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Sport

08.05.2019

Diese Fischer wollen nichts fangen

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Alexander Junginger siegte in seiner Altersklasse.

In Unterfahlheim treten mehr als 50 Teilnehmer im Casting gegeneinander an – im Zielwerfen mit der Angelroute

Rund um den Unterfahlheimer Sportplatz hieß es am Sonntag nicht „Petri Heil“ – stattdessen war die Wurf- und Treffsicherheit der Fischer gefragt. Bei der Bayerischen Casting-Meisterschaft, die in diesem Jahr im Nersinger Ortsteil stattfand, gingen 53 Teilnehmer an den Start – und Bezirksjugendleiter Reinhold Hauke erklärte, dass diese Sportart, im Gegensatz zum Fischen, nichts mit Glück zu tun habe. „Hier ist Können und Wissen gefragt.“

Die Teilnehmer aus ganz Bayern hatten drei Disziplinen zu bewältigen: Arenberg, Skish und dem Weitwurf. Dabei mussten mit den Castingruten, die vom Aussehen den üblichen Angelruten fast gleichen, möglichst viele Punkte erreicht werden. Allerdings sind an diesen Ruten anstelle eines Köders Kunststoffgewichte angebracht. Um viele Punkte zu erzielen, trainieren die Fischer regelmäßig – und vor allem die Jugendarbeit spielt dabei eine große Rolle. So erklärte Veronika Hauke, Jugendleiterin des Nersinger Fischereivereins: „Wir trainieren mit den Jugendlichen während der Wintermonate jede Woche in der Turnhalle. Unsere Jugend ist gut vorbereitet.“

Von der Nersinger Jugendabteilung nahmen 15 Jungfischer am Wettbewerb teil, zudem kämpften zehn Erwachsene vom Fischereiverein Nersingen um den Sieg. Bei diesem „Sport für Fischer“ ist vor allem der gekonnte Umgang mit der Angel gefragt, es bedarf vieler Trainingseinheiten, um sich die Treffsicherheit anzueignen. Auch Wetterbedingungen müssen berücksichtigt werden und so mancher Castingteilnehmer trainiert vor den Wettbewerben in der Woche drei bis vier Mal.

Beobachtete man die 13-jährige Sophie Hoppe aus Nersingen, sah man die Konzentration und Anspannung genau: Beim Kommando des Kampfrichters „Werfer bereit?“ warf sie mit Schwung die Rute aus. Die Jugendliche, die bereits schon mehrmals an Casting-Wettbewerben teilgenommen hat, erzählte nach dem Antreten an der Weitwurfstation: „Eigentlich wollte ich 30 Meter schaffen, sind aber nur 27 geworden. Aber trotzdem bin ich zufrieden.“ Sophie und ihre zehnjährige Schwester Sarah waren eine der wenigen weiblichen Teilnehmer. Beide finden ihr Hobby „klasse“, Sophie verriet jedoch: „Fischen am Wasser macht mir aber trotzdem etwas mehr Spaß.“ (ewgo)

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