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Ulm

19.02.2018

Einbrecher töten Mann: Verdächtiger in Israel festgenommen

In dieser Wohnanlage in Ulm haben Einbrecher im Januar einen Mann misshandelt. Er starb an Kopfverletzungen.
Bild: Alexander Kaya

Im Januar hatten Einbrecher einen Mann in Ulm so schwer verletzt, dass dieser starb. Nun wurde ein mutmaßlicher Täter in Israel festgenommen.

In der israelischen Küstenstadt Aschkelon ist ein Mann festgenommen worden, der am tödlichen Überfall auf dem Ulmer Eselsberg beteiligt gewesen sein soll. Nach Angaben der deutschen Behörden sei der israelische Tatverdächtige mit einem Komplizen Anfang Januar in Ulm in ein Wohnhaus eingebrochen, teilte das israelische Justizministerium am Montag mit. Dort hätten sie einen Mann und seine Mutter attackiert.

Die Täter fesselten den Mann, stahlen Geld und Schmuck und flohen. Der Mann starb an seinen Verletzungen. Die Täter hatten den Angaben nach zuvor noch einen weiteren Einbruch begangen, hieß es.

Die Einbrecher flohen nach Italien. Die israelische Polizei habe gemeinsam mit Interpol den Mann in der Küstenstadt Aschkelon festgenommen, hieß es in der Mitteilung. Die israelischen Behörden würden nun ein Auslieferungsgesuch der deutschen Behörden für den Verdächtigen erwarten. Der Mann ist nach Angaben der deutschen Behörden vorher bereits im Gefängnis gesessen.

Einbrecher hatten Mann am Dreikönigstag tödlich verletzt

Bei dem geschilderten Einbruch dürfte es sich um den Raubmord vom Eselsberg handeln: Am Dreikönigstag war ein 59 Jahre alter Mann in seiner Wohnung in einer Reihenhausanlage im Veltlinerweg getötet worden, in der er mit seiner 91 Jahre alten Mutter gelebt hatte. Die Einbrecher waren durch die Garage eingedrungen.

Wenige Tage nach der Tat nahm die Polizei einen 39 Jahre alten Georgier fest, wiederum einige Tage später auch dessen 46 Jahre alte russischstämmige Frau. Beiden wirft die Staatsanwaltschaft Raubmord vor. Nach Angaben eines Polizeisprechers befindet sich das Ehepaar weiterhin in Haft.

Der Sprecher der Ulmer Polizei erklärte am Montag auf Anfrage unserer Redaktion, man werde Kontakt zur israelischen Polizei aufnehmen, um weitere Informationen zu der Verhaftung in Aschkelon erhalten. Näheres sei bei der Ulmer Polizei derzeit nicht bekannt. Man habe erst durch die Deutsche Presse-Agentur von der Festnahme erfahren. Zu internationalen Fahndungsmaßnahmen, die möglicherweise zur Verhaftung geführt haben, wollte der Sprecher keinen Kommentar abgeben. (dpa/mase)

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