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Senden

25.05.2019

BiSS kritisiert Bögge und wendet sich ab

In Senden wird es einsam um Bürgermeister Raphael Bögge..

Der Sendener Ortsverband will den amtierenden Bürgermeister bei der Wahl im Jahr 2020 nicht mehr unterstützen.

Der Verein Bürgerinteressen Stadt Senden (BiSS) will sich bezüglich der Kommunalwahlen im nächsten Jahr noch nicht festlegen: Ob BiSS einen Kandidaten unterstützen wird, lässt der Verein offen.

„Wir werden keinen Bürgermeisterkandidaten stellen, aber schauen, wer antritt und uns dann positionieren“, sagte BiSS-Fraktionschef Yusuf Cinici bei der Jahreshauptversammlung am Donnerstagabend über den nahenden Kommunalwahlkampf. „Nachdem wir letztes Mal so reingefallen sind, wäre ich dafür, diesmal neutral zu bleiben“, sagte ein Mitglied dazu. 2014 hatte BiSS den jetzt amtierenden Bürgermeister Raphael Bögge unterstützt.

Roschkar wirft Bögge "Schaumschlägerei" vor

An die alte Kooperation mit dem gebürtigen Westfalen will Vorsitzender Dietmar Roschkar offenbar nicht mehr anknüpfen, auch wenn BiSS erst vergangene Woche zusammen mit Bögge einen Antrag eingereicht hat: Auf die erneute Prüfung der Gelben Tonne für Senden. Der Stadtrat hatte diesen Plan bereits im Oktober mehrheitlich abgelehnt. Er habe bei seinem Anliegen mit der Einbeziehung des Bürgermeisters „auf das falsche Pferd gesetzt“, sagte der BiSS-Chef jetzt dazu, und habe sich „an der Nase herumführen lassen“. Denn die Neuauflage des Tonnen-Themas sei zwar mit Bögge besprochen worden. Er, Roschkar, habe aber nicht gewusst, dass eine nochmalige Behandlung im Rat nur möglich sei, wenn dazu auch neue Erkenntnisse vorliegen. „Das hat mir keiner gesagt“, wirft der BiSS-Chef Bögge vor und sparte nicht mit weiterer Kritik an der Rathausspitze. Dieser beginne zu viele Projekte, ohne sie zu beenden und betreibe „Schaumschlägerei“. Bögge steigere seine „Omnipräsenz bis ins Unerträgliche“, Roschkar frage sich, „wo da noch die normalen Tätigkeiten eines Bürgermeisters bleiben“.

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Zudem überlste der Rathauschef die Verwaltung mit seiner „Ideenpolitik“, allein in den letzten Monaten seien vier Kündigungen erfolgt. Die Mitarbeiter müssten „vernünftig behandelt und nicht mit unsinnigen Dingen beschäftigt werden“, sagte Roschkar und merkte an: „Bürgermeister brauchen ja keine bestimmte Ausbildung, im Prinzip kann auch ich Bürgermeister machen, das wär doch mal eine Idee.“

BiSS will eine Ortsumfahrung

Als Erfolg verbuchte Roschkar unter anderem den Antrag bezüglich der Ulmer Straße. Die Parkplätze vor der Bäckerei Mäschle wurden entfernt, nachdem die BiSS-ler auf Gefahren für ausweichende Fußgänger hingewiesen hatten. Das BiSS-Ziel, die Hauptstraße zeitweise zur Fußgängerzone zu machen, sei indessen nicht weiterverfolgt worden, bemängelte Roschkar.

Der Verein wollte mit versenkbaren Pollern zu festgelegten Zeiten auf Höhe der Raiffeisenbank das Durchfahren verhindern, um mehr Aufenthaltsqualität in der Hauptstraße zu schaffen. Auf wenig Gegenliebe stößt bei BiSS der Kindergartenneubau auf dem Webereiareal – der sei überteuert, während für die Weberei keinerlei sinnvolle Vision vorliege und das Schwimmbad vor sich hin darbe.

Für die Zukunft schwebt dem Verein eine Ortsumfahrung vor, die den Verkehr aus der City fernhält. Das GPS-Gelände solle zum „Gewerbegebiet light“ werden, meinte Roschkar außerdem, eventuell könne dort auch eine Turnhalle entstehen. Fraktionssprecher Cinici lobte die gute Zusammenarbeit im Stadtrat, es herrsche Harmonie, „nur so kommen wir voran“.

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