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Hittistetten

28.10.2017

Bögge macht den Bahnhof erneut zum Thema

Bürgermeister Raphael Bögge sprach bei der letzten Bürgerversammlung in diesem Jahr auch über den Bahnhof.
Bild: Angela Häusler

Der Sendener Bürgermeister weicht von der üblichen Zusammenfassung auf der Bürgerversammlung ab. Und verspricht, sich für den gewünschten Dorfplatz einzusetzen.

Maximal 4,5 Millionen Euro will Bürgermeister Raphael Bögge für die Sanierung des Bahnhofareals samt Unterführung lockermachen. Das bekräftigte er am Donnerstagabend in der Bürgerversammlung im Feuerwehrhaus in Hittistetten. Mehr könne sich die Stadt nicht leisten.

Dass die Stadträte die Entscheidung über Wohl und Wehe der Bahnhofunterführung am Dienstag vertagt haben, sei „nicht die schlechteste Entscheidung“ gewesen, sagte Bögge über die zurückliegende Sitzung des Stadtrats. Am 7. November aber müsse eine Entscheidung bezüglich des Bahnhofs fallen. Jetzt könnten die Argumente noch einmal ausgetauscht und öffentlich diskutiert werden.

Eine Lücke von drei Millionen Euro

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Es sei aber klar, dass sich die Kosten für Unterführung und Umbau des Bahnhofareals nach neuesten Erkenntnissen auf bis zu 17 Millionen Euro belaufen könnten. Für die Stadt blieben nach Bögges Rechnung – trotz Fördermitteln, noch 7,6 Millionen an Zahlungsverpflichtungen übrig. Das bedeute für die Stadt eine Finanzierungslücke von mindestens  drei Millionen Euro.

„Wir müssen uns fragen: Was sind wir bereit, zu zahlen?“, so der Rathauschef. Mehr als viereinhalb Millionen Euro aufzuwenden gehe nicht, sonst würden die Mittel „an anderen Ecken fehlen“. Wegen des Bahnhofs weitere Kredite aufzunehmen, belaste spätere Generationen über Gebühr, fand er. Es könne außerdem nicht sein, „dass wir eine Mobilitätsdrehscheibe für die Region alleine bezahlen“. Zumal es die Aufgabe der Bahn sei, einen barrierefreien Bahnhof zu bauen. Wenn Senden aus dem Vertrag aussteige, geschehe das „nicht mit einem Hurrageschrei, sondern auch in der Erkenntnis, dass wir ein wichtiges Projekt nicht realisieren konnten“, so Bögge. Jetzt sei der Ball bei der Bahn: „Vielleicht passiert ja noch ein Wunder in den nächsten zwei Wochen.“

Der Dorfkern soll aufgewertet werden

Den Hittistettern versprach Bögge Anstrengungen in Sachen Dorfplatz: „Wir werden daran arbeiten, den Dorfkern um die Kapelle aufzuwerten.“ Er hatte bereits in Witzighausen auf die Möglichkeit hingewiesen, Fördermittel des Freistaats aus der „Dorferneuerung“ für solche Maßnahmen zu beantragen. Zum Thema Dorfkern werde es eine Bürgerwerkstatt geben. Anlass zur Hoffnung gebe auch, dass „endlich wieder an einer Osttangente gearbeitet wird“. Man werde dafür aber einen langen Atem brauchen, so Bögge. Hittistetten, ergänzte er, profitiere auch davon, wenn im Witzighausener Baugebiet Gänsäcker West ein kleiner Lebensmittelladen angesiedelt würde.

Zu den vom Publikum gestellten Fragen gehörte die nach der Geschwindigkeitstafel in der Dorfstraße. Sie solle eher das Tempo ortseinwärts anzeigen, anstatt beim Verlassen der Ortschaft, forderte ein Hittistetter.

Ein anderer Anwohner befürchtete, dass für neu gebaute Mehrfamilienhäuser zu wenige Stellplätze ausgewiesen würden. Da verwies Bögge auf die neue Verordnung, die nun statt 1,5 Stellplätzen pro Wohneinheit zwei vorschreibt. Fluktuationen bei der Anzahl der Fahrzeuge seien aber nicht zu verhindern.

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