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04.03.2011

Gitarrist zwischen Bach und Sushi

Erfolgreich im Land der aufgehenden Sonne: Stefan Schmitz.
Bild: Foto: privat

Stefan Schmitz auf Japan-Tour

Neu-Ulm Die Japaner, sagt der Gitarrist Stefan Schmitz, sind besonders aufmerksame Zuhörer. „Wenn man spielt, merkt man kaum, dass jemand da ist“, berichtet der 34-Jährige von seiner jüngsten Mini-Tour im Land der aufgehenden Sonne, von der er erst vor wenigen Tagen nach Neu-Ulm zurückkehrte, wo er als Gitarrenlehrer an der Musikschule arbeitete.

Für Schmitz war es bereits der sechste Besuch in Japan. Schon vor einem guten Jahrzehnt stellte sein Bruder, der damals auch in dem Inselstaat arbeitete, die Verbindung her. Auch der Gitarrist selbst ist ein Fan des Landes geworden. „Ich freue mich immer unglaublich auf das Essen da“, sagt er. Vor allem auf Sushi. Natürlich stand das Essen bei Schmitz’ jüngstem Japan-Besuch nicht im Mittelpunkt: Sechs Konzerte gab der Gitarrenvirtuose, eines davon bei einem Empfang der deutschen Botschaft für 75 ausgewählte Gäste anlässlich des 150. Jubiläums der deutsch-japanischen Freundschaft. Nachdem das Publikum sich mit Spätzle, Sauerkraut oder Gulasch gestärkt hatte, griff Schmitz in die Saiten – und spielte eine Bach-Lautensuite (BWV 996), aber auch Gefälliges wie „La Paloma“. „Bach ist in Japan sehr populär“, sagt der 34-Jährige, „aber klassische Gitarre ist nicht sehr verbreitet.“

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Auch die anderen Konzerte verbucht der gebürtige Kölner Schmitz als Erfolg: Ob im Nobelrestaurant, in einer Kirche oder auch bei einer Veranstaltung eines Opernmagazins, bei der er zusammen mit der Sängerin Izumi Morikawa auftrat – und nur eine halbe Stunde Zeit hatte, die Klaviernoten eines Stückes auf die Gitarre zu übertragen. „Das war abenteuerlich“, sagt Schmitz. „Aber irgendwie hat es doch funktioniert.“

Vom Land gesehen hat er bei seiner Reise jedoch kaum etwas, beklagt der Gitarrist – bei sechs Konzerten in nur einer Woche bestehe der Tag fast nur aus Schlafen, Essen und Spielen. Beim nächsten Mal will er sich mehr Zeit lassen. Anfragen gibt es schon: So kam er nach dem Konzert im privaten Konzertsaal einer milliardenschweren Familie mit einem Dirigenten ins Gespräch, der Schmitz gerne mit seinem Orchester auftreten lassen würde. (mgo)

Weitere Informationen unter

www.gitarrenzauber.de

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