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Ulm

10.08.2018

Das ist neu in der Ulmer Gastroszene

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Richtig irisch geht es seit knapp einer Woche im Kelly‘s am Lautenberg zu. Jeden Freitag ist Live-Musik geplant und neben Stout vom Fass gibt‘s auch etwas zu Essen.

Während im ehemaligen Barfüßer ein irischer Pub eröffnete, hat die Bill-Bar immer noch keinen Pächter. Was sich sonst noch in der Ulmer Innenstadt tut.

Die Ulmer Gastro-Szene ist in Bewegung: Am vergangenen Samstag eröffnete der Irish-Pub Kelly’s im ehemaligen Barfüßer am Lautenberg. Und das Eröffnungswochenende mit der Band Hooligan Elephant aus Dublin und New Castle Brown Ale vom Fass, zeigte, dass der aufwendig auf irisch getrimmte und authentisch wirkende Pub gekommen ist, um zu bleiben. Jeden Freitag will das Team um Geschäftsführer Andreas Bauer sowie Betriebsleiter Felix Pensoldt mit Live-Musik die Gäste locken. Irische Wurzeln haben die Allgäuer zwar nicht, dies ändert aber nichts an der Originalität der über 350 Quadratmeter großen Bar mit Restaurant auf zwei Stockwerken.

Eine Mischung aus Stillstand und Bewegung herrscht hingegen in Ulms Neuer Mitte. Nachdem der Barfüßer vom Lautenberg in das Ex-Jung-Gebäude zog, wird derzeit das nächste vormalige Modegeschäft in ein Restaurant umgewandelt: Die Eröffnung einer Filiale der Kette Vapiano war ursprünglich für Frühsommer geplant, inzwischen gibt der Systemgastronom mit 205 Standorte in 33 Ländern Ende März 2019 als Eröffnungstermin an. Wie eine Sprecherin des Unternehmens sagt, seien die Umbaumaßnahmen des Honer-Baus umfangreicher als zunächst geplant. Der Gastraum wird etwa 500 Quadratmeter groß sein. Etwa 60 Beschäftigte sollen für die Filiale arbeiten, die 180 Plätze im Inneren und 100 Plätze auf zwei Terrassen bewirten.

Schräg gegenüber tut sich hingegen nichts: In der Bill-Bar ist aufgestuhlt und Kisten stehen herum. Wie die Marketingbeauftragte der für die Bar zuständigen Kunsthalle Weishaupt sagt, werde derzeit ein Pächter für die Bar gesucht. Konkrete Verhandlungen gebe es nicht. Nur etwa ein Jahr nach der Neueröffnung und Renovierung schloss die Bar in der Neuen Mitte Ende Mai für viele Außenstehende überraschend. Wie der frühere Pächter Haris Papapostolou sagt, glaube er dass es grundsätzlich schwierig sei, einen Gastronomen zu finden, der bereit sei, die Vorgaben der Kunsthalle zu erfüllen. „Die wollen keine Partylocation und kochen darf man auch nicht“, sagt Papapostolou, der im Herbst nach zehn Jahren das Yamas in der Herrenkellergasse schließt um im Wengentor eine Weinbar zu eröffnen. Selbst das Anbraten von Garnelen sei ihm untersagt worden.

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Gebraten wird bald auch am nördlichen Münsterplatz. Einen genauen Termin für die Eröffnung der Ulmer Filiale des Burgerbraters Hans im Glück gibt es noch nicht. Eine Verzug bei der Einreichung des Bauantrages durch geänderte Planungen gibt die Burgerkette mit 56 Restaurants als Grund für die Verzögerungen an. Der ursprünglich genannte Zeitrahmen einer Eröffnung in der zweiten Jahreshälfte, dürfte nur schwer zu halten sein: Aktuell hat der Tuchhersteller Passigatti dort noch sein „Outlet“.

Nur einen Steinwurf vom Ex-Herwig-Buchlagen in den Hans im Glück einzieht, wird bereits für den Einzug eines der bekanntesten Markenamens der Welt gearbeitet: Der US-Kaffeeröster Starbucks zieht neben Rewe gegenüber der Münsterbauhütte. Die Eröffnung soll bereits nächsten Monat sein, aktuell läuft der Innenausbau.

Im Juli wurde zudem eine traditionsreiche Ulmer Adresse wiederbelebt: Das ehemalige Gindele an der städtebaulich markanten Ecke Neue Straße/Frauenstraße schloss Ende Januar. Die vergangenen zehn Jahre wurde das Café als Gindele Lounge geführt und war eher Club denn Café. Mit zeitweise bis zu 100 Mitarbeitern war das Café Gindele in seinen Hochzeiten in den 1960er- und 70er-Jahren ein gastronomisches Unternehmen ersten Ranges. Nun zog im Juli dort das Shakerato ein. „Bar e Cucina Italiana“ – also eine Bar plus italienische Küche ist das Motto der betreibenden Familie Abbate. Auch in direkter Nachbarschaft hat sich gastronomisch etwas geändert: Das frühere Café Jedermann heißt seit einigen Monaten Woods. Inhaber Marcel Hiller serviert hier in in britisch angehauchter Atomsphäre schottischen Whisky und Söflinger Bier.

Vergleichsweise neu ist auch der Suppenkasper in der Neuen Mitte. Mit der Spezialisierung auf täglich frisch gekochte Suppen – von der Allgäuer Kartoffelsuppe über eine Variante mit Süßkartoffeln bis hin zur Rinderkraftbrühe haben die Geschäftsführer Silvan Jakob Cholewa und John-Philipp Wuhrer hier ihre Nische gefunden. Gerade im Sommer gibt es auch Salate und Milchshakes. Und schon seit Januar am Start ist Hungry Turtle am Karlsplatz. Mit Burritos und Quesadillas schloss Bichay Bichay Jankovsky die seit lange in Ulm bestehende Lücke von mexikanischem Fast Food.

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