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Politik

19.03.2019

CSU Nersingen will jünger und weiblicher werden

Wurden vom CSU-Ortsverband Nersingen Im Amt bestätigt: (von links) Erich Spann, Barbara Keppeler, Peter Saal, Gerhard Jehle und Albert Riedl.
Bild: Andreas Brücken

Der Ortsverband zieht Bilanz und rüstet sich für die Kommunalwahl im kommenden Jahr

Wie zum Startschuss erklärte Erich Spann, der Vorsitzende der Nersinger CSU, seinen Parteifreunden, dass genau in einem Jahr mit den Kommunalwahlen der Wettbewerb um die Sitze im Gemeinderat entschieden sein werde. Mehr jüngere und weibliche Mitglieder würde er sich in Zukunft im Ortsverband wünschen, erklärte Spann. Doch ließen sich für die anschließende Vorstandswahl nur zwei Frauen, Christine Seidel als stellvertretende Ortsvorsitzende und Barbara Keppeler als Schriftführerin, aufstellen. Ebenso wie ihre männlichen Kollegen Gerhard Jehle, Peter Saal als weiterer Stellvertreter und Albert Riedl als Schatzmeister wurden die Kandidatinnen einstimmig und ohne weitere Bewerber im Amt bestätigt.

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Im Rückblick auf die Bezirks- und Landtagswahlen im vergangenen Jahr erklärte Spann, dass man sich aus Sicht der CSU ein besseres Ergebnis vorgestellt hätte, doch „wir haben unseren Beitrag für ein besseres Ergebnis geleistet.“ 3500 Prospekte, ein Biergartengespräch mit der Landtagsabgeordneten Beate Merk und zahlreiche Straßenplakate hätten die Parteifreunde der Gemeinde in den Wahlkampf eingebracht. Kritisch hinterfragte Spann, ob die „Flut der Straßenplakate“ in Zukunft noch sinnvoll sei.

Bürgermeister Erich Winkler (CSU) gewährte seinen Parteifreunden einen Einblick in die Arbeit im Rathaus. „Die Gemeinde wächst und mit unserem Baulandausbaukonzept wollen wir gegen den Mangel an Bauplätzen vorgehen.“ Als Beispiel nannte Winkler die Erschließungen im Ortsteil Oberfahlheim und am südlichen Ortsrand Nersingens, während in Straß die Bautätigkeiten bereits im vollen Gange sei. Dabei wolle man nicht nur auf den Bau von Ein- oder Zweifamilienhäuser setzen, erklärte Winkler, der sich auch für Sozialwohnungen aussprach. Deshalb habe man sich im vergangenen Jahr mit der Wohnbausgesellschaft Diwog zusammengeschlossen. Rund 30 Wohnungen sollen für die Gemeinde daraus entstehen. Neben den Kosten für den Wohnungsbau sieht Winkler hohe Ausgaben für Feuerwehr, Kinderbetreuung und Schulsanierung auf die Gemeinde zukommen. Wann und ob die lang ersehnte Dreifachturnhalle, die seit vielen Jahren auf der Wunschliste zahlreicher Nersinger steht, umgesetzt wird, könne erst dann entschieden werden, wenn alle Zahlen der bevorstehenden Projekte auf dem Tisch liegen: „Im Moment kann ich noch nicht einmal sagen, ob ich für oder gegen die Halle bin“, gab Winkler zu.

Landrat und Gemeindebewohner Thorsten Freudenberger (CSU) sprach in seinem Bericht über die politischen Dauerbrenner wie den Nuxit und die Kreiskliniken. Hellhörig dürften die Besucher geworden sein, als er vom Bahnausbau zwischen Ulm und Augsburg sprach. Der werde auf jeden Fall kommen, versicherte der Landrat: „Ich mache mich dafür stark, dass Nersingen davon profitieren wird.“ Augenzwinkernd fügte er hinzu, dass er jedoch nicht versichern könne, dass der ICE am Nersinger Bahnhof Halt machen wird.

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