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Ulm

02.10.2020

Deutsche Bahn will 15 Millionen in Ulmer Hauptbahnhof stecken - das ist geplant

Unter anderem sollen die Bahnsteigbeläge erneuert werden.
Bild: Kaya

Plus Ein Gespräch zwischen Deutscher Bahn und Stadt Ulm endet nicht so, wie es sich OB Gunter Czisch wünscht. Was am Ulmer Hauptbahnhof saniert werden soll.

Zwei Stunden lang haben am Donnerstag Vertreter der Stadt Ulm und der Deutschen Bahn über die Zukunft des Ulmer Hauptbahnhofs gesprochen. Für Ulms Oberbürgermeister Gunter Czisch waren die Zugeständnisse der Bahn dabei nicht ausreichend, wie die Stadt mitteilte. Die Bahn hingegen spricht in ihrer Mitteilung von einer Sanierung, die zu einem "frischen Erscheinungsbild" sorgen soll.

Zum Gespräch zusammengekommen waren, wie berichtet, Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU), Baubürgermeister Tim von Winning und Vertreter aller Gemeinderatsfraktionen mit dem Konzernbevollmächtigten der Deutschen Bahn für Baden-Württemberg, Thorsten Krenz, und Regionalvertretern der Bahn getroffen. Während die Stadt Ulm weiterhin auf einen Neubau des Ulmer Hauptbahnhofs pocht, will die Bahn lediglich den Bestand modernisieren. Erstmals wird dabei auch eine genau Summe genannt: Die Bahn spricht in ihrer Mitteilung von Investitionen von über 15 Millionen Euro.

Sanierung des Ulmer Hauptbahnhofs: Das will die Bahn alles erneuern

Der Ulmer Hauptbahnhof soll dadurch vollständig barrierefrei werden. Erneuert werden sollen unter anderem Bahnsteigbeläge. Sie sollen mit einem Blindenleitsystem ausgestattet werden. Außerdem ist die Sanierung der Treppen und Bahnsteigdächer sowie der Neubau des Bahnsteigs Gleis 27/28 geplant.

Am Empfangsgebäude soll der Hallenboden saniert und Heizungsanlage erneuert werden. Zudem soll an einer "gestalterischen Aufwertung" der Empfangshalle und an einem neuen Vermietungskonzept gearbeitet werden.

Zwar stellt die Bahn in Aussicht, dass auch die Möglichkeit bestehe, die Unterführung im Rahmen eines zweiten Bahnhofmodernisierungsprogramms aufzuwerten. Hierfür müsse aber auch die Stadt Geld in die Hand nehmen. So stehe es auch in einer Rahmenvereinbarung.

Die Stadt gibt sich damit nicht zufrieden. „Die bisherigen Vorschläge der Deutschen Bahn reichen bei Weitem nicht aus, um den Ulmer Hauptbahnhof wirklich zukunftsfähig zu machen“, so der Oberbürgermeister. Aus Sicht der Stadt werden die Fahrgastzahlen mit der Eröffnung der Neubaustrecke Stuttgart–Ulm Ende 2022 deutlich ansteigen, damit werde auch die Bedeutung des Ulmer Hauptbahnhofs weiter zunehmen. (az/krom)

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