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Weißenhorn/Vöhringen

05.04.2021

Demo gegen Corona-Maßnahmen in Weißenhorn - und Protest in Vöhringen

In Vöhringen fand eine Protest-Aktion gegen die Corona-Auflagen statt.
Foto: Ursula Katharina Balken

Eine Versammlung der Gegner der Corona-Beschränkungen findet mit 90 Menschen in Weißenhorn statt. Bis auf einige Maskenverweigerer läuft sie friedlich. In Vöhringen gibt es eine anonyme Aktion.

Friedliche Versammlung in Weißenhorn: Wie die Polizei mitteilt, fand am Karfreitagabend zwischen 18 und 19.30 Uhr zum wiederholten Male eine angemeldete Versammlung unter dem Motto „Für unsere Grundrechte, unsere Freiheit und Impffreiheit“ auf dem Kirchplatz in Weißenhorn statt.

90 Menschen nehmen an der Versammlung in Weißenhorn teil

Circa 90 Teilnehmer standen demnach innerhalb des abgesperrten Bereichs. Außerhalb sahen rund 30 Personen zu, die laut Polizei ebenso als Teilnehmer zählen und auch der Maskenpflicht nachkommen mussten. Die Menschen hielten sich größtenteils an die Maskenpflicht, die nach der aktuell gültigen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung vorgeschrieben ist.

Fünf Teilnehmer der Versammlung legten ärztliche Atteste vor, wonach sie vom Tragen der Masken befreit sind. Die Gültigkeit dieser Atteste wird noch geprüft. Neun Personen verweigerten das Tragen einer Maske. Gegen sie wurde ein Ordnungswidrigkeitenverfahren eingeleitet. Die Kundgebung verlief laut Polizei friedlich und störungsfrei.

In Vöhringen haben Personen anonym gegen die Corona-Maßnahmen protestiert – speziell gegen die Schließung von Schulen und Kitas. Passanten entdeckten am Gründonnerstag vor dem Rathaus Kinderschuhe. Diese wurden zusammen mit Texten auf den Stufen drapiert. Wer hinter der Aktion steckt, war bislang nicht auszumachen.

In Vöhringen gibt es anonyme Proteste mit Kinderschuhen

Vöhringens Bürgermeister Michael Neher findet es grundsätzlich richtig, dass in der Gesellschaft eine Diskussion über die verschiedenen Corona-Maßnahmen möglich ist. „Schade ist jedoch, dass die anonymen Proteste keine Lösungen bieten.“ Bei seiner täglichen Arbeit bekomme er mit, dass sich nicht nur die kommunalen Entscheidungsträger, sondern auch die zahlreichen Erzieher und Lehrer größtmögliche Mühe geben, dem staatlichen Erziehungsauftrag nachzukommen.

„Hierfür haben sie größten Respekt und Dank verdient“, betont Neher. Alle wollten doch die Rückkehr zum Normalzustand, „ich habe ja selber zwei Töchter im Grundschulalter“. Nach seiner Erfahrung seien die meisten Kinder sehr tapfer „und ich bewundere, wie sie mit der schwierigen Situation umgehen“. (AZ, ub)

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