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Roggenburg

04.05.2019

Die faszinierende Welt der Schmetterlinge

Albin Huber von Walderlebniszentrum Roggenburg mit einem Zitronenfalter, einem von mehreren beflügelten Bewohnern der nun eröffneten Schmetterlings-Ausstellung.
Bild: Angela Häusler

Im Pavillon des Walderlebniszentrums können sich Besucher ausführlich über die Fluginsekten informieren. Ihre Verwandlung gibt immer noch Rätsel auf.

Nur wenige Tierarten faszinieren die Menschen so sehr wie Schmetterlinge – allein die zauberhafte Verwandlung vom Ei zur Raupe und letztlich zum beflügelten Schmetterling verwundert Kinder und Erwachsene immer wieder aufs Neue. „Bis heute weiß man nicht genau, was dabei eigentlich vor sich geht“, berichtete Albin Huber, Leiter des Walderlebniszentrums Roggenburg, bei der Eröffnung der neuen Ausstellung zum Thema Schmetterlinge am Freitag. Sie ist bis Ende September zu sehen.

Die mal farbenprächtigen, mal unscheinbaren Insekten seien ein besonders anschauliches Beispiel für Biodiversität, also für die Vielfalt der Natur, sagte Huber. Gleichzeitig habe zu Schmetterlingen jeder einen Bezug, „und wir versuchen immer, mit unseren Ausstellungen die ganze Familie anzusprechen“.

Die meisten Arten sind nur nachts aktiv

Das gelingt sicherlich auch diesmal, denn zu den Exponaten gehören nicht nur Informationstafeln und Präparate hinter Glas, sondern auch interaktive Elemente. So hat das Team des Roggenburger Walderlebniszentrums eigens ein Spiel konstruiert, bei dem per Hebel jeweils ein Holzschmetterling an der Decke die Flügel bewegt – und so seiner Art zugeordnet werden kann. Auch ein selbst gebauter Schaukasten lädt die Besucher zum Entdecken ein, in dem verdeutlicht wird, dass Schmetterlinge ein anderes Spektrum des ultravioletten Lichts und damit andere Strukturen auf Pflanzen und Blüten wahrnehmen können.

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Die Besucher erfahren außerdem, wie unterschiedlich Schmetterlinge aussehen, welche Weltregionen sie besiedeln und wodurch sie mehr und mehr gefährdet sind: Das sind Pestizide ebenso wie schrumpfende Lebensräume und der Klimawandel.

Neu dürfte für viele Besucher auch sein, dass der allergrößte Teil der Schmetterlinge tagsüber kaum zu sehen ist, denn von den 3700 in Deutschland existierenden Arten sind nur 170 sogenannte Tagfalter. Der Rest der Tierchen ist in der Nacht unterwegs.

Der seltene Gelbringfalter lebt auch im Roggenburger Forst

Und längst nicht alle sind bei Menschen so beliebt wie etwa das bunte Tagpfauenauge oder der seltene – übrigens auch im Roggenburger Forst beheimatete – Gelbringfalter. Manche Arten nämlich sind gefürchtet, etwa der Eichenprozessionsspinner, oder solche, deren Raupen massenhaft Pflanzen vertilgen können.

Eine bei Schmetterlingen beliebte Nahrungsquelle ist im Walderlebniszentrum ebenfalls ausgestellt, und zwar ganz lebendig: Brennnesselpflanzen. Mit weiteren beliebten Futterpflanzen sollen sie in den nächsten Wochen ein Lebendbiotop und damit die Heimstätte für einige Raupen bilden. Diese werden sich dann im Laufe der Zeit vor den Augen der Besucher zu erwachsenen Schmetterlingen entwickeln.

Die neue Ausstellung über Schmetterlinge im Pavillon des Walderlebniszentrums Roggenburg beim Parkplatz 3 auf dem Klostergelände ist noch bis Sonntag, 29. September, zu sehen. Sie ist täglich von 9 bis 17 Uhr geöffnet. Der Eintritt zur Ausstellung ist für Besucher frei.

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