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Denkanstöße

03.03.2015

Ein Hauch von „Tatort“ im Ulmer Stadthaus

Spricht bei den Ulmer Denkanstößen im Stadthaus: der Schauspieler und Arzt Joe Bausch.
Bild: Henning Kaiser, dpa

Bei der Reihe spricht auch der Schauspieler und Arzt Joe Bausch über das Thema Verantwortung

Umweltzerstörung, Kinderarmut, Massentierhaltung. Die Lebenskomplexität steigt und Unachtsamkeit oder Gier bringen die Welt aus dem Lot. Welche Verantwortung jeder Einzelne und unser Gesellschafts- und Wirtschaftssystem hat, beleuchten die achten Ulmer Denkanstöße.

Von Donnerstag, 12. März, bis Samstag, 14. März, dürfte es erfahrungsgemäß im Stadthaus wieder eng werden, wenn Philosophen, Strafrechtler oder Ökonomen über Verantwortung aus ihrer Sicht referieren. In sechs Veranstaltungen mit zehn Referenten beleuchtet das interdisziplinäre Projekt von Stadt Ulm, Universität Ulm und Kulturstiftung der Sparda-Bank kontrovers, ob und wie viel Verantwortung der einzelne an der Erderwärmung, Ausbeutung oder weltweitem Terrorismus hat. Den Auftakt am Donnerstag um 19.30 Uhr macht Eberhard Stilz. Der Präsident der Stiftung Weltethos, deren Grund der Tübinger Theologe Hans Küng 1990 mit seinem Buch „Projekt Weltethos“ gelegt hatte, spricht über Selbst- und Weltverantwortung. Als Präsident des Staatsgerichtshofes wird der Jurist staatsphilosophische Betrachtungen anstellen, deren Wurzeln in die griechische Antike reichen.

Am Freitag und am Samstag beleuchten ab 14 Uhr je drei Referenten das Thema, die anschließend je eine Stunde mit den Zuhörern ihre Thesen diskutieren. Am Freitag sind dies unter dem Aspekt Gesellschaft der Münsteraner Philosophieprofessor Kurt-Otto Bayertz, der Flensburger Zukunftsforscher Harald Welzer und der Berliner Psychotherapeut Michael Wolf. Um 17 Uhr spricht der Drehbuchautor und Anstaltsarzt Joe Bausch, bekannt als Kölner „Tatort“-Gerichtsmediziner Dr. Joseph Roth an der Seite von Max Ballauf und Freddy Schenk (Klaus Behrendt und Dietmar Bär), über moderne Therapieformen im Strafvollzug.

Der Samstag widmet sich Verantwortung in der Wirtschaft. Impulsreferate halten der Aufsichtsratsvorsitzende der Robert Bosch GmbH, Franz Fehrenbach, der Unternehmer Werner Utz und der Ulmer Professor für Nachhaltigkeit, Martin Müller. Ab 17 Uhr philosophiert der Wiener Ethik-Professor Konrad Paul Liessmann über die Grenzen unserer Verantwortlichkeit und unsere Vorbestimmtheit. „Das werden wieder spannende drei Tage“, verspricht Professorin Renate Breuninger, die mit ihrem Team die Denkanstöße vorbereitet hat. Die Geschäftsführerin des Humboldt-Studienzentrums hat die Aufgabe, auf dem Campus geisteswissenschaftliche Akzente zu setzen. (az)

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