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03.07.2010

Einmal im Heuschober übernachten

Die Übernachtung im Heu ist ein echtes Abenteuer: Laura, Paula, Jenny und Beatrice (von links). Foto: ajp
Bild: ajp

Ulm Da staunte die Zeitungsente nicht schlecht, als sie an der Jugendfarm in Ulm ankam. Da gibt es ja so viele Tiere: Hasen, Ziegen, Schafe, Hühner und sogar Ponys. Paula und die Kinder der zweiten Klasse der Grundschule Ludwigsfeld waren begeistert. Die haben die Jugendfarm nun schon zum vierten Mal besucht. Diesmal die ganze Nacht.

Kaum angekommen geht das Programm auch schon los. Paula watschelt allen voran in Richtung Pferdekoppel zum Ponyreiten. Aber etwas mulmig ist es Paula schon, schließlich sind die Ponys viel größer als sie. Da schaut sie den Kindern lieber nur zu, während die sich auf die Pferderücken schwingen. Und es macht ihnen sichtlich Spaß. Die achtjährige Jenny findet es so toll, dass sie gleich die ganze Woche hierbleiben möchte.

Weil es schon langsam Abend wird, machen die Kinder zusammen mit ihrem Klassenlehrer Bernd Hauke ein Lagerfeuer an und Paula sammelt eifrig Holz. Darüber werden dann Stockbrot und Würstchen gegrillt. Mmmh, lecker. Als dann die Mägen voll sind, machen sich die Kinder und Paula auf zu einer Nachtwanderung. Hui, das findet Paula nun doch ein bisschen gruselig. Aber die Kinder sind so mutig, dass auch Paula irgendwann keine Angst mehr hat. Zurück auf der Jugendfarm machen es sich alle im Heuschober bequem und schalten ihre Taschenlampen an, denn jetzt wird gelesen. Auch Paula kuschelt sich ins Heu. "So, jetzt ist aber Schluss, Bücher weg, Taschenlampen aus", ertönt gegen drei Uhr morgens die Stimme von Bernd Hauke. Aber auch nachdem alles dunkel ist, wird eifrig geflüstert und geschnattert. Um sechs Uhr ist es schon wieder vorbei mit der Nachtruhe. Aber viel geschlafen haben die Zeitungsente und die Zweitklässler sowieso nicht. "Ich war die ganze Nacht wach und habe überhaupt nicht geschlafen", brüstet sich die achtjährige Louisa. Eifrig pflichten ihr die anderen bei.

Nun wollen die kleinen Mäuler aber erst einmal gefüttert werden, also gibt es jetzt Frühstück. Danach müssen alle erst einmal ihre Taschen packen, ordnet Bernd Hauke an. Schließlich soll ja auch alles wieder mit nach Hause. Aber das ist gar nicht so einfach, einige der Sachen sind über Nacht im Heu versunken und danach wird jetzt erst einmal mit Feuereifer gesucht. Auch Paula steckt ihren Schnabel unter jeden Strohhalm. Und irgendwann ist dann auch der letzte Schuh gefunden. Jetzt kommt das, worauf sich alle freuen: Tiere füttern. Dazu werden die Kinder in fünf Gruppen eingeteilt und jede darf ein Gehege versorgen. Paula geht mit zu den Ziegen. Dort bindet Sibylle Gräser, die auf der Jugendfarm arbeitet, erst einmal den Bock Rico fest, denn der ist ein bisschen wild. "Er ist der Chef und wenn du jetzt in das Gehege gehst und er kennt dich nicht, dann will er erst einmal seine Kräfte mit dir messen", erklärt Sibylle. Huch, da geht Paula dann aber bestimmt nicht rein. Stattdessen watschelt sie zu den Hasen. Dort sind die Kinder schon eifrig dabei, mit einer Schubkarre Gras zu den Ställen zu transportieren. Das ist Paula viel zu schwer, sie schnappt sich lieber eine Gießkanne und füllt die Wassernäpfe. Und dann ist auch schon das Ende gekommen. Nun fahren die Kinder nach Hause und dort werden sie wohl ebenso müde wie Paula in ihre Betten fallen. (ajp)

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