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Weißenhorn

04.12.2020

Deutlich mehr Betten: Containerbau an der Klinik Weißenhorn ist fertig

Die Stiftungsklinik in Weißenhorn wächst. Der provisorische Modulanbau ist mittlerweile fertig.
Bild: Alexander Kaya

Plus Die Stiftungsklinik Weißenhorn hat künftig deutlich mehr Betten. Allerdings bremst Corona manches Vorhaben.

Der dreigeschossige Behelfsanbau an die Weißenhorner Stiftungsklinik ist mittlerweile fertiggestellt. Er bietet nun Platz für die zusätzlichen Betten. Allerdings wird er teurer als erwartet.

Trotz der Corona-Pandemie wurde mit Hochtouren der Containerbau hochgezogen. Wie der Stiftungsdirektor Marc Engelhard jetzt im Ausschuss für Gesundheit und Krankenhauswesen sagte, können in den ambulanten Behandlungsräumen im Erdgeschoss demnächst die Sprechstunden beginnen. In den beiden Obergeschossen sind die neuen Patientenzimmer untergebracht, damit dürfte bald die geplante Verlagerung der Akutgeriatrie von Illertissen nach Weißenhorn vollzogen werden. Allerdings könne das nur umgesetzt werden, wenn es die Pandemiesituation zulasse. Übergangsweise wird das erste Obergeschoss momentan als zweite Intensivstation genutzt.

Der Behelfsbau wird deutlich teurer

Der Behelfsanbau sollte ursprünglich 3,8 Millionen Euro kosten, doch nun werden 4,5 Millionen draus. Das hat vielfältige Gründe. Unter anderem sorgt die nach wie vor gute Baukonjunktur dafür, dass die Firmen Kosten in Rechnung stellen können, die „überproportional hoch“ seien. Nicht abzusehen war offenbar, dass der Boden weniger tragfähig ist als gedacht, was aufwendigere Fundamente nötig machte. Wegen der Pandemie musste darüber hinaus ein zusätzlicher Ein- und Ausgang geschaffen werden.

Dieses Provisorium steigert die Bettenkapazität in Weißenhorn um 43 auf 203. Allerdings hat der Containerbau nicht dauerhaft Bestand, denn es laufen bereits die Planungen für eine groß angelegte Erweiterung der Klinik. In Richtung Norden ist ein Anbau vorgesehen, dessen endgültige Form allerdings noch nicht feststeht. Das zuständige Planungsbüro untersucht derzeit zwei Varianten.

Klinik kann noch aufgestockt werden

Mit dem Erweiterungsgebäude soll der Bedarf an zusätzlichen Klinikflächen gedeckt werden, der auf rund 4300 Quadratmeter taxiert ist. Der Bau wird so geplant, dass er kürzere Wege ermöglicht. Das Gebäude könnte später sogar noch aufgestockt werden – etwa wenn sich irgendwann aus Kostengründen herausstellen sollte, dass sich die Krankenhausversorgung des Landkreises komplett auf Weißenhorn konzentrieren müsste. Im Herbst 2021 sollen die Unterlagen für den Anbau fertig sein.

Eine Unwägbarkeit für alle Planungen stellt die Corona-Pandemie dar, denn sie hat in den vergangenen Monaten die eigentlich vorgesehene Neustrukturierung der Kliniklandschaft reichlich gebremst. Und sie wirkt sich auf den Betrieb aus, denn die Stiftung muss Betten für Notfälle vorhalten. Allein zwischen dem 19. November und dem 2. Dezember hat sich laut Engelhard die Zahl der Covid-19-Fälle auf den Normalstationen auf rund acht Patienten pro Tag vervierfacht. Der Altersschnitt sei sehr hoch, er liege zwischen 80 und 90 Jahren.

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