Newsticker

Corona-Test-Panne in Bayern: Infizierte sollen am Donnerstag informiert werden
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Ein „Leuchtturm der Hilfe“ in Elchingen

Elchingen

13.02.2017

Ein „Leuchtturm der Hilfe“ in Elchingen

Der Vorstand der Elchinger Bürgerhilfe: (von links) Franz Mayer (Kassierer), Mathilde Hucker (stellvertretende Vorsitzende) und Gunther Trick (Vorsitzender).
Bild: mde

Der Elchinger Verein „Füreinander“ hat für seine Arbeit einen deutschlandweiten Preis bekommen.

Hilfe für Bürger in Not – das hat sich die Elchinger Bürgerhilfe als Vereinsziel auf ihre Fahne geschrieben. Dass sie dabei keinen Unterschied zwischen einheimischen und ausländischen Mitbürgern macht, unterstreicht schon der Vereinsname „Füreinander“. Der Tätigkeitsbericht des Vorsitzenden Gunther Trick auf der Generalversammlung im Thalfinger „Adler“ machte deutlich, dass die Elchinger Bürgerhilfe ihr Vereinsziel auch 2016 wieder erreicht hat.

Die Effektivität der Hilfe sei nicht zuletzt durch die Vernetzung des Vereins und seiner drei Abteilungen gesichert. Das Sammeln von Spenden für die ehrenamtliche Arbeit des Freundeskreises Asyl, der Nachbarschaftshilfe und des Generationentreffs stehe im Mittelpunkt der Arbeit des Hauptvereines, so Trick. Die Spendenbereitschaft der Elchinger Bürgerschaft sei beispielhaft, berichtete er und wies darauf hin, dass unter anderem für das „Lesbos-Hilfsprojekt“ Geld- und Sachspenden in Höhe von 27000 Euro geleistet werden konnten.

Der Freundeskreis Asyl hat mittlerweile 80 Mitglieder

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Damit die Spenden auch bei den Bedürftigen ankamen, hielten sich einige Vereinsmitglieder eine Woche lang vor Ort auf. Für diesen Einsatz wurde dem Verein der „Preis für das Ehrenamt“ verliehen, der unter dem Motto „HelferHerzen“ vom Drogeriemarkt „dm“ deutschlandweit ausgelobt wurde.

Der Freundeskreis Asyl zählt mittlerweile 80 Mitglieder. Die Unterkunft im Unterelchinger „Adler“ ist inzwischen geschlossen. Im Damweg wohnen 180 Personen, darunter 36 Familien mit 66 Kindern. Die Art der Hilfe hat sich von der reinen Ersthilfe wie Unterkunft, Essen, Kleidung zur Integrationshilfe wie Sprache, Ausbildung, Vereinsmitgliedschaft, Kindergarten- und Schulbesuch gewandelt. Viele Dinge seien nicht mehr nur zwischen Verein und Asylbewerbern, sondern zwischen Verein, Gemeinde, Bundesbehörden und Flüchtlingen zu regeln.

Auch der Elchinger Generationentreff, der seit fünf Jahren besteht und dem 68 Ehrenamtliche angehören, hat sich gewandelt: Wie die Vorsitzende Mathilde Hucker berichtete habe sich das „gelebte Miteinander“, das mit Kaffee und Kuchen begann, besonders mit Unterstützung der Agenda-Beauftragten für die Seniorenarbeit Monika Kühl und Karin Batke zu gemeinsamen Aktionen mit Teilnehmern aus allen drei Ortsteilen entwickelt.

Die Nachbarschaftshilfe unterstützt bei der Gartenarbeit

Auf dem Programm standen im vergangenen Jahr unter anderem Exkursionen in die Umgebung, Tagesausflüge mit Bussen, Filmabende, Wanderungen oder Museumsbesuche.

30 Mitglieder zählt die Elchinger Nachbarschaftshilfe. Wie deren Leiter Armin Willbold berichtete, organisieren die Helfer Fahrdienste, leisten Gartenarbeit oder übernehmen Betreuungen. In Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Caritas werden Weiterbildungskurse für die Helfer organisiert. Als „Austauschplattform“ wurde ein runder Tisch gegründet.

Die Vereinsmitglieder und Gemeinderäte Karin Batke und Armin Willbold überbrachten der Elchinger Bürgerhilfe den Dank des Gemeinderates, der den Verein als „Leuchtturm der Hilfe im Landkreis“ bezeichnete.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren