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Silvester

02.01.2019

Dieses Feuerwerk war der Kracher

Das große Staunen in Weißenhorn: Die Innenstadt war voller Besucher, die das Profi-Feuerwerk zum Jahreswechsel genossen. Anderswo wurde fleißig privat geböllert, was einiges an Dreck produzierte. Nicole Limberger-Bayer und ihr kleiner Sohn Ananda sorgten am Dienstag in Offenhausen wieder für Sauberkeit.
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Das große Staunen in Weißenhorn: Die Innenstadt war voller Besucher, die das Profi-Feuerwerk zum Jahreswechsel genossen. Anderswo wurde fleißig privat geböllert, was einiges an Dreck produzierte. Nicole Limberger-Bayer und ihr kleiner Sohn Ananda sorgten am Dienstag in Offenhausen wieder für Sauberkeit.

Viele Besucher bei der Pyro-Show in Weißenhorn. Anderswo geht es nicht so friedlich zu

Im wahrsten Sinne des Wortes hat die Stadt Weißenhorn das neue Jahr professionell begrüßt: mit einem Profi-Feuerwerk. Die Idee kam gut an. Das Stadtzentrum war voll mit Menschen, die staunend beobachteten, welche rasch vergängliche, farbenprächtige Schönheit der Pyrotechniker Jürgen Weinstein an den Himmel zauberte. Da verzichteten viele darauf, eigene Raketen steigen zu lassen – und genau das war ja das Ziel der Stadtverwaltung. Sie wollte mit den Profi-Darbietungen erreichen, dass weniger Privat-Feuerwerk abgebrannt wird. Wie sich der Bilanz der Polizei entnehmen lässt, war es ohnehin eine der eher friedlichen, aus Sicht der Ordnungskräfte unaufregenden Silvesternächte. Einiges zu tun gab es dennoch, denn in der letzten Nacht des Jahres 2018 schlug mancher noch mal über die Stränge.

So wie jener 32 Jahre alte Mann, der im Weißenhorner Zentrum mit einer Schreckschusswaffe in die Luft ballerte. Dummerweise tat er das in der Nähe einer Polizeistreife. Die überprüfte ihn und stellte fest: Der Mann hatte keine Erlaubnis zum Führen und Feuern der Pistole und konnte sich zudem nicht ausweisen. Für ihn beginnt das neue Jahr mit einer Strafanzeige wegen des Verstoßes gegen das Waffengesetz.

In Senden fackelten Unbekannte das Verpackungsmaterial von Silvesterfeuerwerk ab. Allerdings taten sie das in einem Einkaufswagen eines Supermarktes. Der wurde ebenso in Mitleidenschaft gezogen wie zwei Getränkekisten in der Nähe. Senden war auch der Schauplatz einer handfesten Auseinandersetzung, bei der ein Autofahrer verletzt wurde. Nach Angaben der Polizei hatte ein 18-Jähriger gegen einen vorbeifahrenden Wagen getreten. Der Fahrer stoppte, setzte zurück und stellte den Treter zur Rede. Doch der schlug mit einer Flasche in Richtung des offenen Autofensters und gab Fersengeld. Der Fahrer lief ihm nach, stellte ihn zur Rede – und wurde mit Pfefferspray angegriffen. Zwei weitere junge Männer kamen dem 18-Jährigen zu Hilfe und bedrohten den Autofahrer mit einer Schreckschusswaffe oder einem Elektroschocker. Er floh zu seinem Wagen, einer der Kontrahenten riss die Tür auf und trat ihm mit dem Fuß ins Gesicht. Die Polizei erwischte den 18-Jährigen, drei weitere Männer nahmen Reißaus, als sie die Beamten sahen. Die Streife fand eine Schreckschusspistole. Die weiteren Ermittlungen dauern an. Die Polizeistation Senden bittet um Hinweise unter 07307/91000-0.

Kurz nach Mitternacht kam es in der Reuttier Straße in Neu-Ulm zu einem Streit unter Nachbarn: Ein Mann soll angeblich Böller auf das Auto des anderen geworfen haben. Danach soll es zu einer Bedrohung gekommen sein, die Polizei ermittelt. In den frühen Morgenstunden wurde ein 17-Jähriger im Wiley geschlagen – offenbar grundlos. Der Jugendliche wurde leicht verletzt, die Polizei machte einen 20-jährigen Vöhringer als Tatverdächtigen aus.

Nicht mehr zu gebrauchen ist ein Zigarettenautomat in Dietenheim, der in der Silvesternacht vermutlich durch einen Böller beschädigt wurde. Die Unbekannten gelangten weder an Zigaretten noch an Geld. Der Schaden: mehrere Tausend Euro.

In Ulm hatten sich laut Polizei 1500 Menschen auf dem Münsterplatz versammelt, um ins neue Jahr zu feiern. Einige fielen auf, weil sie unverantwortlich mit ihrem Feuerwerk umgingen. Mehrere Male musste die Polizei von Besuchern mitgebrachten Feuerwerkskörper beschlagnahmen, da sie trotz Ermahnungen einfach weitermachten. Gegen einen 17-Jährigen wird Strafanzeige wegen gefährlicher Körperverletzung gestellt, weil er mit seinen Raketen gezielt in die Menschenmenge feuerte. Drei Teilnehmer der Silvesterfeier gingen mit einer Strafanzeige nach Hause, da sie ohne Erlaubnis eine Scheckschusswaffe mit sich führten. In der Lautengasse wurde mit einem Böller ein Briefkasten gesprengt. (hip/az/caj)

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