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Pfaffenhofen

15.11.2019

Bürger ärgern sich über Stau an der Taverne-Kreuzung

Bild: Willi Baur

Seit die neue Ampel an der Taverne-Kreuzung in Pfaffenhofen steht, bilden sich zu den Stoßzeiten oft lange Staus. Das nervt Pfaffenhofer und Beurener.

Staus im Berufsverkehr sind nicht nur in den Großstädten ein Problem. Auch die Marktgemeinde Pfaffenhofen hat mit langen Autoschlangen im Ortskern zu kämpfen, seit eine intelligente Ampel den Verkehr an der Taverne-Kreuzung regelt. Das jedenfalls berichteten am Mittwochabend mehrere Besucher der Bürgerversammlung für die Ortsteile Beuren und Niederhausen.

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Zu den Stoßzeiten stünden die Autos an der Ampel in nördlicher Richtung teilweise bis zur Aral-Tankstelle am Ortseingang, sagte ein genervter Bürger: „Die Linksabbieger sind das Problem. Der Gehweg an der Kreuzung ist zu breit, da kommt man geradeaus nicht vorbei und muss warten.“ Er schlug vor, den Fußweg auf der rechten Seite der Straße zu verschmälern und stattdessen eine eigene Spur für die Linksabbieger in Richtung Westen einzurichten. Als problematisch bezeichnete auch Bürgermeister Josef Walz die Situation zu den Stoßzeiten. Eine solche Spur für Linksabbieger sei jedoch keine Option, sagte er. Zumal sich die Situation bereits gebessert habe, seit die Schaltung der Ampel nachjustiert wurde und das Problem nur im Berufsverkehr bestehe.

Mehr zum Thema: Dauer-Rot lässt Autofahrer an der Taverne-Kreuzung verzweifeln

Bürger ärgern sich über Stau an der Taverne-Kreuzung

Ein weiteres Thema, das die Bürger in Beuren beschäftigte, war das Trinkwasser. Viel zu kalkhaltig sei es, monierte ein Mann: „Da reichen beim Putzen oft normale Haushaltsmittel nicht.“ Tatsächlich ist das Wasser in der Marktgemeinde hart – Walz zufolge Stufe drei von vier. „Aber kalkhaltiges Wasser ist gesundes Wasser“, betonte der Bürgermeister. Der Markt habe in der Vergangenheit bereits überlegt, eine Entkalkungsanlage zu installieren. Dies hätten viele Bürger aber bereits privat am eigenen Wasseranschluss getan, eine solche Anlage sei deshalb aus finanzieller Sicht nicht gerecht.

Walz erklärte außerdem, wie es zu Schwankungen des Kalkgehalts im Leitungswasser in Beuren kommt. Die Marktgemeinde verfügt über zwei Brunnen, einen in Volkertshofen (sehr kalkhaltig) und einen in Wallenhausen (kaum kalkhaltig). Zu den normalen Betriebszeiten der Pumpe, acht Stunden am Tag, vermischt sich das Wasser aus beiden Orten. Außerhalb dieser Zeit würde das nahezu kalkfreie Wasser aus Wallenhausen direkt aus den Leitungen in Beuren fließen.

Anwohner schimpfen über zu schnelle Autos im Wohngebiet

Der zäh fließende Verkehr an der Taverne-Kreuzung war tags zuvor auch Thema bei der Bürgerversammlung in der Hermann-Köhl-Schule in Pfaffenhofen. Wegen der Staus zu den Stoßzeiten würden viele Autofahrer auf die Wohngebiete ausweichen, beklagte eine Anwohnerin. Dort seien sie auch zu schnell unterwegs. Unter anderem wurden deshalb mehr Tempo-30-Markierungen auf dem Straßenbelag gefordert. Walz verwies auf die Ergebnisse der Tempomessungen in den vergangenen Monaten. Daraus ließen sich keine außergewöhnlichen Überschreitungen erkennen. Zusätzliche Hinweise auf die Zone 30, wie etwa aufgemalte Streifen, seien wegen der Vorgaben in der Straßenverkehrsordnung nicht erlaubt.

Seinen Unmut über den Bau des Rothuferwegs gab derweil Klaus Vidal kund. Er bemängelte die Verwirklichung des Projektes, obwohl es durch einen Bürgerentscheid im Jahr 2012 abgelehnt wurde. Walz verwies auf die Bindefrist von einem Jahr bei Bürgerentscheiden und betonte, dass der Marktrat das Vorhaben auf demokratischem Weg beschlossen habe.

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