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Ulm

30.11.2018

Die Mieten in Ulm steigen und steigen

Die Weißenhorner Wohnungsgesellschaft will nördlich des Spitalwegs Häuser mit jeweils zwölf Wohnungen bauen.

Die viel diskutierte Mietpreisbremse in Ulm scheint wirkungslos.

Die Mieten in Ulm kennen seit Jahren nur eine Richtung: Nach oben. Eine Analyse des Onlineportals immowelt.de zeigt, wie stark sich die Mieten in den drei Jahren vor und nach der Einführung der Mietpreisbremse entwickelt haben. In der Münsterstadt haben sich die Mieten zwischen 2012 und 2015 um sieben Prozent erhöht. Und zwischen 2015 und 2018 gar um elf Prozent. Die durchschnittliche Miete im ersten Halbjahr lag somit zuletzt bei zehn Euro pro Quadratmeter. 2012 waren es noch 8,40 Euro. Immowelt untersuchte die Mieten von 35 Städten über 100000 Einwohner, in denen die Mietpreisbremse im Laufe von 2015 eingeführt wurde, untersucht. Am größten ist laut der Auswertung die Steigerungsrate in Berlin: Hier haben sich die Mieten seit 2015 um 34 Prozent erhöht. Aber auch Augsburg (27 Prozent), Reutlingen (20 Prozent) und München (19 Prozent) weisen große Sprünge auf.

Vor diesem Hintergrund steht die Mietpreisbremse als weitgehend wirkungslos weiter in der Kritik. Vermieter sollen durch das neue Mieterschutzgesetz der Regierungskoalition offenlegen, auf welche Ausnahme sie sich berufen und die Vormiete angeben, wenn sie eine Miete über der zulässigen Höchstmiete verlangen. Tun sie das nicht, können die Mieter Geld zurückverlangen. Dafür soll eine einfache Rüge genügen. Wo die Mietpreisbremse gilt, darf die Miete nicht mehr als zehn Prozent über der Vergleichsmiete liegen. Sie gilt aber nur für Neuvermietungen in Ballungsgebieten. (az)

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