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Gerlenhofen

24.11.2018

Diese Broschüre für Hundehalter soll Tierleben retten

Werben für ein gutes Miteinander von Hundehaltern und Landwirten: (von lins) Kreisbäuerin Christine Ade, Landrat Thorsten Freudenberger, Matthias Letzing vom Bauernverband und Landwirt Andreas Wöhrle.
Bild: Andreas Brücken

Hundekot kann für Kühe tödlich sein. Jetzt werben Landwirte mit einem Infoflyer um das Verständnis der Hundebesitzer.

Das unangenehme Gefühl, in einen Hundekothaufen getreten zu sein, ist wohl oder übel jedem bekannt. Darauf, dass die Hinterlassenschaften der Haustiere nicht nur lästig und unappetitlich sind, sondern gefährlich sein können, wollen Landwirte in der Region mit einer Infobroschüre hinweisen. Schließlich können im Hundekot Erreger sein, die zu Krankheiten bei Menschen und Tieren, beispielsweise Kühen, führen. Salmonellen, Parasiten und der Hundebandwurm sind der Auslöser dafür.

Kreisbäuerin Christiane Ade räumt zwar ein, dass es im Einzelfall schwer nachzuweisen sei, ob Erkrankung oder Totgeburt eines Tieres auf mit Hundekot verunreinigtem Futter zurückgeht. Zudem seien Kühe bei der Wahl ihres Futters ohnehin sehr heikel: „Ist das Futter verunreinigt, lassen die Tiere das Gras liegen.“ Kommt es tatsächlich zu einem Salmonellenbefund in einer Milchviehherde, drohen gewaltige finanzielle Auswirkungen für die Landwirte, etwa wenn eine Milchliefersperre verhängt werden muss. Im schlimmsten Fall muss das Tier sogar getötet werden.

Der Ratgeber "Hund und Kuh, auf Du und Du" liegt in Rathäusern und Verwaltungen aus

Damit es soweit nicht kommen muss, soll das neue Faltblatt des Landkreises und des Bauernverbands mit dem Titel „Hund und Kuh, auf Du und Du“ in Zukunft Tipps für ein gutes Miteinander von Hundehaltern und Landwirten geben. Um möglichst viele Hundebesitzer zu erreichen, wird der kleine Ratgeber in den Rathäusern und Gemeindeverwaltungen ausgelegt und mit dem Hundesteuerbescheid verschickt.

Landrat Thorsten Freudenberger bekannte sich bei der Vorstellung des Flyers als Freund von Hunden und Hundehaltern sowie gleichermaßen von Landwirten und deren Tiere. Deshalb sei die witzige Gestaltung der Broschüre recht gelungen: Durch sympathische Komikfiguren statt mit förmlich erhobenem Zeigefinger wolle man alle Beteiligten ansprechen und für gegenseitiges Verständnis werben.

Die Lösung dorthin ist einfach und billig – in Form eines Hundekotbeutels. Kreisbäuerin Ade appelliert deshalb im Namen ihrer Kollegen an die Hundehalter: „Sorgen Sie dafür, dass ihr Liebling sein Häufchen nicht auf die Weiden unserer Kühe setzt – wenn es dennoch passiert, nehmen Sie die Hinterlassenschaften bitte mit!“

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