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Auszeichnung

09.10.2020

Die Hüter der Grenzen im Landkreis

Gruppenbild mit den Geehrten im Landratsamt Neu-Ulm (von links): Helmut Häußler, Erich Winkler (Bürgermeister Nersingen), Florian Rüggenmann (Leiter „Geoinformation und Vermessung“ Stadt Neu-Ulm), Johannes Stingl (Zweiter Bürgermeister Neu-Ulm), Peter Lauber, Sebastian Sparwasser (Bürgermeister Pfaffenhofen), Stefan Keller, Landrat Thorsten Freudenberger, Alois Zeller und Erwin Galler. Auf dem Bild fehlen Johann Hieber, Georg Ott und Alois Rothermel.
Bild: Kerstin Weidner/Landratsamt

Langjährige Feldgeschworene werden im Landratsamt Neu-Ulm geehrt

Es ist das älteste kommunale Ehrenamt in Bayern: das Amt der Feldgeschworenen. Dabei reicht die Geschichte bis ins Mittelalter zurück, wobei sich das Amt bis heute während der unterschiedlichsten Epochen und Digitalisierung seinen ursprünglichen Charakter bewahrt hat. Für ihr jahrelanges Engagement und ihre Tätigkeit zeichnete der Bayerische Staatsminister der Finanzen und für Heimat, Albert Füracker, die Feldgeschworenen im Landkreis Neu-Ulm aus.

Die Ehrung mit Übergabe der Urkunden im Landratsamt Neu-Ulm übernahmen Landrat Thorsten Freudenberger und Peter Lauber, Leitender Vermessungsdirektor beim Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung Günzburg. Bei der Ehrung anwesend waren ebenfalls die jeweiligen Bürgermeister.

Für 50 Jahre Tätigkeit als Feldgeschworener wurden Erwin Galler (Nersingen), Helmut Häußler (Neu-Ulm), Stefan Keller (Pfaffenhofen) und Alois Zeller (Pfaffenhofen) geehrt. Seit 25 Jahren im Amt sind Johann Hieber (Roggenburg), Georg Ott (Weißenhorn) und Alois Rothermel (Weißenhorn).

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„Das traditionsreiche und zugleich moderne Ehrenamt ist tief in der Gesellschaft und in der kulturellen Identität unseres Landes verankert“, sagte Vermessungsdirektor Peter Lauber. Seit 2016 gehört das „Feldgeschworenenwesen in Bayern“ sogar zum immateriellen Kulturerbe. Feldgeschworene wirken in Bayern bei der Kennzeichnung von Grundstücksgrenzen und Flurstücken mit, setzen Grenzsteine, überwachen Grenzzeichen oder nehmen Grenzbegehungen vor. „Grenzen sind nur etwas wert, wenn sie erkennbar sind und wenn sie eingehalten werden“, betonte Vermessungsdirektor Peter Lauber.

Dazu trügen die Feldgeschworenen als „Hüter der Grenzen“ entschieden bei und nähmen eine wichtige Mittlerfunktion zwischen den Bürgern und der Staatsbehörde ein, schreibt das Landratsamt. Mit ihrem Wissen und Können, das von Generation zu Generation weiter gegeben werde, erführen sie ein hohes Ansehen, weshalb ihnen von allen Seiten großes Vertrauen entgegengebracht werde und sie dadurch schon so manchen Streit hätten schlichten können.

„Ihre unübertreffliche Ortskenntnis, das Vertrauen und der Respekt, den Sie bei der Bevölkerung genießen, Ihre Zuverlässigkeit, Ihr Fachwissen und Ihre Diskretion und nicht zuletzt Ihr handwerkliches und technisches Geschick machen Sie und Ihre Arbeit so wertvoll“, sagte Thorsten Freudenberger. Eine Entscheidung mit Dauer: Die Wahl zum Feldgeschworenen erfolgt auf Lebenszeit. (az)

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