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Senden

19.07.2017

Das Josefswerk feiert Geburtstag

Geschäftsführerin Stefanie Lohrmann und Helmut Brosch, Vorsitzender des Trägervereins St. Josefswerk, im Garten des Altenzentrums St. Elisabeth.
Bild: Häusler

Der Trägerverein des Altenzentrums setzt sich seit 30 Jahren für Senioren ein.

Seit drei Jahrzehnten kümmern sich Ehrenamtler um die Geschicke des Sendener Altenzentrums St. Elisabeth: Sie führen den Trägerverein „St. Josefswerk Senden“, der am Donnerstag mit einem Festakt sein 30-jähriges Bestehen begeht. „Wir machen nichts anderes, als das Altenzentrum mit seinen verschiedenen Einrichtungen zu betreiben“, fasst der Vorsitzende des Josefswerks, Helmut Brosch, den Vereinszweck zusammen. Bis heute führt dieser eine der wichtigsten sozialen Einrichtungen in der Illerstadt.

Mit ersten Plänen für ein Altenheim in Senden begann in den 80er-Jahren auch die Geschichte des St. Josefswerks. In einer Zeit, in der die Notwendigkeit von Pflegeheimen vielerorts noch nicht im Blickfeld war, hätten sich der damalige Bürgermeister Othmar Koch und Sendens Stadtpfarrer Wolfgang Miehle „in weiser Voraussicht“ dafür stark gemacht, so Vorsitzender Brosch heute. Obwohl es, etwa im Landkreis, massive Widerstände gab. Landtagsmitglied Karl Häussler, später der Vorsitzende des Josefswerks, habe schließlich bei der Durchsetzung maßgeblich mitgeholfen. Dennoch vergingen von der Gründung des Trägervereins am 1. September 1987 bis zum Bau des Pflegeheims noch vier Jahre.

Verschiedene Organisationen sind beteiligt

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Im Detail besteht das St. Josefswerk aus Vertretern unterschiedlicher Organisationen der katholischen Kirchengemeinden aus Senden und seinen Ortsteilen. Repräsentanten von insgesamt neun kirchlichen Initiativen, von der KAB über die Kirchenstiftungen Senden, Aufheim und Wullenstetten bis zu Frauenbund und Förderverein St. Elisabeth, sind heute im St. Josefswerk vertreten. Dieses Gremium wählt alle vier Jahre den Vorstand, der sich um wichtige Entscheidungen rund um das Altenzentrum kümmert. Er behält etwa die Finanzen dieses Unternehmens im Auge, das immerhin 170 Mitarbeiter beschäftigt und im Jahr rund sechs Millionen Euro umsetzt. Und er steht im stetigen Austausch mit Heimleiterin Stefanie Lohrmann, die gleichzeitig Geschäftsführerin des Josefswerks ist. Sie übt ihre Tätigkeit hauptberuflich aus, während ihr Chef Helmut Brosch als Vorsitzender ehrenamtlich dabei ist.

Helfer aus einem großen Kreis stehen bereit

Eine so weit verzweigte Institution zu überblicken, sei viel Arbeit, berichtet Brosch, der sein Amt im Februar 2016 übernahm. Schließlich sind in den Betrieb der Einrichtung ganz unterschiedliche Bereiche involviert. Dazu gehören unter anderem das Pflegeheim mit 115 Plätzen, die Sozialstation mit 250 Patienten und der Mahlzeitendienst, der pro Tag 900 Essen ausliefert. Zuständig ist der Verein außerdem für die ehrenamtlichen Helfer, die Spenden sammeln, Senioren besuchen oder Mittagessen ausfahren. Da wirke sich positiv aus, dass das Josefswerk sich aus mehreren Organisationen zusammensetzt, sagt Lohrmann – so finden Helfer aus einem großen Kreis und mit unterschiedlichen Ressourcen zusammen.

Zurzeit, sagen Brosch und Lohrmann, beschäftigt sie sowohl die neuartige technische Unterstützung in der Pflege, etwa der Einsatz von Tabletcomputern zur Dokumentation, als auch der Personalmangel in der Pflegebranche. „Dem versuchen wir, mit möglichst attraktiven Arbeitsbedingungen zu begegnen“, sagt Lohrmann. Sie ist froh, dass die Einrichtung selbst ausbildet, um sich für die Zukunft zu rüsten.

Das St. Josefswerk feiert am Donnerstag, 20. Juli, mit geladenen Gästen und Besuchern. Um 16 Uhr findet ein Gottesdienst im Altenzentrum statt.

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