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Corona: Wir müssen vernünftig bleiben

Corona: Wir müssen vernünftig bleiben
Kommentar Von Sophia Huber
26.06.2020

Plus Laut der IHK-Umfrage sind die Unternehmen im Landkreis Neu-Ulm stark von der Corona-Krise getroffen. Um eine zweite Krise zu vermeiden, müssen wir alle vernünftig bleiben - auch am Schwörmontag.

Bader schließt sein Werk in Senden, Butzbach baut Stellen ab, 21 Mitarbeiter des Kaufhauses Abt in Ulm entlassen: Die Negativ-Schlagzeilen aus der Wirtschaft reißen nicht ab. Und auch die kürzlich ausgewertete Frühjahrs-Umfrage der IHK Schwaben zeigt, wie schlecht regionale Unternehmen das restliche Geschäftsjahr wegen der Corona-Krise einschätzen. Das Stimmungsbild bezieht sich nur auf die Folgen des Lockdowns im Frühjahr. Betriebe sollten sich auf eine zweite Welle vorbereiten.

Die zweite Welle kann schnell und unerwartet kommen - auch im Landkreis Neu-Ulm

Denn was passiert, wenn die Zahl der Neuinfektionen wieder steigt, wenn noch einmal Ausgangsbeschränkungen verhängt werden und möglicherweise eine zweite Welle das Land und die Region in Stillstand versetzt? Das will sich keiner ausmalen. Folgen nach der Krise Entlassungen? Klar sei das möglich, sagte der IHK-Regionalvorsitzende Gerd Stiefel bei einem Pressegespräch diese Woche. Dass allerdings auf die Krise eine zweite Krise folgen könnte, das wollen Unternehmen gerade nicht hören. Ein Blick nach Gütersloh reicht aber aus, um zu sehen: Es kann schnell und unerwartet zu einer zweiten Welle kommen. Auch in der Region. Denn was ist, wenn sich die Feierfreudigen den Schwörmontag trotz der Verbote nicht nehmen lassen wollen und in Massen zusammenkommen? Nicht unwahrscheinlich angesichts der mittlerweile um sich greifenden Haltung: „Ist doch eigentlich alles wieder ganz normal.“

Einen zweiten Lockdown verkraftet die Wirtschaft nicht

Neuinfektionen sind nicht wünschenswert, aber eben auch nicht auszuschließen. „Es darf auf keinen Fall einen zweiten Lockdown geben. Den würde die Wirtschaft nicht überstehen“, sagte der Vizepräsident der IHK Neu-Ulm, Bernd Mack. Bei der IHK blicken trotzdem viele in eine positive Zukunft, oder eine „neue Realität“, wie Gerd Stiefel es nannte.

Corona: Wir müssen vernünftig bleiben

Niemand, und vor allem kein Unternehmer oder Geschäftsinhaber, will sich vorstellen, wie sehr es mit der regionalen Wirtschaft noch abwärtsgehen kann. Es sind ja auch keine schönen Gedanken. Gerade deswegen und auch weil die Infektionszahlen langsam wieder steigen, sollten wir trotz aller sommerlicher Verführungen vernünftig bleiben.

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