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Sitzung

14.06.2013

Elchingen will Museum errichten

Noch lagern Elchingens Museumsschätze in den Räumen der ehemaligen Klosterbibliothek, in denen eine viel zu hohe Luftfeuchtigkeit für die Aufbewahrung der Exponate herrscht.
Bild: Deger

Gemeinde sucht nun nach geeigneten Orten. Kosten sollen ermittelt werden

Elchingen Elchingens Klostergeschichte erlebe im Augenblick eine wahre Renaissance. Das Kloster berge Schätze von überregionaler Bedeutung, deren Präsentation eine Pflichtaufgabe der Gemeinde sei, meinte Johann Gröger (Freie Wähler), als es im Elchinger Gemeinderat um die Einrichtung eines Klostermuseums im Gemeindeteil Oberelchingen ging.

Karl Mayer (CSU) unterstützte die Aussage seines Gemeinderatskollegen mit der Feststellung, er habe einen Teil der restaurierten Exponate im Oberelchinger Pfarrhaus besichtigt und könne diese nur „als echte Augenweide“ bezeichnen. Auch Karin Batke (UFWG) bezeichnete die „Schätze auf dem Heiligen Berg als wirklich sehr wertvoll“. Diese müssten nicht nur erhalten, sondern auch präsentiert werden.

Klostermuseum werde eine Attraktion

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Manfred Bittner (Die Eule) unterstrich im Namen der „Freunde des Klostermuseums Oberelchingen e.V.“ deren Freude über die fraktionsübergreifende Überzeugung, dass die Einrichtung eines Klostermuseums für Einheimische, Gäste und Touristen eine Attraktion bedeute, die weit über die Gemeindegrenzen hinaus reichen werde. Die 350 Exponate sind inzwischen von der Diözese inventarisiert, nummeriert und teilweise restaurierten worden. Nach Expertenmeinung sind es Kunstschätze und historische Objekte von überregionaler Bedeutung.

Die Exponate sind im Pfarrhaus Oberelchingen und in der ehemaligen Klosterbibliothek untergebracht. Hier herrsche aber ein für die Gemälde und Skulpturen schädliches Klima mit viel zu hoher Luftfeuchtigkeit. Bei bisherigen Gesprächen wurden weitere Museumsstandorte ins Gespräch gebracht: Pfarrhaus Oberelchingen, Antoniusheim und Grundschulgebäude Oberelchingen.

Über die erwünschte Verwirklichung des Museums waren sich alle Gemeinderäte einig. Einig waren sie sich auch, dass dieses Projekt erst dann verwirklicht werden könne, wenn alle infrage kommenden Museumsräumlichkeiten und alle Kosten einer solchen Einrichtung geklärt werden.

Diese sollen in einer „Machbarkeitsstudie“ ermittelt werden, die von der Landesstelle für nicht staatliche Museen in Bayern mit 10000 Euro bezuschusst wird.

In der Studie sind unter anderen folgende Fragen zu klären: Welche Ausstellungsräume? Welches Gebäude eignet sich für ein Museum? Wie hoch belaufen sich voraussichtlich die Kosten für Investition und für den laufenden Betrieb? Bei der Planung eines Museums im Grundschulgebäude entstünden für die Neueinrichtung der Räumlichkeiten nach Berechnungen des Landratsamtes bei rund 600 Quadratmetern Ausstellungsfläche etwa 720000 Euro Investitionskosten.

Grundschule als möglicher Platz fürs Museum

Das Landratsamt empfiehlt der Gemeinde, Überlegungen über günstigere Präsentationsformen anzustellen. Das könnte zum Beispiel die Errichtung eines „Schaudepots“ mit kleineren Ausstellungsflächen und wechselnden Schauen sein. Bei solchen Lösungen könnte die Gemeinde auch mit einer Unterstützung des Landkreises rechnen.

Das Projekt könnte auch bei Maßnahmen der ländlichen Entwicklung von Land und Bund mit zwischen 30 und 70 Prozent gefördert werden. Um die Eckdaten und Rahmenbedingungen zur Errichtung eines Museums abzuklären, beauftragte der Gemeinderat die Verwaltung, bei den von der Landesstelle für nicht staatliche Museen genannten Fachbüros Kostenangebote für die Durchführung der Machbarkeitsstudie einzuholen. (mde)

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