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Holzschwang

24.04.2019

Gotteshaus erstrahlt in neuem Glanz

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Pfarrer Thomas Pfundner zeigt auf die Stelle in der Stuckdecke neben der Orgel, die undicht war, aus der das Regenwasser tropfte und der Putz bröckelte. Jetzt wurde alles wieder in Ordnung gebracht.
Bild: Inge Pflüger

Die Georgskirche in Holzschwang wird seit Jahren saniert. Jetzt sind die Arbeiten fast fertig. Doch das ist nicht das einzige, was Pfarrer Thomas Pfundner freut.

Ein Kleinod erstrahlt in Holzschwang in der Frühlingssonne in neuem Glanz: Die evangelische Georgskirche wurde seit etlichen Jahren restauriert und saniert – und das Werk ist fast vollendet. „Noch etliche Kleinigkeiten fehlen“, beschreibt Pfarrer Thomas Pfundner die Lage. Zwar liegt die Endabrechnung noch nicht vor, doch die veranschlagten 430000 Euro werden wohl nicht überschritten, sagt der Pfarrer erfreut.

Wie aufwendig es ist, denkmalgeschützte Gebäude zu restaurieren, hat Thomas Pfundner in der Vergangenheit hautnah und mehrmals erlebt. Seit Jahren nämlich wird das historische Ensemble Pfarrstadel, Pfarrhaus und Georgskirche saniert, ergänzt, neu gebaut und aufpoliert. Im zweiten Bauabschnitt ging bereits 2016 die Turmsanierung zu Ende. 2017 war ein ruhiges Jahr – es wurde nicht gebaut, nur intensiv geplant. Die Dachsanierung des Kirchenschiffes und die teilweise Restaurierung der Kirchenstuckdecke beziehungsweise das Aufhellen des Chores standen an.

Das Wasser tropfte durchs Dach der Georgskirche in Holzschwang

Nachdem die Fachleute 2017 entdeckt hatten, dass Teile der Jahrhunderte alten Balken im Dachstuhl des Kirchenschiffes faul oder vom Käfer befallen sind, mussten sie ersetzt werden. Das verlangte eine exakte Maßarbeit der Zimmerleute, und „die arbeiteten hervorragend“, stellt der Pfarrer im Gespräch mit unserer Redaktion lobend fest.

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Hinzu kam noch das undichte Dach im Kirchenschiff: Das Wasser tropfte bereits ins Kircheninnere. Nicht nur die Orgel, sondern auch die herrliche Stuckdecke war in Gefahr und der Putz bröckelte teilweise ab, ebenso traten Risse zutage. Es wurde dann auch eine gewisse Gefährdung für die Gottesdienstbesucher festgestellt. Die Dringlichkeit ist wohl auch bis zur evangelischen Landeskirche durchgedrungen. Denn zu aller Freude habe es von dort relativ schnell Zusagen für Zuschüsse gegeben, sagt der Pfarrer.

Evangelische Georgskirche: Wer bezahlt die Restaurierung?

Die Arbeiten wurden ab April 2018 rasant durchgeführt – und so strahlt das Gotteshaus vom Kirchberg heute. Lediglich etliche Kleinigkeiten, etwa einen Teil der Friedhofsmauer, gilt es zu sanieren. Dabei dankt Thomas Pfundner nicht nur dem Ingenieurbüro „Dr. Schütz Ingenieure“ aus Kempten, sondern speziell dem Holzschwanger Kirchenvorstand mit Willi Guther und allen beteiligten Firmen und Helfern, dass das Großprojekt so schnell über die Bühne gehen konnte.

Laut der Kalkulation und den Zahlen von Pfarrer Pfundner sind die Gesamtkosten mit rund 430.000 Euro veranschlagt. Bis zu 260.000 Euro will die evangelische Landeskirche übernehmen, 45.000 Euro kommen aus regionalen Kirchgeldern. Die kleine Gemeinde Holzschwang mit ihren rund 550 evangelischen Christen – und Hausen mit rund 100 Evangelen – muss noch rund 80.000 Euro stemmen. In dem Finanzplan sind auch zugesagte Zuschüsse von Stadt, Landkreis und Bezirk, dem Landesdenkmalschutz und einer Landesstiftung enthalten. Außerdem ist im Falle eines Falles ein innerkirchliches Darlehen in Höhe von 20.000 Euro vorgesehen. Dem Pfarrer ist aber nicht bange mit Blick auf die zurückliegenden bewältigten und bezahlten Projekte – er baut nach wie vor auf bereitwillige Spender und die Eigenaktionen der Gemeinde.

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