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Neu-Ulm

27.01.2015

B10-Ausbau: Gegner formieren sich

Die Bundesstraße 10 zwischen Neu-Ulm und Nersingen soll von zwei auf vier Fahrbahnen erweitert werden. Jetzt wird die Kritik am 27 Millionen Euro teuren Bauvorhaben immer lauter.
Bild: Alexander Kaya

Der Bund Naturschutz will aktiv gegen den 27 Millionen Euro teuren Ausbau der Bundesstraße 10 vorgehen. Damit ist er nicht allein: Auch eine Gruppe besorgter Bürger formiert sich.

Am Donnerstag um 19.30 Uhr trifft sich eine Gegner-Gruppe in der Seehalle Pfuhl. Die Veranstaltung hat Walter Zerb organisiert. Er ist Mitglied des Kreisvorstandes der Grünen sowie Rechtsanwalt und hält das 27 Millionen Euro teure Bauvorhaben für überdimensioniert. „Es wird zu viel Land verbraucht“, sagt er auf Nachfrage der Neu-Ulmer Zeitung. „Außerdem wird mehr Verkehr auf die Strecke gelenkt und somit auch mehr Abgas, Lärm und Staub verursacht.“

B10: Vier statt zwei Spuren geplant

Wie bereits berichtet, soll erst die Kreuzung Otto-Hahn-/Otto-Renner-Straße umgebaut werden. Danach folgt der 5,5 Kilometer lange B10-Abschnitt vom Media Markt bis zum geplanten Gewerbegebiet an der A7 (etwa 400 Meter östlich der Autobahnanschlussstelle Nersingen), der von zwei auf insgesamt vier Spuren erweitert werden soll. So die Planungen der Regierung von Schwaben und des Staatlichen Bauamts Krumbach. Die Entwurfsunterlagen lagen im Oktober und November in Neu-Ulm und Nersingen aus. Dort konnten Bürger sich einen Eindruck von den Planungen machen und dann ihre Einwände an die Regierung von Schwaben schicken.

Genau das hat Walter Zerb gemacht. Er ist gegen die zwei geplanten Fahrbahnen. Den Umbau der Auffahrt zur A7 bei Nersingen hält er allerdings für sinnvoll, auch die neue Kreuzung Otto-Hahn-/Otto-Renner-Straße befürwortet er. Diese beiden Umbaumaßnahmen würden seiner Ansicht nach ausreichen, um den Verkehrsfluss in den Griff zu bekommen. „Das wäre die einfachere, schnellere und kostengünstigere Variante.“

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Zerb und andere Gegner des B10-Ausbaus wollen daher am Donnerstag darüber beraten, ob eine Bürgerinitiative gegründet werden soll. „Vielleicht ist auch jemand bereit, gegen den zu erwartenden Planfeststellungsbeschluss zu klagen. Denjenigen würden wir dann unterstützen“, sagt Zerb.

Protestaktion am 30. Januar

Auch der Bund Naturschutz bringt Einwände gegen den vierspurigen Ausbau vor. Unter der Überschrift „Keine Autobahn durchs Pfuhler Ried“ laden die Organisatoren am Freitag, 30. Januar, zu einer Art Protestaktion ein. Mitglieder des Vereins werden eine 400 Quadratmeter große schwarze Folie ausrollen, die „die Breite des zusätzlich geplanten Straßenkörpers verdeutlicht“, sagen die Initiatoren. Sie kritisieren, dass der Umbau massive Eingriffe in das Pfuhler Ried zur Folge hat.

Walter Zerb, der Bund Naturschutz und andere Gegner veranstalten ihre Treffen gerade jetzt, da die Regierung von Schwaben am Dienstag, 3. Februar, und gegebenenfalls am Mittwoch, 4. Februar, ab 9 Uhr einen nichtöffentlichen Erörterungstermin des Planfeststellungsverfahrens in der Gemeindehalle Nersingen organisiert hat. Zu diesem Termin sind all diejenigen eingeladen, die bereits Einwände gegen die Entwurfsunterlagen eingereicht haben.

Auch Zerb wird dort sein und die Kritikpunkte und Lösungsansätze vorbringen, die am Donnerstag besprochen werden. Er hofft, dass die Vorschläge der Gegner berücksichtigt werden.

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