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Bellenberg
03.04.2020

In Bellenberg geht für Backfans die Post ab

Zu Ostern wird traditionell viel gebacken – doch in Zeiten der Corona-Krise verzeichnen Hersteller wie Hobbybäcker aus Bellenberg einen ungeahnten Aufschwung.
Foto: Regina Langhans

Der Versandhandel Hobbybäcker in Bellenberg hat derzeit doppelt so viele Aufträge wie vor der Corona-Krise. Das liegt nicht nur an den begehrten Zutaten.

Hefe, Mehl, Brotbackmischungen: Was im Supermarkt zur Zeit oft vergriffen ist, kommt bei vielen Kunden nun per Post. Der Lebensmittelversand erlebt während der Corona-Krise einen großen Aufschwung, so auch der Hobbybäcker-Versandhandel in Bellenberg.

Es kommen doppelt so viele Bestellungen wie zuvor

Nathalie Knauer ist in diesen Tagen nur schwer zu erreichen. „Das Telefon klingelt praktisch toujours“, sagt die Geschäftsleiterin des Versandhandels. Das liege an den vielen Aufträgen, die seit einigen Wochen hereinflattern. Es seien etwa doppelt so viele wie zuvor. An manchen Tagen verschickten die Mitarbeiterinnen etwa tausend Päckchen. Dabei zeichnen sich für Knauer zwei verschiedene Arten von Kunden ab. Manche wollten sich vorrangig die Grundnahrungsmittel sichern. „Oft wird nur ein 500 Gramm Päckchen Hefe bestellt“, sagt Knauer. Auf der anderen Seite gebe es aber auch viele, die sich die Zeit zu Hause verschönern wollten. Das Ostergeschäft sei am Laufen. Dekor, aber auch Pralinen und Backmischungen: „Vielen tut es sehr gut, etwas selber zu machen“, sagt die 46-Jährige. Vor allem von langjährigen Kunden erfahre sie viel Dankbarkeit.

Gerade während der hohen Belastung hält das Team zusammen

Knauer hat die Geschäftsleitung erst im Januar übernommen, noch wohnt sie in München. Von dort aus pendelt sie jeden Tag. Bei der Haussuche geht derzeit nichts weiter. Die Arbeit macht ihr trotz allem viel Spaß. „Das jetzt ist eine gute Feuertaufe“, sagt sie und lacht. Vor allem ihr tolles Team begeistert sie. Der Hobbybäcker-Versandhandel hat etwa 70 Mitarbeiter, die meisten davon sind Frauen. Viele arbeiten in Teilzeit oder als Minijobber. Die, bei denen es möglich ist, arbeiten im Moment von zu Hause aus.

Gerade während der hohen Belastung halte das Team zusammen. „Das sind pragmatische Frauen, die mitten im Leben stehen und zupacken können“, sagt Knauer. Die Mitarbeiterinnen seien mit Hochs und Tiefs vertraut. So leide die Stimmung untereinander nicht unter der neuen Situation: „Alle wissen, mit guter Laune geht es besser.“

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Es gibt vor allem Nachfragen zu den Nachlieferungen von Hefe

Trotzdem könnten sie dem großen Ansturm kaum gerecht werden. „Wir kommen nicht mehr hinterher“, sagt Knauer. Zusätzlich zu der starken Nachfrage sei auch das Personal ausgedünnt, vor allem durch Kinderbetreuung zu Hause. Den Laden, der zum Versandhandel gehört, hat Knauer vorübergehend geschlossen. Am Anfang hätten sie es noch mit neuen Regelungen versucht, aber es sei einfach nicht möglich, dass eine Mitarbeiterin den ganzen Tag dort zur Verfügung stehe. Ganz aufgeben will die Geschäftsleiterin den Laden auf keinen Fall. „Das macht uns allen so viel Spaß“, sagt die 46-Jährige. Der persönliche Kontakt zu den Kunden dort liege den Mitarbeiterinnen am Herzen. Der ist derzeit nur telefonisch möglich. Beratungen am Telefon hätten aber abgenommen. Wo sich Kunden sonst Backtipps und Ratschläge abgeholt hätten, gebe es jetzt vor allem Nachfragen zu den Lieferungen – hauptsächlich, wann Hefe wieder bestellbar sei.

Obwohl der Deutsche Verband der Hefeindustrie erst vergangene Woche mitgeteilt hatte, dass die Versorgung mit Hefe gesichert sei, komme es laut Knauer gelegentlich zu Lieferschwierigkeiten. Durch die übersteigerte Nachfrage könnten die Nachlieferungen nicht immer flüssig ablaufen. Auch bei Hobbybäckern komme es zurzeit zu Verzögerungen von bis zu zwei Wochen, doch Hefe kann bestellt werden.

Eine kreative Idee, das Personal aufzustocken, scheitert

Alle versuchten ihr Bestes. „Manchmal knarzt und ächzt alles bedrohlich“, sagt Knauer. Sie hatte die Idee, zur Unterstützung Mitarbeiter aus Firmen einzustellen, die nicht mehr bezahlt werden könnten. Doch die Suche erwies sich als schwierig. Viele haben Knauer zufolge mehrere Jobs oder wollten sich ganz auf ihre Familie konzentrieren.

Deshalb springe nun eine Zeitarbeiterfirma ein sowie Freunde und Familien der Mitarbeiterinnen – damit die Hefe bei den Kunden weiterhin im Briefkasten landen kann.

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