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Roggenburg

24.04.2019

Gemeinderäte beschließen Rekord-Haushalt

Die Gemeinde Roggenburg muss in diesem Jahr einen Kredit aufnehmen, um die geplanten Ausgaben stemmen zu können.
Bild: Alexander Kaya (Symbolfoto)

Die Einnahmen und Ausgaben der Gemeinde belaufen sich in diesem Jahr auf knapp elf Millionen Euro. Eine große Summe wird in die Wasserversorgung investiert.

Obwohl es um viel Geld ging, gab es keinen ausgeprägten Redebedarf: Ohne große Diskussion hat der Roggenburger Gemeinderat in seiner jüngsten Sitzung dem Haushaltsplan für das Jahr 2019 zugestimmt. Der Etat hat diesmal ein Rekord-Volumen von knapp 11 Millionen Euro.

Es sei „erschreckend viel, was wir mit unserer schmalen Personaldecke stemmen müssen“, sagte Bürgermeister Mathias Stölzle bei der Beratung des Zahlenwerks im Gremium. Von der Summe entfallen 5,4 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt, aus dem Investitionen wie zum Beispiel Bauvorhaben bezahlt werden. 5,5 Millionen entfallen auf den Verwaltungshaushalt, aus dem laufende Ausgaben wie etwa Personalkosten finanziert werden. 2018 standen immerhin 2,9 Millionen Euro weniger in den Büchern. Das liegt an den anstehenden Investitionen, allen voran in die Wasserversorgung.

Die Gemeinde nimmt einen Kredit über 3,4 Millionen Euro auf

Denn dort liegt ein großer Schwerpunkt der Gemeinde, die derzeit aufwendige Arbeiten ausführen lässt, um die Versorgung zu modernisieren. Dazu gehören der bereits begonnene Bau eines zentralen Hochbehälters nahe Biberach und die Verlegung neuer Wasserleitungen sowie der Bau einer Fotovoltaikanlage. Kostenschätzung für diese Maßnahmen: 3,9 Millionen Euro netto. Die Gemeinde nimmt einen Kredit in Höhe von 3,4 Millionen auf, um das zu finanzieren. 60.000 kostet außerdem die neue Elektrotechnik für die Kläranlagen. Auch am Bauhof stehen Bauarbeiten an, die 30.000 Euro kosten sollen. Bauarbeiten am Schmiedebach schlagen mit 39.000 Euro zu Buche.

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Der Ausbau der IT-Infrastruktur steht ebenfalls an, 50.000 Euro sind für diesbezügliche Planungen fällig. Des Weiteren werden Planungskosten für den barrierefreien Ausbau der Bushaltestellen und das Baugebiet „Am Wiesenfeld“ in Ingstetten entstehen (insgesamt 104.000 Euro).

Außerdem sind im Haushaltsplan unter anderem Gelder für die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans, darunter 130.000 Euro für das Gerätehaus Ingstetten, vorgesehen. In Meßhofen ist ein Kleinkinderspielplatz geplant, die Ausstattung der Kindergärten soll für 19.000 Euro ergänzt und der Zugang zur Wannenkapelle barrierefrei gestaltet werden (6000 Euro). Rund 23.000 Euro sind für freiwillige Zuschüsse an Vereine und Stiftungen veranschlagt, weitere 21.000 für den Vereins-Fördertopf sowie Investitionszuschüsse an Vereine und Kirchen.

Weniger Schlüsselzuweisungen, höherer Schuldenstand

Bei der Einkommens- und Umsatzsteuer rechnet Kämmerer Johannes Stötter wie schon im Vorjahr mit steigenden Einnahmen, die Gewerbesteuereinnahmen aber werden geringer ausfallen. Gleich 219.000 Euro mehr muss Roggenburg als Umlage an den Landkreis bezahlen, gleichzeitig erhält es weniger Schlüsselzuweisungen als 2018.

Der Schuldenstand liegt aktuell bei 800.000 Euro, zum Ende des Jahres wird die Gemeinde voraussichtlich 3,7 Millionen Euro Schulden haben. Dann liegt die Pro-Kopf-Verschuldung mit 1419 Euro deutlich über dem Landesdurchschnitt vergleichbarer Kommunen (589). Die Investition in die Wasserversorgung wird die Gemeinde aus Sicht der Verwaltung noch längerfristig, im Lauf der nächsten Jahrzehnte, abfinanzieren müssen. Für 2020 rechnet der Kämmerer dennoch mit einer Entspannung der Haushaltslage, sodass Roggenburg dann wieder einen Überschuss aus dem laufenden Betrieb erwirtschaftet.

Mehr über das Thema Wasserversorgung in Roggenburg lesen Sie hier:

In Roggenburg wird das Wasser deutlich teurer

Baustart für neuen Trinkwasser-Hochbehälter der Gemeinde Roggenburg

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