Newsticker

Söder will erlaubte Besucherzahlen für Kunst und Kultur verdoppeln
  1. Startseite
  2. Lokales (Neu-Ulm)
  3. Endlich schnell ins Internet: Die ersten Gemeinden profitieren von Zuschüssen

Roggenburg

18.01.2015

Endlich schnell ins Internet: Die ersten Gemeinden profitieren von Zuschüssen

Ein Dorf geht online: Beate Merk, Bürgermeister Mathias Stölzle, Markus Söder, Landrat Thorsten Freudenberger, Smart-DSL-Geschäftsführer Martin Naber und Bezirksrat Herbert Pressl.

Zusammen mit Markus Söder und Beate Merk ist der Roggenburger Ortsteil Schießen in das Hochgeschwindigkeitsinternet gestartet. Mehr Gemeinden sollen von Zuschüssen profitieren.

Heimatminister Markus Söder und Europaministerin Beate Merk haben am Freitag im Roggenburger Ortsteil Schießen den offiziellen Startschuss für schnelles Internet gegeben. Die Gemeinde wird damit zu einem Vorreiter auf der Datenautobahn. Als eine der ersten Kommunen in ganz Bayern kam Roggenburg in den Genuss von Zuschüssen aus dem von Söder vor gut einem Jahr ausgerufenen Programm zur „Förderung des Aufbaus von Hochgeschwindigkeitsnetzen“.

1,5 Milliarden Euro werden in den Netzausbau investiert

Bis zu 1,5 Milliarden Euro lässt sich der Freistaat das kosten. Söder betonte: „Bundesweit soll schnelles Internet in den nächsten Jahren mit zwei Milliarden Euro gefördert werden. 1,5 Milliarden davon in Bayern. Man darf daher sagen: Das Internet ist weiß-blau.“ Was einst von Ministerpräsident Edmund Stoiber als „Laptop und Lederhose“ propagiert wurde, beschreibt Söder heute mit dem Grundsatz „Alte Heimat mit neuen Ideen entwickeln“.

Über 1500 Kommunen hätten sich mittlerweile für das Förderprogramm beworben, elf davon im Landkreis Neu-Ulm. Sie dürfen laut Söder mit insgesamt 10,2 Millionen Euro an Finanzspritzen für den Ausbau ihrer Datenleitungen rechnen. Zusagen haben bislang nur Weißenhorn (617000 Euro) und Roggenburg (526000 Euro) bekommen. Während in Weißenhorn nach Auskunft von Bürgermeister Wolfgang Fendt spätestens im August 2016 sämtliche Haushalte und Unternehmen mit einer Bandbreite von bis zu 50 Megabit pro Sekunde im Internet surfen können, ist das in Roggenburg mit ganz wenigen Ausnahmen seit gestern möglich.

Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.
Lesen Sie jetzt: Die heutige Ausgabe Ihrer Tageszeitung als E-Paper.

Symbolische Freischaltung: Söder und Merk betätigen den roten Knopf

Per Knopfdruck schalteten Söder und Merk mit anderen die Datenautobahn frei. 22 Kilometer Glasfaserkabel wurden dafür in den vergangenen fünf Monaten quer durch die Gemeinde verlegt. Lediglich den Ortsteil Roggenburg selbst sparen die neuen Leitungen aus – das Kloster war schon vorher an die Datenautobahn angeschlossen und zählt bald zu einem der ersten staatlichen Gebäude Bayerns, das mit einem kostenfreien Zugangspunkt (Hotspot) für drahtloses Internet ausgestattet sein wird.

„Die digitale Revolution ist jetzt auch bei uns angekommen“, erklärte Bürgermeister Mathias Stölzle und freute sich „ganz sakrisch“, dass der Staatsminister selbst nach Schießen gekommen war und damit einer „unverfrorenen Anfrage einer so kleinen Gemeinde“ nachgekommen sei. Zum Dank wurde er mit heimatlichen Klängen der Trachtenkapelle empfangen.

Themen folgen

Die Diskussion ist geschlossen.

Das könnte Sie auch interessieren