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Weißenhorn

28.11.2019

Die Parkplätze in der Innenstadt sind heiß begehrt

Auf dem Parkplatz hinterm Rössle ist oft nichts mehr frei.
Bild: Alexander Kaya

Fragen zu Verkehrsthemen prägen die Bürgerversammlung in der Weißenhorner Stadthalle. Ein Bürger schildert seinen Ärger über ein privates Bauvorhaben im Neubaugebiet.

Behinderungen in der Altstadt, Ärger um fehlende Parkplätze, dreiste Falschparker: Verkehrsthemen haben am Mittwochabend die Diskussion bei der Bürgerversammlung in der Weißenhorner Stadthalle geprägt. In dem Zusammenhang sprach Bürgermeister Wolfgang Fendt auch über das Rössle-Areal. Ein Bürger hatte schriftlich gefragt, was dort passiert.

Das Gelände des ehemaligen Feneberg gehöre inzwischen der Stadt, sagte Fendt. Die Kommune stelle auch die Parkplätze zur Verfügung, was viele Autofahrer offenbar noch nicht wissen. Der Parkplatz direkt hinterm Rössle sei jedenfalls „sowas von übervoll“. Verschärfen könnte sich die Parkplatz-Situation, wenn das ganze Areal wie vorgesehen irgendwann einmal bebaut wird. Dem Rathauschef zufolge steht noch nicht fest, wie gebaut wird. Geprüft werden soll jedenfalls, ob dort der Bau einer Tiefgarage möglich ist. Das Problem: Unter dem Erdboden befinden sich noch alte Gewölbe.

Parkende Autos im Halteverbot ärgern Bürger

Einige Weißenhorner ärgern sich über Behinderungen durch parkende Autos im Halteverbot. Nahe der Memminger Straße könne man gut in die Nebenstraßen ausweichen, zudem gebe es einen frisch hergerichteten Parkplatz an der Südtangente, sagte Fendt. „Dort könnten zumindest die Leute parken, die in der Memminger Straße arbeiten.“ Aber fehlender bei Autofahrern Anstand sei oft das Problem.

Eine Frau, die auch Probleme durch Falschparker in der Altstadt beklagte, betonte: „Die Leute sind alle faul.“ Sie berichtete von einem Notfall im Bekanntenkreis, bei dem der Notarzt nicht durchgekommen sei. Fendt sagte dazu, dass die Feuerwehr regelmäßig prüfe, wie sich die Straßen befahren lassen. Fazit: Es ist nicht einfach, aber die Feuerwehr eigentlich immer durch. Zuvor hatte die Frau deutlich gemacht, dass sie schon lange auf das Parkhaus am ehemaligen Busbahnhof warte. Das Projekt könne man nun angehen, sagte der Rathauschef. Zuvor habe man das integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept Isek abschließen müssen, damit die Kommune hohe Zuschüsse aus der Städtebauförderung erhält.

Doch die Bürger beschäftigen auch andere Themen als der Verkehr. Ein Bürger fragte, warum es überhaupt eine Beleuchtung an der Stadtpfarrkirche gibt, wenn 50 Prozent der Lampen kaputt seien. Fendt sagte, er wolle klären, ob die Stadt defekte Leuchtmittel künftig selbst austauschen kann. Sprechen will er auch mit dem Bauhof über Schutzmaßnahmen gegen Tauben an der Sommerschranne. Ein Netz unter dem Vordach würde dort die Nistmöglichkeiten für die Vögel beschränken, sagte ein Mann.

Ein Weißenhorner beklagt sich über ein Neubauprojekt

Ausführlich Redezeit räumte der Bürgermeister einem Bewohner der Schluckenauer Straße ein, der sich mit juristischen Mitteln gegen ein Neubauprojekt auf dem Nachbargrundstück wehrt. Dieses wird in einem Feststellungsverfahren errichtet, das heißt, der Bauherr braucht keine Baugenehmigung. Die Voraussetzungen dafür sind aus Sicht des Bürgers allerdings nicht erfüllt. Denn das Projekt entspreche nicht den Vorgaben des Bebauungsplans. Ihn stört vor allem, dass das Haus nicht nach der vorgegebenen Firstrichtung ausgerichtet ist.

Der Bewohner des Neubaugebiets ist überzeugt, dass weder die Stadt, noch das Landratsamt die Unterlagen geprüft haben. Auch sei er als Nachbar nicht rechtzeitig von den Bauherren über das Vorhaben informiert worden, nämlich erst vier Tage, bevor die Bagger anrollten. Jetzt könnten er und seine Frau nur sehr schwer dagegen vorgehen.

Fendt zufolge hat das Bauamt die Unterlagen angeschaut, obwohl der Gesetzgeber sagt, dass die Kommune bei einem Freistellungsverfahren diese nicht prüfen müsse. Da es sich um ein Flachdach-Gebäude handle, könne man keine Firstrichtung feststellen, ergänzte er. Nachdem die Bauherren ihre Pläne ein wenig geändert hatten, seien das Verwaltungsgericht und die zuständigen Behörden der Meinung gewesen, dass alle Vorgaben eingehalten sind. Mit diesen Aussagen gab sich der Bürger nicht zufrieden. Doch Fendt wollte auf der Versammlung keine längere Diskussion darüber führen.

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