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Ulm

12.07.2018

C&A verlängert überraschend Mietvertrag in Ulm

C&A bleibt in Ulm direkt gegenüber den künftigen Sedelhöfen.
Bild: Kaya

Nachdem der niederländische Riese an der Fußgängerzone bleibt, fragt sich die Handelswelt was der Konkurrent Primark macht. 

Es ist ein seltener Vorgang, dass Immobilienmanagement-Firmen zu Branchengerüchten Stellung nehmen. Die Schweizer Firma Procon-Invest macht jetzt eine Ausnahme. Verwaltungsrat Werner Klein spricht über Spekulationen, dass C&A den Standort in der Friedrich-Ebert-Straße verlässt und nach Fertigstellung in die Sedelhöfe einziehen werde. „In dem freien Gebäude würde sich danach Primark ansiedeln“, hieß es.

So werde es aber nicht kommen: Die Modehauskette C&A habe durch Optionsrecht die Verlängerung des Mietvertrags bewirkt. Man begründe diese Entscheidung mit einem guten Geschäftsverlauf an einem hervorragenden Standort. Groß saniert werde nicht.

Die Planung eines Neubaus werde aufgrund der Mietzeitverlängerung „zurückgestellt“. Das heißt im Gegenschluss: Es gibt Planungen für einen Neubau und vermutlich wollte Procon Primark als Mieter. Dass die Schweizer Firma Procon Invest um Werner Klein eigentlich größere Pläne mit Ulm hat, ließ Klein berichtet, das Wirtschaftsmagazin Deal wissen. „Die geplante Städtebauentwicklung rund um den Bahnhof und die Sedelhöfe, verbunden mit der hohen Bedeutung des Ulmer Einzelhandels in einer vitalen Wirtschaftsregion und der dadurch resultierenden Kaufkraft sowie das umfassende Kulturangebot der Wissenschaftsstadt Ulm beflügelten meine Investitionsentscheidung“, zitierte die Zeitschrift Klein.

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Nachdem Primark in sämtlichen Großstädten im Süden wie Stuttgart und München vertreten ist, rücken zusehends kleinere Städte wie Ulm, Augsburg oder Wuppertal auf die Expansionskarten. Hier eröffnet der irische Textildiscounter im kommenden Jahr. Experten sind sich einig, dass Primark grundsätzlich auch gerne im prosperierenden Ulm eine Filiale hätte. „Als Investor und Entwickler, bin ich selbstverständlich nach allen möglichen Seiten offen, wenn es soweit ist“, sagt Klein. Doch Ladenflächen in einer von Primark favorisierten Größenordnung in guter Lage seien rar.

Der Sedelhöfe-Entwickler erteilte den Iren, wie berichtet, bereits eine Absage. (heo)

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