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Pfaffenhofen

07.02.2019

Die Pfaffenhofer Hauptstraße wird ab Montag umgebaut

Pfaffenhofens Bürgermeister Josef Walz, Bauamtsleiter Alexander Gehr und die beteiligten Firmen informierten über den Umbau der Hauptstraße.
Bild: Willi Baur

Die Pläne werden bei einem Infoabend in Pfaffenhofen vorgestellt. Die Grundstücke der Anwohner bleiben weitgehend erreichbar - an einigen Tagen ist dies aber wohl nicht möglich.

Pfaffenhofen Am Montag beginnt der Umbau der Pfaffenhofer Hauptstraße – genauer gesagt des nördlichen Teils. Zu Beginn werden die künftigen Ausweichrouten ausgeschildert. Schon tags darauf soll es auf der Baustelle zwischen Bürgermeister-Stetter-Straße und Taverne-Kreuzung richtig losgehen. Marktverwaltung und beteiligte Firmen haben die Bürger nun über Details informiert. Neben einigen Wünschen gab es aus der Bevölkerung auch verhaltene Kritik.

Eine Anwohnerin wollte wissen, warum noch bei der Bürgerversammlung im November – abgesehen von der letzten Bauphase – nur von einer halbseitigen Sperrung des Baufeldes die Rede gewesen sei, nun aber eine komplette anstehe. „Erst bei der exakten Ablaufplanung hat sich herausgestellt, dass eine halbseitige Befahrung aus Sicherheitsgründen nicht möglich ist, weil der Kanal in der Straßenmitte liegt“, erklärte Bauleiter Johann Eser von der Ziemetshauser LS-Bau.

Zuerst kommen die Wasser- und Kanalrohre, dann das Pflaster

Er beschrieb denn auch den vielen Interessierten im voll besetzten Sitzungssaal des Rathauses das vorgesehene Verfahren. Demnach sollen zunächst von Norden her die Wasserleitungen und Kanalrohre bis zur Taverne-Kreuzung ausgetauscht werden, nach dem Fasching dann auch im bis dahin offenen Kreuzungsbereich.

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Dem folgen sollen Pflasterarbeiten für die Gehwege an der Ostseite sowie danach im Kreuzungsbereich, ab Anfang Juni auch auf der Westseite. Ab Anfang Juli will das Unternehmen die Hauptstraße samt Kreuzung asphaltieren. Bis zu den Sommerferien rechnet Eser mit einer Freigabe für den Verkehr. Die Gehwege dürften bis dahin noch nicht ganz fertig sein, kalkulierte der Bauleiter, „aber das machen wir nebenbei“. Zuletzt soll dann die Fahrbahndecke im angrenzenden Bereich der Hermann-Köhl-Straße erneuert werden.

Bürgermeister Josef Walz und Bauamtsleiter Alexander Gehr zufolge soll der überörtliche Verkehr weiträumig umgeleitet werden, etwa über Wallenhausen, Weißenhorn und Reutti. „Innerorts haben wir bewusst nur Umleitungen für den Busverkehr sowie die Rettungsdienste geregelt“, sagte Walz. Mehr mache keinen Sinn und sei nicht kontrollierbar. „Die Leute suchen sich ihren Weg selbst“, vermutete der Rathauschef.

In diesem Zusammenhang unvermeidlich sei für die Dauer der Maßnahme die Verlagerung einiger Haltestellen, erläuterte Gehr: Die an der Sonnhalde zur Hermann-Köhl-Schule, die am Kirchplatz gegenüber der Bank und jene am Schwesternweg zur Haltestelle Kirche und Rathaus und die an der Hermann-Köhl-Straße zur Kolpingstraße.

Gibt es ein Tempolimit auf den Ausweichrouten?

Inwieweit Schülerlotsen, Busunternehmen und Schulbusnutzer bereits informiert sind, blieb an diesem Abend offen. Einen gewissen Handlungsbedarf wollten die Verantwortlichen jedenfalls nicht ausschließen. Gleiches gilt für zusätzliche Verkehrsregelungen, zum Beispiel Geschwindigkeitsmessungen in den bereits ausgewiesenen Tempo-30-Zonen in Wohngebieten oder ein vorübergehendes Limit auf der Nord-Süd-Achse zwischen Volkertshofen und Diepertshofen. „Wir werden das beobachten“, versprach Josef Walz, dazu soll auch die mobile markteigene Messanlage eingesetzt werden. Wenig Einfluss dagegen verspricht sich der Bürgermeister bei einer von Anwohnern gewünschten Steuerung des Lkw-Verkehrs.

Offenbar maßgeblich zur Beruhigung der Baustellen-Anlieger beigetragen haben derweil übereinstimmende Aussagen von Walz und Bauleiter Eser zur Erreichbarkeit der einzelnen Grundstücke: „Generell soll eine Zufahrt möglich sein, notfalls über eigens verlegte Schalplatten.“ Überschaubare Sperrungen für wenige Tage sollen den Anliegern kurzfristig angekündigt werden.

Unklar ist laut Walz indes, ob Maßnahmen gegen eine unzulässige Durchfahrt des Rewe-Parkplatzes als Ausweichroute erforderlich werden. „Hier hoffen wir auf die Vernunft der Autofahrer, aber wir wollen das beobachten.“ Eine Linksabbiegespur von Norden her Richtung Beuren werde es auch nach dem Umbau der Kreuzung nicht geben, erklärte der Bürgermeister. Vielmehr müsse man sich hier eben weiterhin „zur Mitte hin orientieren“. Die geplante Ampelanlage solle jedoch nach Aussage des Staatlichen Bauamtes „intelligent geschaltet werden“, und zwar so, „dass auch der Linksabbieger eine Chance hat“.

Verschiedentlich geäußerte Kritik an der geplanten Pflasterung der Gehwegbereiche wies Walz zurück. Mit den gewählten flachen Granitsteinen und möglichst kleinen Fugen sei die Befahrbarkeit mit Rädern und Rollatoren problemlos möglich.

Der Marktrat überlegt inzwischen, welches Gefährt für den Bauhof angeschafft wird:

Bekommt der Bauhof einen Traktor oder einen Alleskönner?

Die Diskussion ist geschlossen.

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