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Betreuung

04.08.2020

Biberacher Kita St. Sebastian soll größer werden

Der Gemeinderat Roggenburg entscheidet sich für die umfangreichere Variante. Nun wird weitergeplant

Die Planungen für eine Erweiterung der Kindertagesstätte St. Sebastian in Biberach gehen weiter: Der Gemeinderat Roggenburg beschloss einstimmig, die Planungen fortzusetzen. Favorisiert wurde die größere der zwei möglichen Varianten.

Speiseraum, Küche mit Lager und Räume für zwölf Krippenkinder sieht der Anbau vor, den Architekt Ulrich Müller den Räten in der Sitzung vorstellte. Die Kosten dafür lägen nach ersten Schätzungen bei rund 900000 Euro, knapp 400000 davon kann die Gemeinde wohl als Zuschuss vom Freistaat erwarten. Der zweite, schon zu Jahresbeginn diskutierte Vorschlag enthält keine Kinderkrippe und würde nach Auskunft der Regierung von Schwaben nicht staatlich gefördert werden – deswegen hatte er, obwohl in den Gesamtkosten günstiger, bei den Beratungen keine Chance.

Der Planer hat den favorisierten Anbau an der Ostseite des Hauses vorgesehen, der Neubau soll dem Bestandsgebäude vorgelagert und über einen Flur verbunden werden. Der Anbau beherbergt sowohl den Speiseraum für alle Kinder als auch die Küche, außerdem Sanitäranlagen. Für die Krippenkinder sind Gruppenraum, Ruheraum sowie ein Wickelraum vorgesehen. Des Weiteren enthält der Entwurf Personalräume, einen Elternbereich und einen Abstellplatz für Kinderwagen. In die Kosten, stellte Müller klar, seien bisher weder Umbauten am Altbau noch Mittel zur Anpassung der Heizungsanlage und der Wasserleitungen eingerechnet. Und: Mit jedem Jahr, das vergeht, steigen die Baukosten um drei bis fünf Prozent, sagte Müller. Noch aber ist die Erweiterung nicht beschlossen, präsentiert wurde nur ein Vorentwurf.

Biberacher Kita St. Sebastian soll größer werden

Dass der Bedarf an Betreuungsplätzen in Roggenburg steigt, hatte die Verwaltung schon bei ersten Beratungen über den Anbau im vergangenen Februar deutlich gemacht. Weitere Überprüfungen haben unterdessen verdeutlicht, dass die Anzahl der vorhandenen Plätze für die Nachfrage ab 2025 auch bei den Drei- bis Sechsjährigen nicht mehr ausreichen wird. „Wir laufen in ein Defizit rein“, so Bürgermeister Mathias Stölzle. Dazu komme, dass ab 2025 ein gesetzlicher Anspruch auf Ganztagsbetreuung von Grundschülern bestehe, ergänzte er, „wir müssen uns also auch zeitnah mit dem Thema Hort beschäftigen“. Er rechne aber damit, dass die Roggenburger Grundschule genug Raum für die nächsten Jahre biete.

„Auf dem Grundstück wird es eng“, sagte der Planer über den Kita-Anbau, und auch einigen Räten gefiel die Aussicht, auf den Großteil der jetzt vorhandenen Parkplätze verzichten zu müssen, nicht. Es sei „illusorisch, zu glauben, dass drei Parkplätze ausreichen“, meinte Joachim Graf. Schließlich sei die Straße schmal und es gebe keine Wendemöglichkeit. Auch wenn die Stellplätze beim Haus der Vereine mitbenutzt werden dürften, helfe das nur wenig. Andere Kitas hätten auch so wenige Parkplätze, meinte aber der Architekt, eventuell ließe sich zudem noch eine Wendemöglichkeit schaffen.

Er habe „arge Bauchschmerzen“ bei der Bausumme, so Thomas Franke, „die Finanzierung werden wir jahrelang mitschleppen“. Die Kosten ließen sich wohl nur über das Schieben anderer Maßnahmen aufbringen, sagte der Bürgermeister. Doch Kita-Plätze seien Pflichtaufgabe der Kommune. „Ein Drama“ fand die erwarteten Kosten auch Johannes Schmid, doch wenn Aussichten auf Zuschüsse bestehen, solle der größere Entwurf inklusive Krippe umgesetzt werden. Diese Variante wird nun weitergeplant. Gleichzeitig will die Verwaltung die Fördermöglichkeiten klären. (ahoi)

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