR. Nach Angaben des Veranstalters präsentierten die stolzen Besitzer auf dem Gelände insgesamt 500 Fahrzeuge.

Bei einem Rundgang zur Mittagszeit lobte das Organisatorenteam um Peter Schorr (Geschäftsführer von Möbel Inhofer) und Fabian Hecke (US-Car-Gemeinschaft Steelz): „Es ist schon ein erstaunliches Flair mit besonderen Typen, Menschen, die alle gut drauf sind, und tollen Rockabilly-Klängen von der Bühne.“ Bereits zwei Stunden nach Beginn der Veranstaltung war gegen 12 Uhr die Teilnehmerzahl vom Vorjahr mit 330 Fahrzeugen erreicht, es war absehbar, dass diesmal noch mehr kommen würden.

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Großes US-Car- & Oldtimer-Treffen bei Möbel Inhofer
Bild: Roland Furthmair

Ein alter Chevrolet holt 46 PS aus 3,2 Litern Hubraum

Karl Prinz aus Oberkirchberg hatte mit seinem Chevrolet Baujahr 1929 den wohl ältesten funktionierenden Oldtimer auf dem Gelände. Der Sechszylinder mit gerade mal 46 PS und 3,2 Litern Hubraum wird bewegt, so oft es geht. „Die komplette Konstruktion ist aus Holz, also Rahmen und Boden. Lediglich die Außenhaut ist aus Blech, aber das ist dick und unverwüstlich“, sagte der Besitzer. Bernd Kondrum aus Senden fährt seinen 230er-Mercedes von 1939 wenn es nötig ist täglich, auch im Winter: „Wir sind beide 80 Jahre alt und seit 30 Jahren ein gutes Team“, sagte Kondrum.

Gegen 17 Uhr wurden die drei schönsten und originellsten Fahrzeuge vom Publikum prämiert. Bis dahin wechselten sich im Rahmenprogramm verschiedene Shows mit Hot Rods im Kleinformat und einzigartigen Dragstern mit 650 PS unter der riesigen Motorhaube ab mit Fachgesprächen. Themen dabei waren die Suche nach Ersatzteilen, aber auch der komplette Service vom Verschiffen eines US-Oldtimers mit Lieferung bis vor die eigene Haustüre. Alles in allem erlebten die Besucher eine kleine Zeitreise und einen Ausflug in die Welt der unbegrenzten Möglichkeiten.

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