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Neu-Ulm

29.05.2015

Ein Manager sucht Anschluss

Der Klimaschutzmanager des Landkreises, Florian Drollinger.
Bild: Landratsamt

Florian Drollinger hat seit einem Jahr den Klimaschutz im Landkreis Neu-Ulm im Blick – und einiges vor.

Im Arbeitsalltag von Florian Drollinger dreht sich alles um die Themen Energiesparen und Abbau von Kohlenstoffdioxid-Emissionen. Seit Mai 2014 ist er als Klimaschutzmanager für den Landkreis Neu-Ulm tätig. Das bedeutet jeden Menge Arbeit für ihn.

Drollingers Hauptaufgabe ist es, das Integrierte Klimaschutzkonzept des Landkreises zu koordinieren und umzusetzen. Ein wichtiger Punkt des Konzeptes ist die Kohlendioxid-Emission. Um diese stetig zu senken, nimmt der Kreis Neu-Ulm am „European Energy Award“ teil, einem internationalen Qualitätsmanagementsystem und Zertifizierungsverfahren für mehr Energieeffizienz. Das Ziel ist klar: Es geht daraum, möglichst viel Energie zu sparen, sagt Drollinger. Dazu soll ein Programm an Energieberatungen beitragen, die flächendeckend in allen Rathäusern im Kreis angeboten werden. Damit ist regionale Energieagentur Ulm, an der der Landkreis Neu-Ulm beteiligt ist, beauftragt. Von der Agentur stammt auch der „Energiespartipp der Woche“, der regelmäßig auf der Homepage des Landkreises Neu-Ulm veröffentlicht wird. Zudem werden jedes Schuljahr Schüler aus 40 Klassen zu „Energiesparfüchsen“ ausgebildet: „Sie lernen, Energie zu sparen, und sollen ihr Wissen dann an ihre Eltern weitergeben“, erklärt Drollinger.

Derzeit steht das Pilotprojekt „Virtuelles Kommunalwerk“ an: Dabei soll geklärt werden, inwiefern die im Landkreis kommunal erzeugte Energie auch selbst verbraucht werden kann. Hierzu müssten jedoch zuerst die rechtlichen Rahmenbedingungen geprüft werden, so Drollinger.

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Bereits beschlossen hat der Kreistag dagegen, ein Mobilitätskonzept für den Landkreis erstellen zu lassen. Dabei sollen Alternativen zum „motorisierten Individualverkehr“ aufgezeigt werden – also dazu, dass jeder für sich selbst ein Auto nutzt. Ein Beispiel: Radfahren. Zudem soll eine Mitfahrzentrale eingerichtet werden.

Auch die Elektromobilität will der Landkreis fördern: Deshalb stehen bei einer Aktion am Sonntag, 14. Juni, verschiedene Elektrofahrzeuge – von Segway, E-Bike bis zum Elektroauto – für kleine Testfahrten zur Verfügung. Zudem soll die Ausstellung „Energiewende“ des Bayerischen Landesamtes für Umwelt anlässlich der Bayerischen Klimawoche (17. bis 26. Juni) im Landratsamt zu sehen sein.

Im Herbst plant Klimaschutzmanager Drollinger eine Vortragsreihe zu Klimaschutzthemen.

Der Landkreis hat sich in Sachen Klimaschutz ein ambitioniertes Ziel gesetzt: Bis 2030 will er den Kohlenstoffdioxid-Ausstoß um mindestens 40 Prozent gegenüber 1990 reduzieren. (az)

Kontakt: Für Fragen und Anregungen ist Klimaschutzmanager Florian Drollinger unter Telefon 0731/7040414 erreichbar.

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